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Vorlage - 2010/0521  

Betreff: Edmund-Weber-Straße zwischen Wakefieldstraße und Ottostraße - Fahrbahnsanierung
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:1. Drews, Maik
2. Scheitler, Evelyn
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Strauch, Simone
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
07.09.2010 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
23.09.2010 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 54.01

Bez.: Öffentliche Verkehrsflächen

Nr.: 7

Bez.: Sonstige ordentliche Erträge

________________________

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibungen

 

 

 

______________________

- 8.660 € / Jahr

ab Fertigstellung

(voraussichtlich 2011)

 

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

7.541.029.700.200

7.54.047.700.200

7.541.052.700.200

 

 

Nr.: 4

Bez.: Einzahlungen aus Beiträgen und allg. Entgelten

________________________

Nr.: 8

Bez.: Auszahlungen für Tiefbaumaßnahmen

 

 

 

_______________________  

                      -  433.000 €

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung Herne-Eickel beschließt die Fahrbahnsanierung der Edmund-Weber-Straße zwischen Wakefieldstraße und Ottostraße sowie die Aufpflasterung des Einmündungsbereichs Marktstraße gemäß den Planunterlagen (Planungsstand August 2010) und der nachfolgenden Baubeschreibung.

 

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1.      Allgemeines

 

Die Edmund-Weber-Straße liegt im Stadtbezirk Herne-Eickel und ist eine wichtige Verkehrsachse im Ortsteil Röhlinghausen. Gegenständlicher Bereich der vorliegenden Maßnahmenbeschreibung ist der Abschnitt zwischen Wakefieldstraße und Ottostraße. Es ist angedacht, dort eine Sanierung der Fahrbahn durchzuführen. Gleichzeitig soll der Einmündungsbereich zur Marktstraße niveaugleich  umgebaut werden, so dass den Belangen aller Verkehrsteilnehmer -insbesondere der mobilitätseingeschränkten Personen- Rechnung getragen und das Prinzip der Barrierefreiheit berücksichtigt wird. Dem Kontinuitätsprinzip folgend sollen auch die vorhandenen Haltestellen „Königsgruber Straße“ und „Röhlinghausen Markt“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) sowie alle Querungshilfen maßnahmenbegleitend barrierefrei ausgebildet werden.

 

 

2.      Begründung

 

Die Edmund-Weber-Straße ist eine Hauptverkehrsstraße im relevanten Straßennetz der Stadt Herne.  Die tägliche Querschnittsbelastung beträgt ca. 10.000 Fahrzeuge mit einem Schwerlastanteil von ca. 7%. Verursacht durch die hohe Verkehrsbelastung aus motorisiertem Individualverkehr (MIV) und öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) ist die Fahrbahnoberfläche dieses Straßenabschnitts sehr stark beschädigt.

 

 

2.1. Beschreibung der vorhandenen Situation

 

Der gegenständliche Abschnitt der Edmund-Weber-Straße hat eine Länge von ca. 800 Metern. Die Fahrbahn ist in unterschiedlichen Breiten von 5,00 m bis 7,50 m ausgebaut. Der Streckenabschnitt lässt sich in unterschiedlich zu charakterisierende Bereiche unterteilen.  In den Abschnitten zwischen  Wakefieldstraße und Albert-Kelterbaum-Straße sowie zwischen Marktstraße und Ottostraße ist die Fahrbahnoberfläche in Asphaltbauweise hergestellt. Für jede Fahrtrichtung ist eine Fahrspur mit variierenden Breiten zwischen je 3,25 m und 3,75 m vorhanden. Innerhalb dieser Bereiche befinden sich die ÖPNV-Haltestellen „Königsgruber Straße“ und „Röhlinghausen Markt“ mit je einer Haltestelle pro Fahrtrichtung. Auch in den Haltestellenbereichen ist die Fahrbahn in Asphalt ausgebaut.

Zwischen diesen beiden Abschnitten befindet sich, an die öffentliche Verkehrsfläche angrenzend, ein Geschäftsbereich. Die Fahrbahnoberfläche ist hier in Pflasterbauweise hergestellt. Hier sind an mehreren Stellen Querungsbereiche optisch durch eine veränderte Pflasteroberfläche gekennzeichnet.

Die Einmündungsbereiche der Bergmannstraße und der Albert-Kelterbaumstraße zur Edmund-Weber-Straße sind durch Aufpflasterungen niveaugleich gestaltet.

Die Edmund-Weber-Straße wird in diesem Bereich von mehreren Buslinien frequentiert.

Insgesamt sind im Bereich der Fahrbahn der Edmund-Weber-Straße sowohl in der Oberfläche als auch im Oberbau derzeit maßgebliche Beschädigungen festzustellen. Trotz erhöhter Unterhaltungsaufwendungen durch den städtischen Bauhof ist es nicht möglich, den jetzigen Zustand zu erhalten, da die Fahrbahn insgesamt infolge des Verkehrs und der Witterung immer stärker beschädigt wird.

 

 

2.2 Beschreibung der Baumaßnahme

 

Aufgrund der vorangegangenen Beschreibung ist es notwendig, die Fahrbahn durchgängig zu sanieren.

 

2.2.1 Wakefieldstraße bis Königsgruber Straße

 

Der Ausbaubereich zwischen Wakefieldstraße und Königsgruber Straße ist im Vollausbau in einer RStO-gerechten Fahrbahnkonstruktion in Bauklasse III zu errichten. Der vorhandene Oberbau unter der bestehenden Asphaltdecke ist als nicht mehr tragfähig einzustufen.

 

Die Fahrbahnkonstruktion wird sich nach Fertigstellung gemäß der Bauklasse III wie folgt darstellen:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              4 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

              15 cm Schottertragschicht (HKS)

              32 cm Frostschutzschicht (RCL)

 

Die ÖPNV-Haltestelle „Königsgruber Straße“ wird maßnahmenbegleitend in beiden Fahrtrichtungen als Buskap mit einer Auftrittshöhe von 16 cm ausgebildet. Die Möblierung sowie die taktilen Einrichtungen werden dem heutigen Standard angepasst.

Auf Höhe des Hauses Edmund-Weber-Straße Nr. 165 befindet sich eine Mittelinsel, die Fußgängern das sichere Queren der Fahrbahn ermöglicht. Diese wird ebenso wie die angrenzenden Gehwegabsenkungen mit taktilen Elementen versehen. 

 

 

2.2.2 Königsgruber Straße bis Geschäftsbereich

 

Im Ausbaubereich zwischen Königsgruber Straße und dem Beginn des Geschäftsbereichs (ungefähr Einmündung Albert-Kelterbaum-Straße) werden die Asphaltschichten bis zur Schottertragschicht entfernt. Der verbleibende Aufbau wird zusätzlich neu verdichtet und dann mit neuen Asphaltschichten versehen. Die Asphaltschichten werden gemäß der Bauklasse III in folgenden Stärken ausgebildet:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              4 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

 

Zwischen den Häusern Edmund-Weber-Straße Nr. 182a und Nr. 184 befindet sich eine Mittelinsel, die Fußgängern das sichere Queren der Fahrbahn ermöglicht und maßgeblich zur Geschwindigkeitsminderung beiträgt. Diese wird im Zuge der Fahrbahnsanierung -ebenso wie die angrenzenden Gehwegabsenkungen- mit taktilen Elementen versehen. 

 

 

2.2.3 Geschäftsbereich

 

Im folgenden Ausbaubereich befindet sich das Geschäftszentrum des Ortsteils Röhlinghausen. Die Fahrbahn in zurzeit mit einer Betonsteinoberfläche ausgebildet. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastungen, der Spurbefahrung durch eine Vielzahl von Bussen, des aus dem Pflasterbelag resultierenden Verkehrslärms sowie einem erhöhten Unterhaltungsaufwand soll die bestehende Pflasteroberfläche entfernt werden. Der verbleibende Aufbau wird zusätzlich neu verdichtet und dann mit neuen Asphaltschichten versehen. Die Asphaltschichten werden gemäß der Bauklasse III in folgenden Stärken ausgebildet:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              4 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

 

In diesem Abschnitt wird zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die hier besonders häufig querenden Fußgänger die Asphaltdeckschicht in farbigem Asphalt eingebaut. Ziel ist hier, die Aufmerksamkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Da die angestrebte Bündelung der Fußgängerströme durch die jetzt vorhandenen optisch hervorgehobenen Querungsbereiche nicht möglich war, sollen diese zukünftig entfallen. Der gesamte Geschäftsbereich wird eine einheitliche Fahrbahnoberfläche in der Farbe rotbraun erhalten. An den Einmündungen Albert-Kelterbaum-Straße/Edmund-Weber-Straße und Bergmannstraße/Edmund-Weber-Straße sind die Einmündungsbereiche bereits niveaugleich aufgepflastert. Die Anrampungen sind auf beiden Seiten der Aufpflasterungen zurzeit mit einem Dreiecksmuster aus farbig abgesetzten Betonsteinen ausgeführt. Das Betonsteinpflaster der Anrampungsbereiche soll entfernt und durch Betonsteinpflaster in Altstadtoptik, das im Geschäftsbereich entfernt wird, ersetzt werden. Der Übergang zur Edmund-Weber-Straße soll an beiden Einmündungen mit einem Rundbord und einer einreihigen Entwässerungsrinne baulich und optisch hervorgehoben werden.

 

 

2.2.4 Marktstraße bis Ottostraße

 

Im Ausbaubereich zwischen Marktstraße und Ottostraße werden die Asphaltschichten bis zur Schottertragschicht entfernt. Der verbleibende Aufbau wird zusätzlich neu verdichtet und dann mit neuen Asphaltschichten versehen. Die Asphaltschichten werden gemäß der Bauklasse III in folgenden Stärken ausgebildet:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              4 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

 

Die ÖPNV-Haltestelle „Röhlinghausen Markt“ wird maßnahmenbegleitend in beiden Fahrtrichtungen als Buskap mit einer Auftrittshöhe von 16 cm ausgebildet. Die Möblierung sowie die taktilen Einrichtungen werden dem heutigen Standard angepasst.

Im Bereich der Haltestelle „Röhlinghausen Markt“ befinden sich zwei Mittelinseln, die Fußgängern das sichere Queren der Fahrbahn ermöglicht. Diese werden ebenso wie die angrenzenden Gehwegabsenkungen mit taktilen Elementen versehen. 

 

Der Einmündungsbereich der Marktstraße in die Edmund-Weber-Straße wird niveaugleich aufgepflastert. Die Aufpflasterung wird mit den Materialien, die im Geschäftsbereich entfernt werden (Betonsteinpflaster in Altstadtoptik), ausgeführt.

 

 

2.3 Fahrbahndeckenausbildung im Haltestellenbereich

 

Die Fahrbahndecke in den Haltestellenbereichen „Königsgruber Straße“ und „Röhlinghausen Markt“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) ist derzeit analog der übrigen Fahrbahndecke in Asphalt ausgebaut. Es zeigen sich deutliche Fahrbahnschäden in Form von Spurrillen und Aufwerfungen. Die vorhandenen Schäden deuten darauf hin, dass aufgrund des hohen Nutzungsgrades eine Wiederherstellung dieser Bereiche in der vorherigen Bauweise nicht ausreichen wird. Zur Vermeidung neuerlicher Schadensbildungen soll die Fahrbahn im Bereich der Haltestellen in Beton ausgebaut werden.

 

 

2.4 Technische Gestaltung der Baumaßnahme (Entwässerung und Kanal)

 

Die vorhandenen Straßenabläufe bleiben weitestgehend erhalten. Es müssen an zwei Stellen im Bereich der nördlichen ÖPNV-Haltestelle „Röhlinghausen Markt“ Straßenabläufe versetzt werden. Unter der beplanten Fläche verläuft ein öffentlicher Kanal. Es ist vorgesehen, diesen im Bereich zwischen Wakefieldstraße und Gudrunstraße zwischen 2015 und 2020 zu erneuern. Zurzeit wird geprüft, ob eine Koordinierung der beiden Maßnahmen durch eine Vorverlegung der Kanalbaumaßnahme der SEH erfolgen kann.

 

 

2.5 Durchführung der Baumaßnahmen

 

Die Durchführung der Maßnahme soll spätestens im ersten Quartal des Jahres 2011 erfolgen. Es ist geplant, die Maßnahme teilweise unter Aufrechterhaltung des Verkehrs sowie unter Umleitung der ÖPNV-Linien durchzuführen. Hierzu erfolgen zurzeit Abstimmungsgespräche mit den betreffenden Verkehrsbetrieben. Im Geschäftsbereich ist aufgrund der geringen Fahrbahnbreiten der Einbau der neuen Asphaltschichten nur mit einer gleichzeitigen Vollsperrung möglich.

 

 

2.6 Sonstiges (Grunderwerb und Beleuchtung)

 

Grunderwerb ist nicht erforderlich. Die vorhandene Beleuchtung wird nicht tangiert, zusätzliche Beleuchtungspunkte sind nicht notwendig.

 

 

 

 

3. Bauzeit und Finanzierung

 

Die Bauzeit für die komplette Maßnahme beträgt insgesamt ca. 6 Monate.

 

Die Kosten der Sanierungsmaßnahme wurden im Rahmen der Vorplanung überschlägig ermittelt und belaufen sich auf ca. 433.000 (Fahrbahnsanierung 348.000 €, Fahrbahnsanierung im Bereich der Bushaltestellen in Betonbauweise 60.000 €, barrierefreie Ausgestaltung der Fußgängerquerungen im Bereich der Häuser Edmund-Weber-Straße Nr. 165 und Nr. 182a / Nr. 184 und Aufpflasterung Marktstraße sowie Pflasterumlage in den vorhandenen Einmündungsbereichen 25.000).

 

Die Maßnahme ist nach den Bestimmungen des § 8 KAG NW beitragspflichtig.

 

Die Maßnahme kann vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushalt umgesetzt werden.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

 

 

Meinolf Nowak

 

 

 

Anlagen:

Anlagen:

Übersichtsplan Edmund-Weber-Straße

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan_Edmund-Weber-Str (245 KB) PDF-Dokument (378 KB)