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Vorlage - 2010/0522  

Betreff: Bericht zum vorbeugenden Brandschutz in öffentlichen Gebäuden
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krowas
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Brall, Kerstin
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
08.09.2010 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Abarbeitungsstand der Mängel aus den Brandschauen:

 

Im Zuge der brandschutztechnischen Instandhaltung der städtischen Gebäude werden seit mehreren Jahren durch die Bauaufsichtsbehörde und Feuerwehr Brandschauen bzw. wiederkehrende Prüfungen durchgeführt. Dabei wird der  brandschutztechnische Ist-Zustand der Gebäude mit den aktuellen Richtlinien verglichen und ggf. ein Anpassungsverlangen durch die Bauordnung gefordert. Hieraus ergibt sich ein Brandschaubericht, der die Brandschaumängel im Einzelnen auflistet, teils Lösungsvorschläge unterbreitet und dem GMH Abarbeitungsfristen setzt. Das Gebäudemanagement arbeitet die Mängel unter Berücksichtigung der vorgegebenen Vergaberichtlinien und des damit verbundenen Zeitaufwands sowie des finanziellen Spielraums ab. 

 

Nachdem die Brandschaumängel der städtischen Gebäude im Jahr 2009 in digitaler Form in das Facility-Management-Programm Planon eingegeben wurden, konnte eine umfassende GMH-interne Infrastruktur geschaffen werden, die es erlaubt, einen umfassenden brandschutztechnischen Überblick über die jeweiligen Gebäude zu erlangen. Durch die Eingabe der Brandschaumängel in das Programm kann der aktuelle Abarbeitungsstand der Mängel kontrolliert werden und durch eine unterstützende Alarmfunktion vor Verstreichen von vorgegebenen Fristen gewarnt werden. Diese Funktion ermöglicht den Bautechnikern und Gebäudeverwaltern ein priorisiertes Abarbeiten der brandschutztechnischen Mängel.

 

Bisher wurden aus den Brandschauberichten (2000/01) und den daraufhin alle fünf Jahre folgenden Wiederkehrenden Prüfungen etwa 2.800 Einzelmängel in das Programm Planon eingetragen. Davon konnten etwa 2.100 Mängel abgearbeitet werden. Somit wurden ca.75% der Brandschaumängel behoben. Ein Großteil der noch existierenden und abzuarbeitenden Mängel sind nicht unmittlebar zu lösen. Bei diversen Liegenschaften müssen erst durch staatlich anerkannte Sachverständige Brandschutzkonzepte erstellt werden, um wirtschafltliche Lösungsvorschläge erarbeiten zu können. Unter Umständen ist es möglich, durch gezielte, punktuelle Brandschutzmaßnahmen gleich mehrere existierende Brandschaumängel zu beheben.  

 

 

Brandschutzmaßnahmen 2010:

 

Brandschaumängel, die im Rahmen der brandschutztechnischen Bauunterhaltung aufgrund des erhöhten Kostenaufwands nicht sofort bewältigt werden können, werden in den Vorhabenplan des nächsten Jahres aufgenommen. Dringende Brandschutzmaßnahmen, die die Aufrechterhaltung der Nutzung sichern sollen, werden vorrangig behandelt.  

 

Im laufendem Jahr werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

 

Anbau von Stahlaussentreppen zur Schaffung eines zweiten

baulichen Rettungsweges:

 

FöS Viktor-Reuter-Str.  -  FöS An der Dorneburg  -  JH Heisterkamp  -  GS Overberg

 

Anbau von Fluchtrutschen zur Sicherung des 2.Rettungsweges:

 

KiTa Plutostraße  -  KiTa Schirrmannstraße

 

Einbau von Rauch-/Brandschutztüren zur Sicherung des

1.Rettungsweges:

 

GeS Erich-Fried              -  Einbau von Rauch- / Brandschutztüren 

RS Strünkede                            Einbau von Stahl-RS-Türen Aulabereich 1.Bauabschnitt  

HS Gustav-Adolf              -  Einbau von Rauch- / Brandschutztüren

RS Crange                            -  Einbau von Stahl-RS-Türen

JH Heisterkamp              -  Einbau von Rauch- / Brandschutztüren

 

 

Des Weiteren wurden viele kleinere Brandschutzmaßnahmen im Rahmen der Mängelfeststellungen aus den wiederkehrenden Prüfungen durchgeführt. An einigen Gebäuden mussten zahlreiche Wand- und Deckendurchbrüche brandschutztechnisch abgeschottet werden. Neben der baulichen wurde auch die technische Infrastruktur der Gebäude verbessert. An mehreren Liegenschaften wurden die Blitzschutzanlagen und die Sicherheitsbeleuchtungsanlagen erneuert. Zusätzliche Gelder wurden für Wartungsarbeiten im Bauunterhaltungsbereich verwendet.

 

 

Erstellung von Flucht- und Rettungswegplänen:

 

Ein weiterer Punkt, der die Rettungswegsituation der Nutzer stetig verbessert, ist die Ausstattung der Liegenschaften mit Flucht-, Rettungsweg- und Feuerwehrplänen. Fortlaufend werden Ausschreibungspakete erstellt, wonach externe Firmen Pläne erstellen und vor Ort aufhängen.

 

 

Die Gesamtsituation stellt sich wie folgt dar:

 

An 122 Liegenschaften werden Flucht-, Rettungsweg und Feuerwehrpläne benötigt.

 

60 dieser Gebäude besitzen bereits Flucht- und Rettungswegpläne, wobei 10 Pläne mometan noch angefertigt werden und in den nächsten Wochen fertig gestellt werden. Damit sind ca. 58% der Pläne auf dem aktuellen Stand.

 

45 der 122 städtischen Gebäude besitzen Feuerwehrpläne. 11 Pläne sind momentan in Bearbeitung, so dass etwa 46% der Pläne vor Ort zur Verfügung stehen.   

 

 

Erstellung von Brandschutzkonzepten:

 

Unter den städtischen Gebäuden gibt es vereinzelte Liegenschaften, die einer besonderen brandschutztechnischen Prüfung durch einen staatlich anerkannten Brandschutzsachverständigen bedürfen. Daher werden Brandschutzkonzepte durch externe Ingenieurbüros erstellt. Darüber Hinaus müssen bei Einreichen eines Bauantrages ebenfalls Brandschutzkonzepte hinzugefügt werden.

 

In diesem Jahr wurden für folgende Liegenschaften Brandschutz-

konzepte erstellt:

 

FöS Schwalbenweg       -  GS kath. Bergstraße                  -  KiTa Plutostraße 

 

KiTa Schirrmannstraße  -  Spielezentrum Jean-Vogel-Str.  -   Rathaus Herne

 

Zudem sind folgende Brandschutzkonzepte in Bearbeitung oder

werden noch beauftragt:

 

Umkleidegebäude Hauptstraße  -  RS Crange  -  Musikschule Gräffstraße  - 

 

GS Horstschule

 

 

Fazit und Ausblick

 

 

Mit Ablauf den Wirtschaftsjahres 2010 werden am Großteil der Schulen in Herne Brandschutzmaßnahmen durchgeführt sein, welche eine Verbesserung des ersten Rettungsweges zum Ziel hatten. Ende 2010 werden alle notwendigen Brandschutzmaßnahmen an den Liegenschaften mit den Brandschutzpriorität 1+2 umgesetzt sein. Die Abarbeitung der Gebäude aus der Brandschutzprioritätsstufe 3 ist zum Großteil erfolgt. Lediglich an zwei Liegenschaften sind bisher keine Brandschutzmaßnahmen erfolgt: Das Gebäude Stadtarchiv steht leer, so das hier keine Brandschutzmaßnahmen erforderlich sind und bei dem Bürogebäude Richard-Wagner wird mometan die Aufgabe des Objektes im Zusammenhang mit der Umsetzung des Standortkonzeptes geprüft, so dass ggf. erforderliche Brandschutzmaßnahmen bis zur Klärung aufgeschoben wurden.

 

 

 

Die brandschutztechnischen Sicherungsmaßnahmen für alle Gebäude im Rahmen der Forderungen der Brandschauberichte bzw. wiederkehrende Prüfungen werden sukzessive abgearbeitet. Diese sind unter anderem auch die Erneuerung und Anpassung von Elektroverteilungen bzw. Brandschottungen für Elektroleitungen im Fluchtwegen (gem. LAR NRW). Wie bereits beschrieben, sind ca. 75% der Brandschaumängel behoben worden. Alle weiteren, nicht unmittelbar zu behebenden Mängel, werden nach Mittelbereitstellung über den Vorhabenplan abgearbeitet.

Zudem wird die stetige Erneuerung der Blitzschutzanlagen fortgesetzt und mit fortlaufender Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen können auch die entsprechenden Flucht- und Rettungswegpläne ausgeschrieben und extern erstellt werden. 58% der erforderlichen Flucht- und Rettungswegplänen sowie 46% der Feuerwehrpläne sind bisher schon vorhanden.

Bestehende Brandschutzkonzepte werden weiterhin abgearbeitet und die Situation der 2.Rettungswege wird in Abstimmung mit dem Fachbereich Bauordnung und dem Fachbereich Feuerwehr stetig optimiert. 

 

Das Gebäudemanagement ist bestrebt, alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Gebäude der Stadt Herne so rasch wie möglich abzuschließen.  Da diese  Maßnahmen jedoch mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sind und zudem sehr arbeitsintensiv sind, werden auch noch in den folgenden Wirtschaftsjahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden müssen.

 

 

 

Der Betriebsleiter

 

 

 

(Tschöke)

 


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BA 08.09.10 Brandschutz öffentliche Gebäude (Anlage) v. 26.08.10 (27 KB) PDF-Dokument (28 KB)