Ratsinformationssystem

Vorlage - 2006/0685  

Betreff: Bericht des städtischen Mädchenbüros
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Heuer, Tel. 3398
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Kurrek, Sabine
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
02.11.2006 
des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit sowie insbesondere die Förderung von Mädchen mit dem Ziel der Gleichstellung von Jungen und Mädchen ist als durchgängiges Leitprinzip in der Jugendarbeit zu beachten. Dies zeigt sich in der langen Tradition der Mädchenförderung in der Stadt Herne.

 

Der im Jahr 1991 gegründete Mädchenarbeitskreis MAIKE, in dem u.a. ein Erfahrungsaustausch und die Vernetzung von Mädchenarbeit in allen Bereichen der Jugendhilfe stattfindet, sowie die Planung und die Durchführung der jährlichen Mädchenaktionstage im Herbst greift diese Grundlage ebenfalls auf. Durch die aktive Mitwirkung in dieser Initiative, der Frauen verschiedenster Institutionen angehören, welche Mädchenarbeit als eine bewusste Wahrnehmung pädagogischer Verantwortung gegenüber Mädchen begreifen, wurde deutlich, dass die Notwendigkeit für eine Einrichtung besteht, in der  Wünsche und Bedürfnisse von Mädchen wahrgenommen und realisiert werden. Dies ist mit der Schaffung von adäquaten Rahmenbedingungen, in diesem Fall mit der Eröffnung des Mädchenbüros im Jahr 2001 geschehen. Damit wurde die Mädchenarbeit in der Jugendförderung strukturell, räumlich, organisatorisch und materiell zusätzlich verankert.

 

Um  mädchenspezifische Angebote innerhalb der Abteilung der Jugendförderung zu initiieren und eine Vernetzung der Mitarbeiterinnen zu erreichen, wurde eine Mädchenarbeitsgruppe ins Leben gerufen. Seit Anfang 2001 tagen die kommunalen Mitarbeiterinnen ca. viermal jährlich mit dem Ziel der Praxisreflexion, der Vertretung der Interessen der Mädchen im Gesamtkonzept der Jugendförderung, der Entwicklung von Qualitätsstandards in der Mädchenarbeit und der Kooperation und Koordination von Mädchenangeboten und -projekten.

 

Diese Prozesse sind im Kontext von ‚Gender Mainstreaming‘ zu sehen, was bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Prozessen die unterschiedlichen Interessen von Mädchen und Jungen von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen sind, da es kein geschlechtsneutrales Erleben von Wirklichkeit gibt. Um Kindern, gleich welchen Geschlechts, dieselben Chancen und Möglichkeiten zu geben, ist es gerade wichtig, ihre Unterschiede zu erkennen, diese mit einzubeziehen und zu berücksichtigen. An dieser Stelle möchte die Verwaltung daran erinnern, dass auch mit der Erstellung des zukünftigen kommunalen Kinder- und Jugendförderplans der Stadt Herne dem Gendergedanken Rechnung getragen wird. Die dem Jugendhilfeausschuss vorgelegte voraussichtliche Gliederung weist die geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit als Querschnittsaufgabe aus. Dadurch soll dem Ziel einer konsequenten Implementierung von Gender in allen Arbeitsfeldern der örtlichen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, dem Kinder-und Jugendschutz sowie der Kinder- und Jugendkulturarbeit  Rechnung getragen werden.

 

Eine Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten für Mädchen bildet die Jungenarbeit. Dazu hat es in der Abteilung Jugendförderung seit der Bildung der Arbeitsgemeinschaft Jungen im Jahre 2005 erste Ansätze gegeben und eine erfolgreiche Weiterentwicklung ist zu erwarten.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Thierhoff

 

 

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Bericht Mädchenbüro

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Bericht_Mädchenbüro_2006 (2074 KB)