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Vorlage - 2010/0268  

Betreff: Stadtumbau Wanne-Mitte - Einzelmaßnahmen in den Nebenstraßen der Hauptstraße

Punktuelle Umgestaltungen zur Verkehrsberuhigung und städtebaulicher Aufwertung in den Nebenstraßen der Hauptstraße zwischen der Stöckstraße und der Rathausstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Scheitler, Evelyn
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Strauch, Simone
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
06.05.2010 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Entscheidung
18.05.2010 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 54.01

Bez.: Öffentliche Verkehrsflächen

 

Nr.: 2

Bez.: Zuwendungen und allgemeine Umlagen

13.920 € / Jahr

ab Fertigstellung

(voraussichtlich 2011)

 

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibungen

- 17.400 € / Jahr

ab Fertigstellung

(voraussichtlich 2011)

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.510406.700.420

Nr.: 7.510406.700.520

Bez.: Stadtumbau West – Wanne-Mitte

Nr.: 1

Bez.: Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen

696.000 €

 

Nr.: 8

Bez.: Auszahlungen für Baumaßnahmen

- 870.000 €

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung Wanne beschließt punktuelle Umgestaltungsmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung und städtebaulichen Aufwertung in den Nebenstraßen der Hauptstraße in Wanne-Mitte (zwischen der Stöckstraße und der Rathausstraße) vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushalt sowie der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg zur Förderung der Maßnahme gemäß den Planunterlagen - Planungsstand 04.05.2010 - sowie der nachfolgenden Baubeschreibung.

 

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

 

1.      Allgemeines

 

Der Bereich der Nebenstraßen der Hauptstraße (Fußgängerzone) in Herne-Wanne liegt im Stadtumbaugebiet „Wanne-Mitte“ (siehe Anlage 1), welches den Geschäftsbereich von Wanne-Mitte umfasst. Im Stadtumbaugebiet werden gegenwärtig verschiedene Baumaßnahmen zur Neugestaltung und städtebaulichen Aufwertung geplant oder sind zum Teil bereits umgesetzt. Beispielhaft sind der Postpark, die Gerichtsstraße, der Buschmannshof oder die Wanner Straße zu nennen.

 

 

2.      Begründung

 

Um im Zuge des Stadtumbauprozesses „jetzt Wanne!“ eine Aufwertung des weiteren Umfelds der Fußgängerzone von Herne-Wanne zu erreichen, sollen punktuelle Gestaltungsmaßnahmen in den Nebenstraßen der Fußgängerzone realisiert werden. Es sind Maßnahmen für die Mozartstraße, die Beethovenstraße, die Parkstraße, die Hermannstraße, die Claudiusstraße, die Hülshoffstraße, die Haydnstraße und die Overhofstraße geplant. Zur Ausarbeitung des Konzepts wurde die Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH Brilon Bondzio Weiser durch die Stadt Herne beauftragt, eine Vor- und Entwurfsplanung zu erstellen.

 

 

2.1. Beschreibung der vorhandenen Situation

 

Zurzeit sind die Nebenstraßen der Hauptstraße städtebaulich und verkehrlich vorwiegend funktional gestaltet. Aus den ungeordneten Verkehrsflächen und breiten Straßenquerschnitten ohne optische Einengungen resultieren häufig überhöhte Fahrgeschwindigkeiten des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Die Flächen für den ruhenden Verkehr sind oftmals nicht geordnet oder explizit gekennzeichnet. Baumstandorte sind nicht gleichmäßig verteilt oder fehlen zum Teil gänzlich. Diese mangelnde Gestaltungsqualität wirkt sich negativ auf das Gesamterscheinungsbild aus.

Bei den geplanten Einzelmaßnahmen handelt es sich überwiegend um neue Aufpflasterungen, neue Baumstandorte und eine ergänzende Beschilderung. Weiterhin sollen Gehwege verbreitert und Barrieren ausgeglichen werden. An einer Kreuzung ist die Anlage eines Minikreisverkehrs geplant. Diese Maßnahmen sollen verkehrsberuhigend und verkehrslenkend wirken und so die gefahrenen Geschwindigkeiten reduzieren und die Verkehrsräume ordnen. Durch diese gestalterischen Maßnahmen soll eine städtebauliche Aufwertung des Gebietes, insbesondere des Umfeldes der Hauptstraße, erreicht werden.

 

 

2.2. Bürgerbeteiligung

 

Der Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung hat die Planungsgruppe „Stadtbüro“ mit der Durchführung der Bürgerbeteiligung und -information beauftragt. Während der Planungs- und Bauphase ist die Planungsgruppe als Ansprechpartner im Stadtumbaubüro Wanne präsent.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wird sichergestellt, dass betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie ansässige Gewerbetreibende in den Planungsprozess einbezogen und umfassend informiert sind. Am 11. März 2010 hat unter reger Beteiligung eine Informationsveranstaltung für Anwohner und Eigentümer stattgefunden, in der das Gesamtvorhaben positiv beurteilt wurde. Während dieser Veranstaltung und auch durch direkte Eingaben sind zahlreiche Änderungswünsche und Verbesserungsvorschläge an die Verwaltung herangetragen worden, die geprüft und wenn möglich eingearbeitet worden sind.

Maßgebliches Thema bei den Beschwerden der Bürger waren die zu hohen gefahrenen Geschwindigkeiten in den Nebenstraßen der Hauptstraße. Eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten soll durch die Anlage von Aufpflasterungen sowie durch den gezielten Einbau von Baumbeeten in den Straßenraum erreicht werden. Zum Teil wurden Baumstandorte nach Hinweisen der Bürger verändert oder versetzt. Teilweise waren die gewünschten Standortveränderungen nicht umsetzbar, da aufgrund der großen Anzahl von Versorgungsleitungen im Plangebiet maßgebliche Restriktionen zu beachten sind.

Ein weiterer Themenkomplex von großer Bedeutung waren die Stellplatzbereiche. Unerlaubtes und ungeordnetes Parken verhindert vielfach das Befahren von Zufahrten. Die Abgrenzung von Zufahrtsbereichen kann durch entsprechend platzierte Baumstandorte geregelt werden. Zudem ist das Problem des unerlaubten und ungeordneten Parkens mit der Bitte um vermehrte Kontrollen an den kommunalen Ordnungsdienst weitergegeben worden.

Weiterhin wurde von den Bürgern auf eine teilweise fehlende Beschilderung in den Zone-30-Bereichen aufmerksam gemacht. Die Aufstellung der fehlenden Verkehrszeichen ist bereits angeordnet. Weitere Anfragen zur Beschilderung und Markierung besonders in den verkehrsberuhigten Bereichen (Anordnung zusätzlicher Verkehrszeichen, mögliche Zusatzschilder, weitere Markierungen, Piktogramme) müssen verwaltungsintern noch abgestimmt werden.

 

 

2.3. Beschreibung der Baumaßnahmen

 

Claudiusstraße

Im westlichen Teil der Claudiusstraße, zwischen der Hauptstraße und der Hülshoffstraße, ist am nördlichen Fahrbahnrand auf Höhe des Gebäudes Claudiusstraße Nr. 5-7 der Bau eines vorgezogenen Seitenraumes geplant. Der vorgezogene Seitenraum hat eine Länge von 5,3 m und eine Breite von 2,1 m. Die Einfassung erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern des vorgezogenen Seitenraumes ausgeführt werden. Die Fahrbahnbreite an dieser Einengung beträgt 3,4 bis 3,9 m, da am südlichen Fahrbahnrand zunächst eine ca. 2,0 m breite Zick-Zack-Linie und in ca. 6,7 m Entfernung zum vorgezogenen Seitenraum Behinderten-Stellplätze mit einer Breite von 2,5 m vorhanden sind. Mit dieser Einengung, in deren Bereich kein Begegnungsverkehr möglich ist, soll eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten erreicht werden. Die Vorbeifahrt an der Einengung mit einem Lastkraftwagen (LKW) ist jederzeit gewährleistet.

 

Im östlichen Teil der Claudiusstraße, zwischen der Hülshoffstraße und der Rathausstraße, ist am südlichen Fahrbahnrand der Bau von sechs Baumbeeten geplant. Zwischen den ersten beiden Baumbeeten, die sich vor den Gebäuden Claudiusstraße Nr. 12 und Nr. 14 befinden, wird ein Abstand von 12,0 m eingehalten. Diese Fläche kann zukünftig als Stellplatz für zwei Personenkraftwagen (PKW) genutzt werden. Die weiteren Baumbeete befinden sich vor den Gebäuden Claudiusstraße Nr. 18, Nr. 20, Nr. 26 und Nr. 28. Zwischen dem dritten und vierten sowie dem fünften und sechsten Baumbeet wird ebenfalls ein Abstand von jeweils 12,0 m eingehalten. Diese Flächen können zukünftig als Stellplätze für jeweils zwei PKW genutzt werden. Die Abstände zwischen dem zweiten und dritten sowie dem vierten und fünften Baumbeet betragen 24,0 und 34,0 m. Diese Flächen sind für den Begegnungsfall LKW/PKW vorgesehen, da zwischen dem Parkstreifen auf der Nordseite und den Baumbeeten auf der Südseite der Hermannstraße nur rund 4,1 bis 4,2 m Fahrbahnbreite verbleiben, die nur dafür ausreicht, dass sich zwei PKW begegnen können. Die Baumbeete haben eine Länge von 5,0 m und eine Breite von 2,0 m. Die Einfassung erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern der Baumbeete ausgeführt werden. Ziele der Maßnahme sind die Steigerung der Attraktivität des Verkehrsraumes sowie die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten.

 

Der Knotenpunktbereich Claudiusstraße/Hülshoffstraße wird mit einer ca. 210 m² großen Aufpflasterung (Pflasterfläche) versehen. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird mit kurzen Anrampungen zu Beginn und am Ende der Pflasterfläche hergestellt, was zu einer deutlichen Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten führt. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen und bietet für sehbehinderte Personen eine ausreichende Abgrenzung zur Fahrbahn.

 

Der Einmündungsbereich in die Hülshoffstraße wird deutlich schmaler gestaltet, da die Einfahrt von der Claudiusstraße in die Hülshoffstraße zukünftig unterbunden wird. Hier wird das Verkehrszeichen 267 „Verbot der Einfahrt“ aufgestellt. Die nicht mehr für den fließenden Verkehr benötigten Flächen werden als Gehwegflächen angelegt.

 

Hülshoffstraße

Die Einfahrt von der Claudiusstraße in die Hülshoffstraße ist nicht mehr möglich. Die Hülshoffstraße wird zukünftig als „unechte Einbahnstraße“ genutzt, in die nur noch aus Richtung Süden eingefahren werden kann. Die Ausfahrt aus der Hülshoffstraße ist jedoch in beide Richtungen möglich. Ziele der Maßnahme sind die Unterbindung der Durchgangsverkehre, welche die Hülshoffstraße als Abkürzung nutzen sowie die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten.

 

Der Einmündungsbereich in die Hülshoffstraße/Claudiusstraße wird auf eine Breite von 3,8 m verringert, was den Begegnungsfall PKW / Rad ermöglicht. Die nicht mehr benötigten Flächen für den fließenden Verkehr stehen zukünftig den Fußgängern zur Verfügung. Vor dem Gebäude Claudiusstraße Nr. 10 wird die Fläche zusätzlich für den Bau eines rund 13 m² großen Baumbeetes genutzt.

Vor Gebäude Nr. 1 auf der Ostseite und Gebäude Nr. 6 auf der Westseite der Hülshoffstraße wird jeweils ein neues Baumbeet hergestellt. Die Baumbeete haben an der Gehwegvorderkante eine Länge von 5,0 m und am Fahrbahnrand eine Länge von 1,5 m. Sie werden mit einer Breite von 3,5 m ab Gehwegvorderkante hergestellt. Der fließende Verkehr wird in Fahrtrichtung mit Hilfe von in Radien versetzten Rundbordsteinen fahrdynamisch am Baumbeet vorbei geführt. Die Fahrbahnbreite im Bereich der Baumbeete beträgt rund 5,0 m, was den Begegnungsfall LKW / PKW ermöglicht.

 

Haydnstraße

Im westlichen Teil der Haydnstraße, zwischen der Hauptstraße und der Hülshoffstraße, ist zwischen den Flurstücken 393 im Norden und 439 im Süden die Herstellung einer rund 90 m² großen Aufpflasterung geplant, die direkt an die Fußgängerzone anschließt. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird aus Richtung Osten mit einer kurzen Anrampung hergestellt, im Westen schließt sie direkt an die Oberkante des vorhandenen Hochbordsteines an. Ziel der Maßnahme ist nicht die Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten. Vielmehr dient die Aufpflasterung der Verbreiterung der max. 1,0 m breiten vorhandenen Gehwege, deren Benutzung für mobilitätseingeschränkte Personen fast nicht möglich ist. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zukünftig zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen. Auf die Einfassung mit Rundbordsteinen kann aus Gründen der Oberflächenentwässerung nicht verzichtet werden.

 

Östlich der Zufahrt und westlich der Ausfahrt vom REWE-Parkplatz wird jeweils ein neues Baumbeet hergestellt. Dadurch wird die Länge des vorhandenen Parkstreifens auf der Südseite der Haydnstraße eindeutig begrenzt und die Ein- und Ausfahrtmöglichkeit des Parkplatzes verdeutlicht. Die Baumbeete haben eine Länge von rund 5,0 m und eine Breite von 2,0 m. Die Einfassung erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern der Baumbeete ausgeführt werden. Die Fahrbahnbreite beträgt 3,8 m, was den Begegnungsfall PKW/Rad ermöglicht. Zwischen den Baumbeeten können zukünftig noch vier Stellplätze von PKW genutzt werden.

 

Im Knotenpunktbereich Haydnstraße/Hülshoffstraße ist ein Mini-Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von rund 18,0 m geplant. Die Kreisfahrbahn wird in einer Breite von 4,5 m ausgeführt. Der Mini-Kreisverkehrsplatz erhält eine für den Schwerlastverkehr überfahrbare Mittelinsel, so dass auch zukünftig die Nutzung des Knotenpunktes für Lieferverkehre gesichert ist. Die überfahrbare Mittelinsel wird mit Rundbordsteinen eingefasst, die eine Auftrittshöhe von 3 bis 4 cm erhalten. Die vorhandenen Bordeinfassungen der Fahrbahnränder bleiben überwiegend erhalten. Lediglich die Bordeinfassung vor Gebäude Haydnstraße Nr. 13 wird versetzt, um den nur 1,4 m schmalen vorhandenen Gehweg auf mindestens 2,0 m zu verbreitern. Der Außenring des Mini-Kreisverkehrsplatzes und die Fahrstreifenbegrenzung der angrenzenden Straßen werden mit Hilfe von Fahrbahnmarkierungen hergestellt.

Im östlichen Teil der Haydnstraße, zwischen der Hülshoffstraße und der Rathausstraße, ist am nördlichen Fahrbahnrand der Bau eines Baumbeetes geplant. Das Baumbeet befindet sich vor dem Gebäude Rathausstraße Nr. 15 und verdeutlicht den Beginn des Parkstreifens am nördlichen Fahrbahnrand. Das Baumbeet erhält eine Länge von 5,0 m und eine Breite von rund 2,0 m. Die Einfassung erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern des Baumbeetes ausgeführt werden. Die Fahrbahnbreite im Bereich des Baumbeetes beträgt rund 5,0 m, was den Begegnungsfall LKW/PKW ermöglicht. Ziel der Maßnahme ist die Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten, daher wurde der Begegnungsfall LKW/PKW auf Fahrgeschwindigkeiten kleiner/gleich 40 km/h und eingeschränkte Bewegungsspielräume ausgelegt.

 

Mozartstraße

Im Knotenpunktbereich der Mozartstraße mit der Hauptstraße werden rund 220 m² Gehwegpflaster ausgetauscht, da die vorhandene Pflasterung nicht dem in den angrenzenden Bereichen verlegten Pflastermuster entspricht. Diese Gestaltungsmaßnahme dient der optischen Aufwertung des Innenstadtbereichs und der Integrierung des Einmündungsbereiches der Mozartstraße in die Hauptstraße.

Im Knotenpunktbereich der Mozartstraße mit der Beethovenstraße wird in der Einmündung zur Mozartstraße eine rund 50 m² große Aufpflasterung hergestellt. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird mit kurzen Anrampungen zu Beginn und am Ende der Pflasterfläche hergestellt, was zu einer deutlichen Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten führt. Als Abgrenzung zur Beethovenstraße erhält die Aufpflasterung in Verlängerung des nördlichen Fahrbahnrandes der Beethovenstraße eine Einfassung mit Rundbordsteinen, die mit einer Auftrittshöhe von 3 cm ausgeführt werden. Damit wird die Mozartstraße, deren Verkehrsaufkommen sich auf Anwohner und Parkplatznutzer beschränkt, der Beethovenstraße eindeutig verkehrstechnisch untergeordnet. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen und bietet für sehbehinderte Personen eine ausreichende Abgrenzung zur Fahrbahn.

 

Beethovenstraße

Im Knotenpunktbereich Stöckstraße/Beethovenstraße wird in der Einmündung zur Beethovenstraße eine rund 120 m² große Aufpflasterung hergestellt. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird mit kurzen Anrampungen zu Beginn und am Ende der Pflasterfläche hergestellt, was zu einer deutlichen Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten führt. Als Abgrenzung zur übergeordneten Stöckstraße erhält die Aufpflasterung in Verlängerung des östlichen Fahrbahnrandes der Stöckstraße eine Einfassung mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt ebenfalls mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 2 bis 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen und bietet für sehbehinderte Personen eine ausreichende Abgrenzung zur Fahrbahn.

 

Im Parkstreifen am nördlichen Fahrbahnrand werden vor den Gebäuden Beethovenstraße Nr. 10 und Nr. 12 insgesamt zwei Baumstandorte ergänzt. Dabei wird der vorhandene Abstand von 13,5 m zwischen den vorhandenen Baumstandorten aufgegriffen und fortgeführt. Die Baumstandorte werden mit Tiefbordsteinen eingefasst und verbleiben vollständig im vorhandenen Parkstreifen, so dass die Fahrbahnbreite der Beethovenstraße nicht eingeschränkt wird.

 

Parkstraße/Schubertstraße

Im Knotenpunktbereich Stöckstraße/Parkstraße wird in der Einmündung zur Parkstraße eine rund 90 m² große Aufpflasterung hergestellt. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird mit kurzen Anrampungen zu Beginn und am Ende der Pflasterfläche hergestellt, was zu einer deutlichen Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten führt. Als Abgrenzung zur übergeordneten Stöckstraße erhält die Aufpflasterung in Verlängerung des östlichen Fahrbahnrandes der Stöckstraße eine Einfassung mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt ebenfalls mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen und bietet für sehbehinderte Personen eine ausreichende Abgrenzung zur Fahrbahn.

 

Im Knotenpunktbereich der Schubertstraße mit der Parkstraße wird in der Einmündung zur Schubertstraße eine rund 55 m² große Aufpflasterung hergestellt. Die technische Ausführung der  Aufpflasterung entspricht der der Parkstraße. Als Abgrenzung zur Parkstraße erhält die Aufpflasterung in Verlängerung des südlichen Fahrbahnrandes der Parkstraße eine Einfassung mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Damit wird die Schubertstraße, deren Verkehrsaufkommen sich auf Anwohner und Parkplatznutzer beschränkt, der Parkstraße eindeutig verkehrstechnisch untergeordnet. Die Einfassung der Gehwege erfolgt in gleicher Weise wie für den Knotenpunktbereich Stöckstraße /Parkstraße vorgesehen. Mit dieser Maßnahme soll eine Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten und eine deutliche Verbesserung der Querungssituation für Fußgänger bewirkt werden.

 

Overhofstraße

Im Gehweg auf der Nordseite der Overhofstraße wird vor dem Gebäude Overhofstraße Nr. 4 ein Baumstandorte ergänzt. Damit wird der vorhandene große Abstand zwischen den Baumstandorten verringert. Der Baumstandort wird mit Tiefbordsteinen eingefasst und verbleibt vollständig im vorhandenen Gehweg, so dass die Fahrbahnbreite der Overhofstraße nicht eingeschränkt wird. Die Planung eines weiteren Baumstandortes vor dem Gebäude Overhofstraße Nr. 4a wurde verworfen, da dieses Gebäude ein Glasvordach besitzt, welches durch herab fallende Äste beschädigt werden könnte.

 

Hermannstraße

Im westlichen Teil der Hermannstraße, zwischen der Hauptstraße und der Geh- und Radwegverbindung zwischen der Hermannstraße und der Kolpingstraße, ist am nördlichen Fahrbahnrand auf Höhe des Gebäudes Hermannstraße Nr. 3 der Bau eines vorgezogenen Seitenraumes geplant. Der vorgezogene Seitenraum hat eine Länge von 5,0 m und eine Breite von 2,0 m. Die Einfassung erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern des vorgezogenen Seitenraumes ausgeführt werden. In rund 16,0 m Abstand ist am südlichen Fahrbahnrand auf Höhe des östlich gelegenen Gebäudes Hermannstraße Nr. 6 der Bau eines Baumbeetes geplant. Die Größe des Baumbeetes und die Bordeinfassung entsprechen der Ausführung, die für den vorgezogenen Seitenraum vorgesehen ist. Die Fahrbahnbreite im Bereich dieser Einengungen beträgt 4,0 m. Mit diesen versetzten Einengungen, in deren Bereich der Begegnungsfall PKW / PKW nur begrenzt möglich ist und der Begegnungsfall LKW / PKW nicht möglich ist, soll eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten erreicht werden.

 

In Verlängerung der Geh- und Radwegverbindung zwischen der Hermannstraße und der Kolpingstraße wird die Hermannstraße mit einer ca. 55 m² große Aufpflasterung (Pflasterfläche) versehen. Die Aufpflasterung wird mit einer Überhöhung von ca. 10 cm gegenüber dem übrigen Fahrbahnniveau hergestellt. Die Überhöhung wird mit kurzen Anrampungen zu Beginn und am Ende der Pflasterfläche hergestellt, was zu einer deutlichen Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten führt. Die Einfassung der Gehwege im Bereich der Aufpflasterung erfolgt mit Rundbordsteinen, die eine Auftrittshöhe von 3 cm erhalten. Diese geringe Auftrittshöhe führt zu einer barrierefreien Querungssituation für mobilitätseingeschränkte Personen und bietet für sehbehinderte Personen eine ausreichende Abgrenzung zur Fahrbahn.

 

Im östlichen Teil der Hermannstraße, zwischen der Rathausstraße und der Geh- und Radwegverbindung zur Kolpingstraße, ist der Bau von zwei Baumbeeten und die Herstellung eines vorgezogenen Seitenraumes geplant. Das erste Baumbeet ist am südlichen Fahrbahnrand vor Gebäude Hermannstraße Nr. 16 geplant. Es hat eine Länge von rund 6,0 m und eine Breite von rund 2,6 m. Das zweite Baumbeet hat eine Länge von 5,0 m und eine Breite von 2,0 m. Es ist am südlichen Fahrbahnrand vor Gebäude Hermannstraße Nr. 38 geplant. Der vorgezogene Seitenraum vor der Außentreppe des Gebäudes Hermannstraße Nr. 31 erhält eine Länge von rund 6,0 m und eine Breite von 2,0 m. In diesem Bereich reduzierte sich die vorhandene Gehwegbreite von 1,7 m auf nur noch rund 50 cm, so dass mobilitätseingeschränkte Personen entweder auf die Fahrbahn oder auf den gegenüberliegenden Gehweg ausweichen mussten. Dieser Bereich wird zukünftig deutlich barrierefreier ausgestaltet.

 

Die Einfassung der Baumbeete und des vorgezogenen Seitenraumes erfolgt mit Hochbordsteinen, die mit einer 45°-Führung an den Rändern ausgeführt werden. Die Fahrbahnbreite im Bereich der Baumbeete und des vorgezogenen Seitenraumes beträgt rund 4,0 m. Mit diesen versetzten Einengungen, in deren Bereich der Begegnungsfall PKW / PKW nur begrenzt möglich ist und der Begegnungsfall LKW/PKW nicht möglich ist, soll eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten erreicht werden. Der Begegnungsfall PKW/Rad ist in jedem Fall ohne Einschränkung möglich.

 

 

2.4 Technische Gestaltung der Baumaßnahme (Entwässerung und Leitungen)

 

Eine zusätzliche Versiegelung von vorhandenen Grünflächen ist nicht geplant. Die vorhandenen Straßenabläufe bleiben daher überwiegend erhalten. Nur im Bereich der geplanten Aufpflasterungen werden durch die Aufpflasterungen neue Straßenabläufe notwendig, die an das vorhandene Kanalnetz angeschlossen werden.

Im Plangebiet befinden sich zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen der Stadtentwässerung Herne, der Telekom AG, der Wasserversorgung Herne, der Stadtwerke Herne, der e.on Fernwärme sowie von Unitymedia. Detaillierte Informationen über den genauen Verlauf der Ver- und Entsorgungsleitungen wurden bereits im Vorfeld eingeholt, damit die Lage der möglichen neuen Baumstandorte festgelegt werden konnte. Der in den technischen Regelwerken geforderte Mindestabstand zu vorhandenen Kanälen, Fernwärmeleitungen, Wasserleitungen und Gasleitungen wird bei allen geplanten Baumstandorten eingehalten.

 

 

2.5. Durchführung der Baumaßnahmen

 

Mit der Durchführung der Maßnahme soll Anfang des Jahres 2011 begonnen werden. Es ist geplant, die Maßnahme weitestgehend unter Aufrechterhaltung des Verkehrs durchzuführen. Details zur Verkehrsführung werden im Zuge der Ausführungsplanung festgelegt

 

3. Bauzeit und Finanzierung

 

Die Bauzeit für die Einzelmaßnahmen beträgt insgesamt ca. 6 Monate.

 

Die Kosten der punktuellen Gestaltungsmaßnahmen wurden im Rahmen der Vorplanung überschlägig ermittelt und belaufen sich brutto, einschl. Baunebenkosten, auf ca. 870.000 €.

 

Die Maßnahmen sollen im Rahmen des Stadtumbaus Wanne-Mitte mit 80% der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

 

Die Maßnahme ist nach den Bestimmungen des § 8 KAG NW nicht beitragspflichtig.

 

Die Einzelmaßnahmen in den Nebenstraßen der Hauptstraße können vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushalt sowie der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg realisiert werden.

 

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Terhoeven

(Stadtrat)

      

Anlagen:

Anlagen:

Plan Stadtumbaugebiet West

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Stadtumbaugebiet Wanne Mitte 14 April09 (2133 KB)