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Vorlage - 2008/0312  

Betreff: Bericht zum vorbeugenden Brandschutz in öffentlichen Gebäuden
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krowas
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Brall, Kerstin
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
15.05.2008 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Wie schon im Jahr 2006 wurden im Jahr 2007 die wiederkehrenden Prüfungen durch den Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung, dem Fachbereich Feuerwehr und dem GMH fortgesetzt.

 

Um eine größere Transparenz bei der Abarbeitung der Brandschutzmängel aus den wiederkehrenden Prüfung zu erreichen und die Verfolgung der zahlreichen Wartungsarbeiten zu erleichtern, werden die Mängel seitens des GMH momentan in digitaler Form in das Facility-Management-Programm Planon eingetragen. Um die innerstädtische Zusammenarbeit zwischen den am Brandschutz beteiligten Behörden zu vereinfachen, ist geplant, dem Fachbereich Bauordnung/ Denkmalschutz einen direkten Zugang zu diesem Programm zu ermöglichen. Dadurch können jeder Zeit aktuelle Abarbeitungsstände der Brandschutzmängel und Informationen zu Brandschutzkonzepten durch den Fachbereich Bauordnung abgerufen werden. Darüber hinaus sind die seitens des GMH im Jahr 2004 festgelegten Gefahrenstufen bzgl. der Rettungswegsituation ersichtlich und können direkt mit dem Abarbeitungsstand der Brandschutzmängel aus den Wiederkehrenden Prüfungen in Verbindung gesetzt werden.

Um einvernehmliche und wirtschaftlich vertretbare Lösungen zu finden, werden fortlaufend Abstimmungsgespräche mit der Bauordnung, der Feuerwehr und den beteiligten Fachbereichen geführt. Vor der Umsetzung dieser Brandschutzmaßnahmen ist die Erstellung von Brandschutzkonzepten notwendig und muss anschließend bei der Bauordnung eingereicht werden.

 

 

Sachstand der im Jahr 2007 durchgeführten Maßnahmen:

 

Was die bauliche Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen anbetrifft, so ist im Jahr 2007 an mehreren Schulen die Sicherung des ersten bzw. zweiten Rettungsweges erfolgt.

 

Durch den Einbau von Rauschschutztüren konnten an mehreren Schulen die Treppenräumen von den Fluren abgetrennt werden. Im Falle eines Brandes ist durch diese Maßnahme eine Rauchfreiheit des Treppenraums gewährleistet. Der Nutzer besitzt eine Möglichkeit zur Eigenrettung.  

 

Es wurden folgende größere Maßnahmen realisiert:

 

 

GS Freiherr-vom-Stein     -  Sicherung 1.Rettungsweg

GS Görreschule                        -  Sicherung 1.Rettungsweg

Gym. Wanne -  Sicherung 1.Rettungsweg

Gym. Haranni            -  Sicherung 1.Rettungsweg

RS Sodingen            -  Sicherung 1.Rettungsweg

HS Jürgens Hof      -  Sicherung 1.Rettungsweg

HS Neustraße     -  Sicherung 1.Rettungsweg

Institut für Heilpäd.        -  Sicherung 1.Rettungsweg

 

 

Desweiteren wurden viele kleinere Brandschutzmaßnahmen im Rahmen der Mängelfeststellungen aus den wiederkehrenden Prüfungen durchgeführt. An einigen Gebäuden mussten zahlreiche Wand- und Deckendurchbrüche brandschutztechnisch abgeschottet werden. Neben der baulichen wurde auch die technische Infrastruktur der Gebäude verbessert. An mehreren Liegenschaften wurden die Blitzschutzanlagen und die Sicherheitsbeleuchtungsanlagen erneuert. Zusätzliche Gelder wurden für Wartungsarbeiten im Bauunterhaltungsbereich verwendet.

 

Ein weiterer Punkt, der die Rettungswegsituation der Nutzer stetig verbessert, ist die Ausstattung der Liegenschaften mit Flucht- und Rettungswegplänen. Fortlaufend werden Kompaktpakete ausgeschrieben und die durch externe Firmen erstellten Pläne werden vor Ort aufgehängt.  

 

 

Sachstand der bisher im Jahr 2008 durchgeführten Maßnahmen:

 

Im laufenden Jahr 2008 hat der bauliche Brandschutz eine zusätzliche Gewichtung erhalten. Bis zum Ende dieses Jahres werden an 14 Schulen Maßnahmen, die die Sicherung des 1. und 2.Rettungsweges gewährleisten werden, abgeschlossen. Es handelt sich um Schulen, welchen aufgrund ihrer baulichen Beschaffenheit und der damit verbundenen Gefahrenstufe eine hohe Priorität zugemessen wurde.

Innerhalb der letzten Monate konnten an der RS An der Burg im Rahmen des 1.Bauabschnitts Rauchschutztüren und T30-RS Holztüren eingebaut werden. Die durch einen Brandschutzsachverständigen konzipierten Umbauvorschläge werden schließlich mit dem 2.Bauabschnitt bis Ende 2008 abgeschlossen.

Desweiteren wird im Altbau des Gymnasium Haranni die bereits im Jahr 2007 begonnene Sicherung des 1.Rettungsweges (Abschotten des Treppenraums durch RS-Elemente) in den nächsten Wochen erfolgen. Der Anbau ist bis Ende 2008 mit RS-Elementen ausgestattet.

Neben diesen laufenden oder bereits durchgeführten Maßnahmen befinden sich mehrere Brandschutzmaßnahmen zur Zeit in der Bearbeitung.

 

Es handelt sich dabei um folgende Objekte:

 

GS Forellstraße  -  Sicherung 1.Rettungsweg 

GS Langforthstraße       -  Sicherung 1.Rettungsweg 

GS Dietrichstraße                    -  Sicherung 1.und 2.Rettungsweg

GS Laurentius                           -  Sicherung 1.Rettungsweg

GS Börsinghauserstr.               -  Sicherung 2.Rettungsweg Turnhalle 

GS Pantrings Hof                           -  Sicherung 2.Rettungsweg Turnhalle

Gym. Otto-Hahn                   -  Sicherung 2.Rettungsweg Turnhalle

FöS Victor-Reuter           -  Sicherung 2.Rettungsweg

FöS Schwalbenweg                   -  Sicherung 1.und 2.Rettungsweg

GeS Erich-Fried-Dep.                 -  Sicherung 1.Rettungsweg

HS Jürgens Hof      -  Sicherung 1.Rettungsweg

VHS Wilhelmstraße          -  Sicherung 1.Rettungsweg

 

 

Neben den Maßnahmen an Schulgebäuden, finden Brandschutzmaßnahmen am Kulturzentrum Herne und am Rathaus Wanne statt. Die vollständige bauliche Realisierung der Brandschutzkonzepte für diese Gebäude wird voraussichtlich in den Jahren 2010 bzw. 2011 abgeschlossen werden. Die beanstandeten Brandschutzmängel aus den wiederkehrenden Prüfungen werden im Schloß Strünkede und im Bürogebäude an der Freiligrathstraße bis zu Ende dieses Jahres behoben sein.          

 

 

Auch Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Jugendheime werden bei der brandschutztechnischen Ertüchtigung in diesem Jahr berücksichtigt. Momentan finden Abklärungsgespräche mit den Nutzern der Kindertagesstätte Schirrmannstraße und den Nutzern des Kindergartens Florastraße statt, um eine möglichst nutzerfreundliche Realisierung der Brandschutzmaßnahmen zu erreichen.

 

Anfang April fand am Jugendheim Heisterkamp eine Baubegehung mit einem externen Brandschutzgutachter statt. Die Gesamtsituation wurde als gut eingestuft. Es wird ein brandschutztechnische Stellungnahme des Gutachters erfolgen, die an den Fachbereich Bauordnung weitergeleitet wird.

 

 

Fazit und Ausblick

 

Mit Ablauf den Wirtschaftsjahres 2008 werden am Großteil der Schulen in Herne Brandschutzmaßnahmen durchgeführt sein, welche eine Verbesserung des ersten Rettungsweges zum Ziel hatten. Ende 2008 werden ca. 90% und Ende 2009 100% der mit der höchsten Brandschutzpriorität 1 eingestuften Gebäude brandschutztechnisch ertüchtigt sein. Was die Prioritätsstufe 2 angeht, so werden Ende 2008 ca. 70% und Ende 2009 etwa 89% der notwendigen Brandschutzmaßnahmen realisiert worden sein. Die Abarbeitung der Gebäude aus der Brandschutzprioritätsstufe 3 – vor allem Verwaltungsgebäude – wird in den folgenden Jahren intensiviert. Die notwendigen baulichen Vorhaben an den beiden Liegenschaften Feuerwache 1 und Martin-Opitz-Bibliothek, die 2004 mit der Prioritätsstufe 4 belegt wurden, sind bereits abgeschlossen worden.  

 

Die Brandschutztechnischen Sicherungsmaßnahmen für alle Gebäude im Rahmen der Forderungen der Brandschauberichte bzw. wiederkehrende Prüfungen werden sukzessive, nach Mittelbereitstellung im Vorhabenplan abgearbeitet. Diese sind unter anderem die Erneuerung und Anpassung von Elektroverteilungen bzw. Brandschottungen für Elektroleitungen im Fluchtwegen (gem. LAR NRW). Die stetige Erneuerung der Blitzschutzanlagen wird fortgesetzt und mit fortlaufender Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen können auch die entsprechenden Flucht- und Rettungswegpläne ausgeschrieben und extern erstellt werden. Bestehende Brandschutzkonzepte werden weiterhin abgearbeitet und die Situation der 2.Rettungswege wird  in Abstimmung mit dem Fachbereich Bauordnung und dem Fachbereich Feuerwehr stetig optimiert. 

 

Das Gebäudemanagement ist bemüht, alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Gebäude der Stadt Herne so rasch wie möglich abzuschließen. Da diese  Maßnahmen jedoch mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sind und zudem sehr arbeitsintensiv sind, werden auch noch in den folgenden Wirtschaftsjahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden müssen.

 

 

Der Betriebsleiter

 

 

 

 

(Tschöke)

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BA 15.05.08 Brandschutz öffentliche Gebäude (Anlage 1) v. 06.05.08 neu (20 KB) PDF-Dokument (5 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich BA 15.05.08 Brandschutz öffentliche Gebäude (Anlage 2) v. 06.05.08 (34 KB) PDF-Dokument (12 KB)    
Anlage 3 3 öffentlich BA 15.05.08 Brandschutz öffentliche Gebäude (Anlage 3) v. 06.05.08 (25 KB) PDF-Dokument (6 KB)    
Anlage 4 4 öffentlich BA 15.05.08 Brandschutz öffentliche Gebäude (Anlage 4) v. 06.05.08 (18 KB) PDF-Dokument (4 KB)