Ratsinformationssystem

Vorlage - 2009/0641  

Betreff: Konzept zur Sanierung des Foyers, des Saales Crange und des großen Saales im Kulturzentrum Herne
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Voits
Federführend:Gebäudemanagement Herne Beteiligt:FB 32 - Kultur
Bearbeiter/-in: Türtmann, Monika   
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
22.09.2009 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) beschlossen   
Kultur- und Bildungsausschuss Vorberatung
22.09.2009 
des Kultur- und Bildungsausschusses (offen)   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
22.09.2009 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
22.09.2009 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt das vorgestellte Sanierungs- und Gestaltungskonzept für die Bereiche Empfang mit Abendkasse / Information, Foyer mit neuer Bar, Saal Crange und dem großen Saal des Kulturzentrums.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

In der Vorlage 2007/0372 wurde bereits über die geplante Umgestaltung und Modernisierung der Stadthalle, des zugehörigen Foyers und einer Verlegung des Haupteinganges vom Untergeschoss auf die Ebene des Saals berichtet. Einhergehend mit der Verlegung kommt es zu einer Neugestaltung des Außenbereiches. Der neue Haupteingang am Willi-Pohlmann-Platz erhält einen Aufzug, der die Tiefgarage, die Platzebene und den Haupteingang erschließt und einen barrierefreien Zugang ermöglicht. Der gesamte Eingangsbereich wird überdacht und illuminiert.   

Aufgrund des Beschlusses zur Umgestaltung wurde die Planung im Außen- und Innenbereich weitergeführt und die Ausführungsplanung abgeschlossen.

 

Allgemeines:

 

Bedingt durch die Umgestaltung des Willi-Pohlmann-Platzes und der Stadthalle kommt es zu weitreichenden Änderungen im Erscheinungsbild des gesamten Bereiches. Im Zusammenhang mit der Sanierung wird der Besucher bereits in der Tiefgarage optisch wahrnehmen, dass er den Haupteingang der Stadthalle betritt. Räumlich und farblich wird der Übergang von der Tiefgarage zur Stadthalle signalisiert. Auf dem Platz wird der Haupteingang durch das neue Vordach und dem Treppenturm mit dem Aufzug auf sich aufmerksam machen

 

Der Baubeginn für den ersten Bauabschnitt ( Außenbereich ) ist für Oktober 2009 vorgesehen. Der zweite Bauabschnitt  ( Innenbereich ) beginnt Mitte Mai 2010 und wird Mitte Oktober 2010 fertig gestellt sein.

 

Haupteingang

 

Der neue Haupteingang erhält ein freitragendes Vordach in Form eines gleichschenkligen Dreiecks. Die Linienführung der Attika über dem Foyer wird aufgenommen und die neue Dachkonstruktion hieran angeschlossen und eingepasst. Das Dach ist transluzent und mehrfarbig zu illuminieren. Der Aufzugs- und Treppenraumturm erhält eine Fassade aus vertikal angeordneten transparenten Kunststoffröhren, die in den Farben des Vordaches erleuchtet werden können. Eingefasst werden diese Röhren durch flächige Glaselemente.

Der Aufzug erschließt den Haupteingang, die Ebene des Willi-Pohlmann-Platzes und die Tiefgaragenebene. Eine Barrierefreiheit ist hierdurch gewährleistet. Der Treppenaufgang verbindet die Tiefgarage mit dem Haupteingang. Der Bodenbereich vor dem Haupteingang erhält eine Plattierung im Farbton Basaltanthrazit, gleich dem des Willi-Pohlmann-Platzes.  Hierdurch wir eine Verbindung zwischen dem Platz und dem dunklen Bodenbelag im Foyer geschaffen.

Diese Planung wurde den zuständigen politischen Gremien im Februar / März 2009 vorgestellt und am 25.03.2009 vom Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschlossen.

 

Empfang mit Abendkasse / Information

Der vorhandene Windfang ist eng gefasst und hat lediglich die Funktion der witterungsbedingten Trennung. Weiterhin gibt es für den Veranstaltungsbereich keinen angemessenen Raum für die Abendkasse. 

Im neu angelegten Haupteingang wird durch ein verglastes Stahlelement, das rechtwinklig zur Treppe angeordnet ist und den jetzigen Windfangbereich vergrößert, dieser notwendige Raum geschaffen. Zwei doppelflüglige Türen in diesem Element bilden den großzügigen Zugang zu dem neuen Empfang. Links von diesen Zugängen wird der neue Abendkassenbereich angeordnet, wodurch künftig dem Besucher direkt bei Betreten des Gebäudes ein angemessenes Entree vermittelt wird.

 

Foyer

 

Das Foyer vor dem großen Saal wirkt durch seine tiefhängende, weitestgehend geschlossene Deckenkonstruktion bedrückend auf den Raum und somit auf die vorhandene Atmosphäre. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den anthrazitfarbenen Bodenbelag des Foyers.  

Zur Auflockerung und um Höhe zu schaffen, wird eine neue Decke aus weißen Metalllamellen eingebaut. Diese durchlässige Deckenkonstruktion verleiht dem Raum mehr Höhe und lässt ihn nicht mehr gedrungen erscheinen. Der Bereich oberhalb der Abhangdecke wird mit allen notwendigen Installationsleitungen, weiß gestrichen, um den Eindruck der räumlichen Höhe noch weiter zu verstärken. Die allgemeine Beleuchtung und die verstreut verteilte Akzentbeleuchtung bieten für anlassbezogene Variations- möglichkeiten. Die mobile Theke, die bei Veranstaltungen die Versorgung der Besucher sichergestellt hat, wird durch eine Bar mit farblich abgestimmten Loungebereichen ersetzt. Angeordnet wird die Bar entlang des Treppenabgangs zum Untergeschoss. Der eigentliche Barbereich ist mittig angeordnet und wird rechts und linke von Sitzgruppen flankiert. Zur Errichtung des Barbereiches wird Breite der vorhandenen Treppenabgänge um ca. 1,0 Meter verringert. Bei der Ausführung der neu zu errichtenden Wand wird die schon im Bereich des Treppen- / Aufzugsturm verwendete Thematik der Kunststoffröhren wieder aufgegriffen. Eine mehrfarbige Lichtgestaltung ist auch hier je nach Anlass und Atmosphäre möglich.

 

 

Saal Crange

 

Im Saal Crange wird die Decke ausgetauscht und durch ein geschlossenes Deckensystem mit glockenförmigen Einbauleuchten ersetzt. Für den Saal Crange ist ein mobiles Garderobensystem vorgesehen, welches bei Bedarf den Saal in eine Garderobe umfunktioniert. 

 

 

Großer Saal

Die vorhandene Wand- und Deckenverkleidung im großen Saal ist nicht mehr zeitgemäß und hat keine optimale Ausrichtung für die Akustik. Weiterhin ist die Art der Befestigung der Abhangdecke ein großes Problem bei notwendigen Arbeiten an den Leitungen oberhalb der Decke. Das Abhangsystem der Lichtwolken hat seine „Lebenserwartung“ erreicht und muss mittelfristig erneuert werden. Die großen Lüftungsauslässe in der Decke sind ursächlich verantwortlich für unangenehme Zuglufterscheinungen bei verschiedenen Veranstaltungen.

 

Im großen Saal werden sämtliche Wand – und Deckenbekleidungen aus Holz zurückgebaut. Durch den Einbau eines Lamellensystems, ähnlich dem des Foyers, erhält des gesamte Bereich mehr Volumen, was sich akustisch positiv auf Musikveranstaltungen auswirken wird.  Die Anordnung der Deckenelemente erfolgt horizontal und ist über dem Zuschauerbereich mehrfach gestaffelt. Im Wandbereich wird die Decke übergangslos in die Vertikale geführt und hierdurch die Wandverkleidung gebildet. Durch diese Form der Decken- und Wandgestaltung erlebt der Besucher je nach Perspektive eine changierende Variante der Deckenansicht.

 

Als Hauptbeleuchtung für den großen Saal sollen Lichtbänder am Randbereich dem Deckenverlauf folgen und sowohl direkt als auch indirekt abstrahlen. Dadurch soll zum einen der Raum stimmungsvoll erhellt werden, zum anderen werden die Deckenfelder mit der geschwungenen Form betont. Analog zum Foyer werden einzelne, dimmbare Akzentleuchten

unregelmäßig in die Zwischenräume der Lamellendecken eingesetzt. Hierin findet sich der ursprüngliche Gedanke der Lichtwolken wieder. Für die Ausleuchtung des kompletten Saals, zum Beispiel vor Kongressen,  werden weitere Beleuchtungselemente oberhalb der Lamellendecke angeordnet. Darüber hinaus ist eine energetische Optimierung durch neuste Technik vorgesehen.

 

Die Zwischenräume der einzelnen Deckenfelder ermöglichen den Zustrom von Frischluft. Die zurzeit in der Decke vorhandenen großen Lüftungsauslässe sind somit nicht mehr notwendig und können entfallen. Auch hier ergibt sich eine Anpassung an den Stand der Technik.

 

 

Finanzierung:

Die Mittel, die zur Realisierung des Projektes „Teilsanierung Kulturzentrum “ benötigt werden, werden seitens der Stadt Herne in Höhe von 3.47 Mio. Euro bereitgestellt.

2.2 Mio. Euro werden durch die Mittel des Konjunkturpaketes II abgedeckt und stehen für energetische Maßnahmen zur Verfügung.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich auf  5.67 Mio. Euro.

 

 

Der Betriebsleiter

 

 

 

(Tschöke)

 

 

Anlagen:            Grundriss Windfang

                        Deckenspiegel Stadthalle

                        Grundriss Bar / Lounge mit möglicher Möblierung

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BA 22.09.09 Sondersitzung WPP (Anlage Grundriss) v. 16.09.09 (188 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich BA 22.09.09 Sondersitzung WPP (Anlage Foyer) v. 16.09.09 (1281 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich BA 22.09.09 Sondersitzung WPP (Anlage 3) v. 16.09.09 (11242 KB)