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Vorlage - 2011/0385  

Betreff: Abiturjahrgang 2013/Ausbildungsplatzsituation
- Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die GRÜNEN Herne vom 07.06.2011 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die GRÜNEN HerneAktenzeichen:FB 11
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:Bereich 10 - Büro Oberbürgermeister
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Entscheidung
21.06.2011 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Herne beauftragt die Verwaltung, geeignete Projekte und Maßnahmen vorzuschlagen, um den Schülerinnen und Schülern des doppelten Abiturjahrgangs 2013 (G8 und G9) den Übergang von der Schule in den Beruf bzw. zur Aufnahme eines Studiums zu erleichtern und Ausbildungsbrüche zu vermeiden bzw. zu minimieren.

 

Bei den Betrachtungen sind auch die Ausbildungschancen von Hauptschulabsolventen und Absolventen mit Migrationshintergrund einzubeziehen.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

In Nordrhein-Westfalen wurde mit dem Schuljahr 2005/2006 das Abitur nach 12 Jahren eingeführt. Dies führt dazu, dass im Jahr 2013 zwei Jahrgänge gleichzeitig in die Abiturprüfung gehen. Eine frühzeitige Vorbereitung auf die besonderen Herausforderungen eines doppelten Abiturjahrganges ist deswegen dringend geboten. Damit verbunden ist eine möglicherweise deutlich größere Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungsplätze bei der Stadt Herne und Herner Ausbildungsbetrieben.

 

Sicher ist zuerst das Land NRW als Träger der inneren Schulangelegenheiten in der Verantwortung, mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Entzerrung der Studienaufnahme auf das Sommersemester 2013 für die G9er bzw. Wintersemester 2013/2014 für die G8er, Sensibilisierung von Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern für die Bereitstellung einer größeren Anzahl an Ausbildungsplätzen u. ä.) einen Bewerberstau zu vermeiden. Es sollte sich aber auch die Stadt Herne mit flankierenden Maßnahmen auf die besonderen Herausforderungen des Doppelabschlussjahrgangs vorbereiten.

 

Die Projekte und Maßnahmen sollten sich sowohl auf die Ausbildungskapazität der Stadt Herne und ggf. ihrer Tochtergesellschaften als auch auf Aktivitäten Herner Firmen beziehen (z. B. Ausweitung der Anzahl von zusätzlichen Ausbildungsplätzen oder Hinweise auf die Möglichkeiten eines berufsbegleitenden Studiums).

 

Bei den Betrachtungen sind auch die Ausbildungschancen von Hauptschulabsolventen und Absolventen mit Migrationshintergrund einzubeziehen. Durch die erhöhte Zahl an Abiturienten wird es bei Bewerbungsverfahren um Ausbildungsplätze zu verstärkten Verdrängungseffekten von Schülerinnen und Schülern mit geringer wertigen Schulabschlüssen kommen. In einer besonders scharfen Konkurrenzsituation werden die Abgänger von Hauptschulen sein, in der Jugendliche mit Migrationshintergrund die Mehrheit stellen.

 

Auch andere geeignete Maßnahmen (z. B. Ausbildungsbörse, Tage der offenen Tür, freiwilliges soziales Jahr, Freiwilligendienst) sind dabei einzubeziehen.