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Vorlage - 2008/0416  

Betreff: Schulorganisatorische Maßnahmen zum Schuljahr 2009/2010
hier: Bildung des Grundschulverbundes
Grundschule Overberg (Stammschule) Rottbruchstraße 10, 44625 Herne
und
Grundschule Drögenkamp (Teilstandort) Drögenkamp 10, 44653 Herne
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Schöbel, Tel. 3301
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Dolatowski, Annette
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
21.08.2008 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
28.08.2008 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
02.09.2008 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
16.09.2008 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Vorberatung
23.09.2008 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 Finanzposition:

 Verw.-/Vermögenshaushalt:

 xxx

Xxx

xxx

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

 

Der Rat der Stadt Herne beschließt :

 

Gemäß § 81 Abs. 2 Satz 2 SchulG wird die Grundschule Drögenkamp zum Ende des Schuljahres 2008/2009 (31.07.2009) aufgelöst und zum Schuljahr 2009/2010  (01.08.2009) als einzügiger Teilstandort mit der Grundschule Overberg in einem Grundschulverbund gem. § 82 Abs. 3 SchulG weitergeführt. Die Grundschule Overberg wird Stammschule des Grundschulverbundes und wird zweizügig geführt.

 

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die aufgrund des demografischen Wandels sinkenden Schülerzahlen sind im Rahmen des am 13.11.2007 vom Rat beschlossenen Schulentwicklungsplan 2004-2010 –Teilplan Grundschulen für die Schuljahre 2005/2006 und 2006/2007 und Ausweitung der Prognosen bis 2012 berücksichtigt worden. Es wurde u. a. darauf verwiesen, dass einige Grundschulen nicht mehr zweizügig sind und es nicht auszuschließen sei, dass diese Schulen in einen Schulverbund überführt werden müssen.

 

 

Rechtliche Grundlage

 

Nach § 81 Abs. 1 Schulgesetz NRW (SchulG) ist die Stadt Herne verpflichtet, durch schulorganisatorische Maßnahmen angemessene Klassen- und Schulgrößen zu gewährleisten. Hierbei sollen nach § 82 Abs. 3 SchulG Grundschulen mit weniger als zwei Klassen pro Jahrgang zur Erreichung angemessener Klassen- und Schulgrößen gem. § 81 Abs. 1 SchulG möglichst als Teilstandort (Schulverbund) geführt werden. Dabei entsteht eine einheitliche Grundschule mit einem Lehrerkollegium, einer Schulleitung, einer Schulkonferenz und einer Schulpflegschaft, wobei an den Teilstandorten auch Teilpflegschaften gebildet werden können (s. § 75 Abs. 5 SchulG).

 

 

Entwicklung 2008/2009

 

Die Zahl der Schulanfänger 2008/2009 an den Grundschulen ist wie prognostiziert zurückgegangen. Das führt u. a. dazu, dass die Grundschule Drögenkamp auch im Schuljahr 2008/2009 weiterhin durchgängig einzügig bleibt.

 

 

Stellungnahme der unteren Schulaufsicht

 

In ihrer Stellungnahme vom 21.04.2008 (s. Anlage 1) teilt die untere Schulaufsicht mit, dass die Grundschule Drögenkamp nur kommissarisch geleitet werde. Die Schulleiterstelle ist seit dem Schuljahr 2006/2007 vakant. Trotz mehrmaliger Ausschreibungen konnten keine Bewerber für diese Schule gefunden werden.

 

Handlungsbedarf sei u. a. aus folgenden Gründen gegeben:

 

-           Die Schule könne nicht dauerhaft kommissarisch geleitet werden.

 

-           Die Versorgung mit Lehrerstellen dürfe nicht zulasten anderer Grundschulen gehen.

 

-           Die Unterrichtserteilung durch Fachlehrer könne in einem Grundschulverbund eher ermöglicht werden.

-           Die Vertretung in Krankheitsfällen könne besser geregelt werden.

-           Durch höhere Schülerzahlen stehe der Schulleitung mehr Leitungszeit zur Verfügung.

-           Durch den Schulverbund bleibe die Konrektorstelle und damit ein Schulleitungs-team erhalten.

-           Zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung stehen größere personelle Ressourcen zur Verfügung.

 

Da der Schulstandort erhalten werden solle, werde ein Grundschulverbund mit der benachbarten Grundschule Overberg befürwortet. Die Schulleiterin der Grundschule Overberg leite seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 die Grundschule Drögenkamp als deren ehemalige Schulleiterin kommissarisch. Sie sei bereit, die Schulleitung auch für den Grundschulverbund zu übernehmen.

 

 

Prüfung der Voraussetzungen

 

§ 82 Abs. 3 SchulG: Grundschulen mit weniger als zwei Klassen pro Jahrgang sollen, wenn der Schulträger deren Fortführung für erforderlich hält, zur Erreichung angemessener  Klassen- und Schulgrößen im Sinne von § 81 Abs. 1 möglichst als Teilstandort geführt werden (Grundschulverbund).

 

Die Verwaltung hat die erforderlichen  Voraussetzungen für die Bildung des Grundschulverbundes mit der Grundschule Overberg als zweizügiger Stammschule und der Grundschule Drögenkamp als einzügigem Teilstandort mit folgendem Ergebnis geprüft:

 

1.       Die GS Drögenkamp (zukünftiger Teilstandort) ist durchgehend einzügig. Eine Zweizügigkeit wird nicht erwartet.

2.       Die Fortführung der GS Drögenkamp wird vom Schulträger für erforderlich gehalten. Die Prüfung ergab, dass selbst bei einer jahrgangsweisen Auflösung der GS Drögenkamp eine Verlagerung in die Grundschule Overberg aus räumlichen Gründen nicht möglich wäre. Damit wird eine wohnortnahe Beschulung auch weiterhin sichergestellt.

 

3.       Für die GS Overberg (Stammschule) wird eine Zweizügkeit lt. Schulentwicklungsplanung im Prognosezeitraum bis 2012/2013 trotz Schülerrückgangs erwartet. Der Bestand der GS Overberg ist daher langfristig gesichert.

 

4.       Durch Bildung des Grundschulverbundes können angemessene Klassen- und Schulgrößen erreicht werden.

5.       Zum jeweiligen anderen Standort gibt es zumutbare Schulwege.

 

 

Ergebnis:

 

Nach Prüfung aller Kriterien liegen die Voraussetzungen für die Bildung eines Grundschulverbundes für die Grundschule Overberg als Stammschule und für die Grundschule Drögenkamp als einzügigem Teilstandort vor. Der Grundschulverbund soll zum Schuljahr 2009/2010 gebildet werden.

 

 

Ein erster Sachstandsbericht erfolgte am 03.06.2008 im Schulausschuss (s. auch Berichtsvorlage 2008/0341).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beteiligung

 

Gem. § 76 Nr. 1 SchulG ist die Schule bei Teilung, Zusammenlegung, Änderung und Auflösung zu beteiligen. Die Schulleitung / kommissarische Schulleitung der GS Overberg und der GS Drögenkamp wurden mit Schreiben vom 14.05.2008 um Stellungnahme gebeten.

 

Die Schulkonferenz der Grundschule Drögenkamp hat dem Grundschulverbund in ihrer Sitzung am 17.06.2008 einstimmig zugestimmt (s. Anlage 2).

 

Die Schulkonferenz der Grundschule Overberg hat dem Grundschulverbund in ihrer Sitzung am 18.06.2008 einstimmig zugestimmt (s. Anlage 3)

 

 

Genehmigung

 

Der Beschluss über die Bildung eines Grundschulverbundes bedarf gem. § 81 Abs. 3 SchulG der Genehmigung durch die Bezirksregierung Arnsberg als oberer Schulaufsichtsbehörde.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Thierhoff

Stadträtin

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Schreiben der GS Drögenkamp - i. S. Grundschulverbund (13 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Schreiben der Overbergschule - i. S. Grundschulverbund (13 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Schulfachliche Stellungnahme zu schulorganisatorischen Maßnahmen des Schulträgers Herne (86 KB)