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Vorlage - 2010/0101  

Betreff: Kooperationsvereinbarung zwischen den Schulen in der Stadt Herne und dem Fachbereich Kinder-Jugend-Familie, Jugendamt der Stadt Herne
zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Frau Friedrich, Tel.: 3423
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Sukowski, Ivonne
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
25.03.2010 
des Jugendhilfeausschusses      
Schulausschuss Anhörung
27.05.2010 
des Schulausschusses zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Kindesschutz ist sowohl in der Jugendhilfe, als auch in der Schule eine gesetzlich geregelte Pflichtaufgabe.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Kick) und dessen Einführung zum 01.10.2005 wurden die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen weiterentwickelt.

Ein deutlicher Schwerpunkt des Gesetzes ist die „ Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren für ihr Wohl“.

In dem neuen § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) wird vom Gesetzgeber der Schutzauftrag des Jugendamtes differenzierter dargelegt und gegenüber der früheren gesetzlichen Grundlage konkretisiert.

 

Mit der gesetzlichen Neuregelung erfolgte zwar keine Neuorientierung im Hinblick auf den der Jugendhilfe zukommenden Schutzauftrag, jedoch nahm der Gesetzgeber einige Klarstellungen und Korrekturen vor. Durch die Verortung des § 8a SGB VIII im ersten Kapitel des Sozialgesetzbuches VIII  (Allgemeine Vorschriften) wurde die Schutzfunktion der öffentlichen Jugendhilfe deutlicher in das Bewusstsein der Akteure gehoben.

Durch die Verpflichtungen der öffentlichen Träger zum Abschluss von Vereinbarungen mit freien Trägern werden diese zudem konkreter als in der Vergangenheit mit in die Verantwortung zur Abwendung von Kindeswohlgefährdungen eingebunden.

 

 

Mit der Einführung des neuen Schulgesetzes setzt das Land NRW den Rahmen für ein dynamisches und leistungsfähiges Schulsystem, das auf den Prinzipien soziale Gerechtigkeit, pädagogische Freiheit und staatliche Verantwortung beruht und den Anforderungen der heutigen Zeit Rechnung trägt.

Ziel ist die Schaffung eines gerechten Schulwesens, in dem jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Talente möglichst optimal nutzen und entfalten kann.

Durch die Neufassung des § 42 wird der Schutzauftrag der Schule gegenüber den ihr anvertrauten Kindern konkretisiert. Alle Lehr- und Fachkräfte haben Hinweisen auf Vernachlässigung und Misshandlung nachzugehen, sie angemessen zu hinterfragen und auf eine Klärung hinwirken. Hierzu gehört die Information des Jugendamtes ebenso wie die Einschaltung der Polizei, deren Auftrag durch die Regelung unberührt bleibt. Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen sind dabei zu wahren.

 

 

Um Hinweisen auf mögliche Kindeswohlgefährdung nachzugehen ist ein einheitliches und abgestimmtes Verfahren notwendig. Dieses beinhaltet für alle Fachkräfte in der Schule standardisierte Beobachtungsbögen, ein einheitliches Verfahren und eine abgestimmte Dokumentation für die Einbeziehung oder mögliche Übergabe an die Jugendhilfe.

 

Sobald eine Einbeziehung oder Übergabe an die Jugendhilfe, Allgemeiner Sozialer Dienst erfolgt, setzt hier ein ebensolches in der Jugendhilfe abgestimmtes Standardverfahren ein.

 

 

 

 

Diese Kooperationsvereinbarung soll dazu dienen die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe  zu konkretisieren und durch Verfahrensabläufe und Zuständigkeiten Transparenz herzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Gudrun Thierhoff

Stadträtin

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Kooperationsvereinbarung zwischen Schulen und Jugendhilfe zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Kooperationsvereinbarung (80 KB)