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Vorlage - 2010/0280  

Betreff: Anlage eines Radfahrstreifens an der Bochumer Straße L 551 im Bereich zwischen der Südstraße und Kreuzung Westring/Hölkeskampring
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Stalla, Fredy
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Anhörung
06.05.2010 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
20.05.2010 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Allgemeines

Die Bochumer Straße zwischen Südstraße und Westring ist Bestandteil der L 551 und dient (als ehemalige B 51) der Anbindung Hernes an Bochum und Recklinghausen. In diesem Abschnitt fuhr die Straßenbahn Linie 5, die in den 80ern durch die U 35 ersetzt wurde. In

o. g. Abschnitt sind noch die Gleise der ehemaligen Straßenbahn vorhanden, die in Zukunft, im Zusammenhang eines Straßenumbaus, entfernt werden. Die Bogestra ist verpflichtet, nur die Gleise und das Pflaster zu entfernen, alle weiteren Arbeiten gehen zu Lasten der Stadt Herne. Wann die Mittel für einen Umbau zur Verfügung stehen werden, ist vorerst nicht absehbar.

 

2. Veranlassung

Bereits im Gutachten des „Büro für integrierte Stadt- und Verkehrsplanung GmbH“ (BiS Bonn) wurde Ende 2000 ein Radweg auf der Bochumer Straße als Lückenschluss gefordert. Auf Grund des Ausbaus der B 51 in Bochum und des geplanten Ausbaus der Bochumer Straße auf Herner Stadtgebiet bis zur Einmündung Südstraße bietet sich an, den Radweg bis zum Westring weiter zu führen. Daneben wird der Radverkehr durch die Beschilderung des landesweiten Radwegenetzes auf diese Route gebündelt.

Eine sichere Führung für Radfahrer (Radweg, Angebotsstreifen) ist derzeit nicht vorhanden.

 

3. Maßnahmenbeschreibung

Auf Grund der vor genannten verkehrlichen Bedeutung für den Radverkehr und der hierzu im Widerspruch stehenden unsicheren Führung der Nutzer wurde das Ingenieurbüro Spitzbarth & Oertel GmbH zur Erstellung einer Radwegeentwurfsplanung beauftragt. Ziel ist, eine kostengünstige Übergangslösung zwischen dem jetzigen Zustand und dem späteren Umbau zu entwickeln.

Das Ingenieurbüro hat zwei Planungsvarianten mit folgendem Ergebnis erarbeitet:

 

Variante 1

Die Planung sieht im Wesentlichen die Anlage eines 2,25 m breiten Radfahrstreifens (inkl. 0,25 m Breitstrich) vor. Die Verkehrsführung des MIV wird auf jeweils eine durchgängige Fahrspur mit einer Breite von 3,25 m begrenzt. Die vorhandenen Abbiegeverhältnisse bleiben erhalten. An der Einmündung zur Straße Regenkamp wird der links abbiegende Radfahrer vor dem Knotenpunkt rechts auf den Gehweg geführt. Diese Maßnahme soll eine sichere Querung der Bochumer Straße über die nördliche Furt ermöglichen. In zwei weiteren Abbiegebeziehungen ist die Einrichtung von separaten Radfahrabbiegespuren geplant. Bedingt durch die Markierung des Radfahrstreifens befährt der MIV die vorhandene Gleistrasse (Pflaster, Schiene) in einer Breite von ca. 1 m.

 

Variante 2

Die Planung sieht im Wesentlichen die minimal zulässige Anlage eines Radfahrstreifens (1,5 m inkl. 0,25 m Breitstrich) vor. Analog zur Variante 1 wird die Verkehrsführung des MIV auf jeweils eine durchgängige Fahrspur mit einer Breite von 3,25 m begrenzt. Die Führung der Radfahrer im Bereich der Einmündung zur Straße Regenkamp erfolgt wie in der Variante 1 beschrieben. Im Gegensatz zur Variante 1 befährt der MIV die vorhandene Gleistrasse nur teilweise in einer Breite von maximal 0,30 m.

 

In den vorbeschriebenen Varianten wird die verbleibende Restfläche des Straßenraums (Gleisbereich), mit Ausnahme der vorhandenen Abbiegespuren, durch Markierung von Schraffen der Nutzung durch den MIV entzogen.

 

4. Zusammenfassung

Beide Maßnahmenvarianten verbessern die Situation für den Radverkehr wesentlich. In der Variante 1 wird dem Radfahrer ein komfortablerer Sicherheitsraum zur Verfügung gestellt. Das zwingende Nutzen eines Teils der Gleistrasse durch den MIV wird weiterhin zu wahrnehmbaren Belastungen der Anwohner durch Lärmimmissionen führen.

In der Variante 2 wird dem Radfahrer ein ausreichender Sicherheitsraum geboten, der dem angedachten Charakter einer gewünschten Übergangslösung genügt. Die geringfügige Nutzung der Gleisrandbereiche durch den MIV wird zu einer deutlichen Reduzierung der Lärmbelastung für die betroffenen Anwohner führen.

In beiden Varianten wird der verbleibende Mittelraum mit einer Schraffur (0,25 m breit) im Abstand von 3,0 m markiert. Vorhandene überflüssige Markierungen werden entfernt.

Die Planungsvarianten wurden in der Projektgruppe Radverkehr vorgestellt und besprochen. Ein deutliches Votum zeigt sich hier pro Variante 2.

      

Anlagen:

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Bochumer Str (148 KB)