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Vorlage - 2009/0559  

Betreff: Wiederaufstellung der Bronzeplastik „Stelzenläufer“
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Doetzer-Berweger, Oliver
Federführend:FB 32 - Kultur Bearbeiter/-in: Goldhahn, Denise
Beratungsfolge:
Kultur- und Bildungsausschuss Vorberatung
09.09.2009 
des Kultur- und Bildungsausschusses (offen)   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Kultur- und Bildungsausschuss beschließt, die Bronzeplastik „Stelzenläufer“ nach der Umgestaltung des Flottmann-Geländes im dort geplanten Skulpturenpark aufzustellen.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Beschlussvorlage 2009/0393 vom 28.05.2009 – Wiederaufstellung der Plastik „Stelzenläufer“ auf dem Freigelände der Flottmann-Hallen – ist in der letzten Sitzung des Kultur- und Bildungsausschusses am 10.06.2009 nach intensiver Diskussion auf Antrag der Stadtverordneten Szelag mit der Aufforderung an die Kulturverwaltung vertagt worden, mögliche Standortalternativen zu prüfen.

 

Von unterschiedlichen Betrachtungsweisen ausgehend hat sich die Kulturverwaltung diesem Thema deshalb nochmals gewidmet. Für die Skulptur „Stelzenläufer“, die Spielfreude und Dynamik versinnbildlicht, könnte unter anderem eine Platzierung im Umfeld eines Jugendzentrums und/oder eines Spielplatzes in Frage kommen. Unter diesem Aspekt wurden drei Standorte näher in Augenschein genommen:

 

- das Herner Spielezentrum an der Kreuzung Hölkeskampring / Jean-Vogel-Straße

- das neue Begegnungszentrum Pluto an der Wilhelmstraße im Stadtteil Bickern /

  Unser Fritz

  und

- das Jugendzentrum Heisterkamp in Eickel

 

Zum erstgenannten Standort ist festzustellen, dass hier zwar das Vandalismusrisiko aufgrund vorhandener sozialer Kontrolle nicht ausgeprägt sein dürfte, im direkten Umfeld des Gebäudes aber keine geeignete Fläche für eine angemessene Präsentation der Skulptur vorhanden ist.

 

Am Begegnungszentrum Pluto schmücken bereits mehrere Holzskulpturen das Areal, so dass sich unter ästhetischen Aspekten die Bronzeskulptur hier eher nicht gut einfügen würde. Es käme allenfalls eine Platzierung auf dem Vorplatz in Frage, was jedoch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in diesem Bereich stark einschränken würde und deshalb nicht geeignet erscheint.

 

Das Jugendzentrum Heisterkamp hat rückseitig ein relativ großes Grün- und Spielgelände, das auch Platz für die Skulptur bieten könnte. Es besteht jedoch hier bei der hohen Frequenz durch Kinder und Jugendliche das nicht zu unterschätzende Risiko, dass die Skulptur diesen Personenkreis zu sehr zum Klettern animieren könnte. Außerdem besteht wegen der versteckten, nachts auch für jedermann zugänglichen Ortssituation eine erhebliche Vandalismusgefahr. Diese Bedenken wurden im Übrigen auch von dem Leiter der Einrichtung geäußert. Würde die Skulptur auf die Vorderseite des Gebäudes gestellt, blieb nur ein schmaler Grasstreifen unmittelbar vor dem Haus links neben dem Eingang. Hier würden jedoch die architektonischen Elemente den filigranen Charakter der Darstellung massiv stören.

 

Darüber hinaus kommen natürlich prinzipiell Park- und Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet als Standorte für eine Wiederaufstellung der Skulptur in Frage. Die beispielhaft aufgeführten Anlagen Revierpark Gysenberg, Stadtgarten Herne, Stadtgarten Wanne, Postpark Wanne, Stadtgarten Eickel, Königsgruber Gelände, Dorneburger Park, Schlosspark Strünkede unterliegen im Wesentlichen der Beliebigkeit, so dass die Vor- und Nachteile nur für zwei Standorte kurz dargestellt werden:

 

-     Der Eickeler Stadtgarten bietet eine große Rasenfläche gegenüber dem Parkhaus Bäumer. Eine Platzierung inmitten dieser Fläche wäre denkbar, das Vandalismusrisiko nachts für die hier isoliert stehende Skulptur schwer einzuschätzen.

 

-     Der Grüngürtel am Hölkeskampring gegenüber dem Eingang zum Marienhospital könnte ebenfalls ein möglicher Standort sein, an dem sich bereits die Bronzeskulptur „Bergmann mit Ziege“ („Bergmanns-Kuh“) des Gelsenkirchener Bildhauers Hubert Nietsch aus dem Jahr 1960 befindet. Hier stellt sich die Frage, ob sich beide Skulpturen in ihrer Wirkung stärken oder eher überlagern und somit schwächen.

 

Die Kulturverwaltung kommt auch unter Abwägung der Aspekte aufgrund der neuerlichen erweiterten Prüfung zu dem Ergebnis, dass der geplante Skulpturenpark auf dem Freigelände der Flottmann-Hallen für die „Stelzenläufer“-Bronzeplastik das adäquateste Umfeld bietet und schlägt deshalb diesen Standort nochmals zur Beschlussfassung vor. Auf die Begründung der Vorlage 2009/0393 wird Bezug genommen.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

Thierhoff

 

Anlagen:

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