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Vorlage - 2011/0252  

Betreff: Fracking
- Anfrage der SPD-Fraktion vom 18. April 2011 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:Gentilini, Roberto
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Decker, Helene
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Entscheidung
18.05.2011 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Energie-Riesen wie Exxon Mobil und Wintershall streben derzeit die Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten an. Experten zufolge könnten im Untergrund Nordrhein-Westfalens außerordentlich große Erdgasvorkommen liegen. Diese lagern nicht in großen Hohlräumen sondern stecken fest in den undurchlässigen Gesteinsporen von Tonstein, Sandstein, Kohleflözen oder Schiefer. Zur Gewinnung dieser Vorkommen wird nach Tiefenbohrungen ein Gemisch aus Sand, Wasser und zum Teil toxischen Chemikalien in das Gestein gepresst. Dadurch entstehen Risse, die eine Länge von mehreren hundert Metern aufweisen können.

 

Unter ökologischen Gesichtspunkten bergen die chemischen Zusätze Risiken, da ungeklärt ist, wohin sich die im Gestein verbleibenden Reste bewegen und ob sie sich mit dem Grundwasser vermischen, das zur Trinkwasserversorgung genutzt wird.

 

Die Gefahren, die sich insbesondere für die Wasserversorgung der Region durch die Fracking-Technologie ergeben sind derzeit nicht absehbar. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nach der geltenden Rechtslage nicht vorgesehen.

 

Daher bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen:

 

1.       Ist der Verwaltung der Sachverhalt bekannt?

2.       Liegen Teile unserer Gemeindefläche in den großflächigen Erkundungsfeldern, welche die Energiekonzerne sich bereits gesichert haben?

 

Für die SPD-Fraktion             

 

Roberto Gentilini

Stadtverordneter