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Vorlage - 2010/0277  

Betreff: Kompensationsmaßnahme Linie 306

Teilentsiegelung der Paderborner Straße östl. Teilstück zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Behrens, Stefan
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Strauch, Simone
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
06.05.2010 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
12.05.2010 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Entscheidung
20.05.2010 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.541005.705

Bez.: Linie 306

Nr.: 1

Bez.: Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen

   143.200 €

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung Herne-Mitte beschließt vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushalt der Stadt Herne die Teilentsiegelung der Paderborner Straße (östl. Teilstück) zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße gemäß den Planunterlagen der Verwaltung vom 28.08.2002 sowie der nachfolgenden Baubeschreibung.

                                         

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Teilentsiegelung

 

1.1   Sachverhalt

 

 

Im Rahmen der Planfestellung „Beschleunigung der Straßenbahnlinie 306 und Bau eines Radweges im Zuge der Hauptstraße (L664) in Herne“ vom 22. April 2002 wurden Kompensationsmaßnahmen jenseits der Streckenführung gefordert. Hierzu fasste der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung am 15.01.2002 den Beschluss, aus dem Handlungskonzept zur Entsiegelung von Flächen die Maßnahme M4, „Paderborner Straße östl. Teilstück zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße“ als Kompensationsfläche für den Ausbau der Straßenbahnlinie 306 in Herne zu entwickeln.

 

Das östliche Teilstück der Paderborner Straße, welches durch die Teilentsiegelung als Kompensations­maßnahme für den beschleunigten Ausbau der Linie 306 vorgesehen ist, befindet sich zwischen der Einmündung Juliastraße und dem ehemaligen Anschluss an die Rottbruchstraße. Im Knoten Rottbruchstraße, Paderborner Straße und Beckumer Straße ist die Paderborner Straße durch Pfosten von der Rottbruchstraße abgebunden. .

Die Fahrbahnbreite des östlichen Teilstücks der Paderborner Straße beträgt im Mittel ca. 8,0m.

Beidseitig ist auf der gesamten Länge ein Gehweg mit Hochbord und einer mehrzeiligen Entwässerungsrinne aus Naturstein vorhanden. Es befinden sich zahlreiche Gehwegüberfahrten mit Bordabsenkungen auf beiden Seiten. Die Gehwege weisen im Verlauf des Straßenabschnittes unterschiedliche Breiten auf, welche zwischen 2,80m bis 3,60m variieren. Der südliche Gehweg der Paderborner Straße ist mit Pflaster 10/20cm im Verbund ausgebaut. Die Oberfläche des nördlichen Gehweges ist in Asphaltbauweise hergestellt. Im Kurvenbereich ist der Asphalt des nördlichen Gehweges beschädigt.

Die Parksituation wird nicht durch zusätzliche verkehrsrechtliche Anordnungen geregelt.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der östlichen Paderborner Straße zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße ist mit 30 km/h angeordnet.

 

1.2 Maßnamenbeschreibung

 

Es ist geplant, den Straßenraum unter Berücksichtigung der Grundstückszufahrten, so aufzuteilen, dass beidseitig Längsparkstreifen entstehen, die durch Baumscheiben der zu pflanzenden Bäume getrennt werden.

Im Zuge der Teilentsiegelung wird der nördliche Gehweg erneuert. Der vorhandene Asphaltbelag wird entfernt. Analog dem Gehweg der gegenüberliegenden Straßenseite wird die Oberfläche mit einem 10/20cm Pflaster im Verbund  hergestellt.

Im gesamten Straßenabschnitt Paderborner Straße östliches Teilstück zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße sind 14 Baumscheiben mit insgesamt 16 neu zu setzenden Bäumen geplant (in zwei Baumscheiben werden jeweils zwei Baumstandorte realisiert). Die Baumart ist noch durch den zuständigen Fachbereich 55 - Stadtgrün festzulegen.

Durch diese Maßnahme werden ca. 185m² Straßenfläche entsiegelt.

Der Anschluss der Baumscheiben im Gehwegbereich erfolgt niveaugleich. Die Baumscheiben­einfassungen verschwenken in die Fahrbahn, somit wird die gerade Linienführung des Bordes unterbrochen. Zwischen den Baumscheiben werden 23 Längsstellplätze hergestellt. Der Fahrbahnquerschnitt wird durch die Baumscheiben und die Stellplätze auf eine Breite von ca. 5,50m reduziert.

Um eine ausreichende, regelgerechte Stellplatzbreite herstellen zu können, ist es notwenig den vorhandenen  Bord und die Natursteinrinne auf beiden Seiten der östlichen Paderborner Straße aufzunehmen. Der Bord wird so versetzt, dass die nötige Stellplatzbreite von 2,00m hergestellt werden kann und der Gehweg auf eine Durchschnittsbreite von 2,60m (minimal 2,30m) verjüngt wird.

 

Die optisch deutlich wahrnehmbare Fahrbahneinengung soll zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit beitragen.

 

Die vorhandene Parksituation wird sich durch die Teilentsiegelung und der oben ausgeführten klaren Anordnung der Stellplätze längs zwischen den Baumscheiben entspannen.

 

Die geplanten Baumstandorte sind wurden innerhalb der Verwaltung abgestimmt.

 

Im Rahmen der Teilentsiegelung wird der Einmündungsbereich Rottbruchstraße in die östliche Paderborner Straße weiterhin durch Poller abgebunden sein. Geplant ist, die Fahrbahn in diesem Bereich niveaugleich an den vorhandenen Gehweg der Rottbruchstraße anzuschließen.

 

Die Sackgasse des östlichen Teilstücks der Paderborner Straße bleibt erhalten. Im Bereich der Abbindung von der Rottbruchstraße ist als Abgrenzung der Sackgasse eine Aufpflasterung geplant. Eine Überfahrt der Aufpflasterung wird teils durch feste und teils durch herausnehmbare Pfosten versperrt. Lediglich Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr und Fahrzeuge der Müllabfuhr können nach wie vor von der Paderborner Straße in die Rottbruchstraße ein- und ausfahren.

 

Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird umgesetzt und der neuen Planung angepasst.

 

Die beschriebenen Maßnahmen werden den Straßenraum der östlichen Paderborner Straße baulich und optisch positiv verändern. Eine wesentliche Aufwertung des Erscheinungsbildes und der Aufenthaltsqualität ist zu erwarten.

 


1.3 Kosten/Finanzierung

 

Die Teilentsiegelung des östlichen Teilstücks der Paderborner Straße zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße ist mit ca. 143.200 Euro veranschlagt.

Die Haushaltsmittel stehen im Haushaltsplan 2010 unter der Nummer der Investitionsmaßnahme 54.01.11.00005 Linie 306 zur Verfügung.

 

1.4 KAG

Die Kompensationsmaßnahme durch die Teilentsiegelung des östlichen Teilstücks der Paderborner Straße zwischen Juliastraße und Rottbruchstraße ist nach § 8 KAG nicht beitragspflichtig.

 

 

1.5 Maßnahmenumsetzung

Es ist geplant die Teilentsiegelung in der 2. Jahreshälfte 2010 zu beginnen. Die Baumpflanzungen sind zeitlich mit FB 55 abzustimmen.

 

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung                             

 

 

 

 

(Terhoeven)

Stadtrat     

Anlagen:

Anlagen:

 

 Plan Kompensationsmaßnahme

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Versorgungsl_Planung_A-Lage 250 o.F. (451 KB)