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Vorlage - 2008/0467  

Betreff: Sachstand: Absicherungsmaßnahmen der rekultivierten Thyssenhalde unter dem Gesichtspunkt der Langzeitwirkung
- Anfrage der AL-Fraktion vom 07.08.2008 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage AL
Verfasser:Heidinger, Ingo
Federführend:FB 54 - Umwelt Beteiligt:Büro Dezernat V
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Anhörung
27.08.2008 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Im Rahmen der Begehung der Thyssenhalde am 18. Juni 2008 wurden die Sicherungsmaßnahmen der Oberflächenabdichtung vor Ort vorgestellt.

 

Dabei fiel mir auf, dass es anscheinend keine ausreichende Information für kommende Generationen über die Art und Höhe der Erdreichabdeckung gibt.

Es wurde gesagt, dass an bestimmten Stellen das Erdreich 1,5 Meter hoch aufgeschüttet werden solle, an anderen bis 2 Meter. Dann solle durch selektive Auswahl von Bäumen und Sträuchern darauf geachtet werden, dass nur solche Pflanzen an den entsprechenden Stellen angepflanzt würden, die maximal eine Wurzellänge von 1,5 Metern hätten, da diese sonst durch die Dichtungsbahnen dringen würden. Dadurch können die abgedichteten Schadstoffe (Schwermetalle etc.) wieder an die Oberfläche dringen.

 

Es ist ein sich selbst fortpflanzender Wald im Bereich von 2 Meter hoch aufgeschüttetem Erdreich vorgesehen. Die Pflanzen dieses Waldes sollen längere Wurzeln als 1,5 Meter haben.

Meine Frage, ob diese Bereiche auch in vierzig Jahren oder später noch bekannt seien und welche Pflanzen genau nur dort wachsen dürfen, konnte nicht beantwortet werden.

Auf den vorgestellten Plänen waren die Erdreichhöhen nicht eingezeichnet.

So konnte schon an diesem Tag nicht genau gesagt werden, wo Pflanzen mit maximal 1,5 Meter Wurzelbildung stehen dürfen.

 

Auch konnte keine ausreichende Antwort gegeben werden, wie die Information für künftige Generationen sichergestellt wird, wo welche Pflanzen mit maximal welcher Wurzellänge stehen dürfen.

Selbst ein Mitarbeiter der Firma Thyssen meinte, dass z.B. ein ausländischer Investor die Firma Thyssen übernehmen könnte, der sich nicht mit den Vereinbarungen auskennen würde.

 

Daraus resultieren folgende Fragen, die die AL Herne gerne von der Verwaltung beantwortet hätte:

 

1.       Wie wird die Halde „gewartet“?

2.       Wie wird also sichergestellt, dass die Abdichtung auch über Generationen hinweg, im Sinne des Natur- und Menschenschutzes unter den genannten Gesichtspunkten gepflegt wird?

3.       Was ist bei einem Besitzerwechsel der Halde vorgesehen?

4.       Wie kann die Stadt Einfluss nehmen?

 

Wir bitten schon jetzt um die Aufnahme der Antwort in die Sitzungsniederschrift.