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Vorlage - 2011/0384  

Betreff: Umstellung des Strombezugs auf Ökostrom
- Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die GRÜNEN Herne vom 12.05.2011 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion Herne, Bündnis 90/Die GRÜNEN HerneAktenzeichen:FB 11
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Entscheidung
21.06.2011 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, den bestehenden Stromliefervertrag auf  den ausschließlichen Bezug von Ökostrom schnellstmöglich umzustellen.

 

Die Mandatsträger in städtischen Gesellschaften und Beteiligungen werden aufgefordert, sich in den Aufsichtsgremien ebenfalls für eine Umstellung der bestehenden Stromlieferverträge auszusprechen.

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Angesichts der Ereignisse in Japans Atomkraftwerk Fukushima ist in der Bundesrepublik erneut die Diskussion um die Nutzung der Kernenergie ausgebrochen. Auch der Rat der Stadt Herne sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung von Atomstrom für die Stadtverwaltung, städtischen Gesellschaften und Beteiligungen möglichst schnell zu beenden.

 

Zurzeit beliefern die STWH die Verwaltung und die städtischen Gesellschaften mit Strom. Der Strommix der STWH weist einen weit über dem Bundesdurchschnitt liegenden Anteil an regenerativen Energien (hauptsächlich aus eigener Erzeugung) aus, aber auch einen hohen Anteil an Atomstrom, entsprechend des Strommixes der Vorlieferanten (hauptsächlich RWE).

 

Bei einem vollständigen Wechsel auf Ökostrom ist zu beachten, dass es nicht einfach zu Umverteilungen innerhalb bestehender Strommengen aus regenerativen Erzeugungsanlagen kommt, sondern Ökostrom aus neuen Anlagen bezogen wird. Insofern ist jeder Umstieg auf Ökostrom nicht sofort, sondern i.d.R. nur über einen mehr oder minder großen Zeitraum entsprechend des Zubaus an regenerativen Stromerzeugungsanlagen möglich.

 

Mit dem anstehenden Ausbau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen bei den STWH (Windpark Borkum, Green-Gekko), aber auch dem stetigen Zubau regenerativer Energieerzeugungsanlagen anderer Stadtwerke (z.B. Gelsenkirchen) oder Dritter, ergibt sich nun die Möglichkeit, zusätzlich zu den bisherigen Ökostrommengen neuen regenerativen Strom zu beziehen.

 

Die Stadt Herne und die städtischen Gesellschaften und Beteiligungen sollten die Möglichkeit nutzen, um hier als Nachfrager nach Ökostrom aus neuen Anlagen aufzutreten und ihren Anteil an Ökostrom im Strommix anzuheben.