Ratsinformationssystem

Vorlage - 2009/0871  

Betreff: Mögliche Umbenennung eines Teils des Mont-Cenis-Platzes
- Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und GRÜNEN vom 20.11.2009 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion / Grüne
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:FB 52 - Vermessung und Kataster
Bearbeiter/-in: Weigel, Sigrid   
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Sodingen Entscheidung
02.12.2009 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit es möglich ist, den Mont-Cenis-Platz bzw. Teile des Platzes (z.B. den als Marktfläche genutzten Teil) umzubenennen und nach dem Gründer der Zeche Mont-Cenis, dem Ingenieur Joseph Pierre Monin (1837-1910), zu benennen.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Der Ingenieur Joseph Pierre Monin (1837-1910) hat kurz nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges mit seinem Partner Francois Auguste Viviers am 7. Oktober 1871 für 450.000 Mark fünf Zechenfelder in Sodingen von dem Kohlenhändler Wilhelm Endemann gekauft und dort die Zeche Mont Cenis gegründet. Monin war der erste Direktor und Repräsentant der Zeche bis 1896.

 

Die Belegschaft stieg von 80 Mann im Jahr 1872 über 650 im Jahr 1890 auf knapp 1000 Bergleute im Jahr 1895. Eng verbunden mit der Entwicklung der Zeche war die der Gemeinde Sodingen, mit deren Vertretung Monin eng zusammenarbeitete. Zwischen 1875 und 1896 hat Monin Sodingen von einem Dorf mit 400 Einwohnern und Petroleum-Lampen in den einzelnen Haushalten zu einer Industriestadt mit Elektrizität, eigener Wasserversorgung und Infrastruktur gemacht. Dazu gehörten der Ausbau der Straße Mont Cenis , die bis 1881 „Stammstraße“ hieß, der Werkswohnungsbau in Sodingen und Börnig, eine moderne Straßenverbindung nach Herne, das erste Postamt im Haus Wiesmann, eine ambulante Krankenpflegestation und ein eigener Friedhof.

 

Als Sodingen am 15. Oktober 1902 mit 9000 Einwohnern zur Stadt erhoben wurde, verdankt der Ort viel von dieser Entwicklung dem Zechengründer Monin und seinem Wirken. Er ist für Sodingen das geworden, was Friedrich Grillo für Gelsenkirchen war und Alfred Krupp für Essen.

 

Zu seinem 100. Todesjahr wäre eine Ehrung mit einem Platz, der seinen Namen trägt, angemessen. Mit dem „Platz Monin“ würde auch daran erinnert, wo die Wurzeln des modernen Sodingens zu finden sind, nämlich im Bergbau.