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Vorlage - 2011/0482  

Betreff: Parkway EmscherRuhr - Anbindung des Kunstwaldes Teutoburgia
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Gromberg
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Rubel, Gudrun
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
13.09.2011 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
21.09.2011 
des Ausschusses für Umweltschutz ungeändert beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
28.09.2011 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

- 8.000,-- €

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.               Die Bezirksvertretung Sodingen beschließt die Teilnahme der Stadt Herne am Projekt Parkway EmscherRuhr der Städtegemeinschaft Bochum - Castrop-Rauxel - Herne

 

2.              Die Bezirksvertretung Sodingen beschließt die Anbindung des Kunstwaldes und der Siedlung Teutoburgia an den Landschaftspark Bladenhorst - vorbehaltlich der Förderung im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe - als Mosaikstein des Parkways EmscherRuhr auf der Grundlage des Konzeptes der Weiterentwicklung des Kunstwaldes des Fördervereins Teutoburgia

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher Lippe beabsichtigen die Städte Catrop-Rauxel, Bochum und Herne gemeinsam ein Teilstück des überregionalen Radweges Parkway EmscherRuhr im Emscher Landschaftspark zu realisieren.

 

 

1. Teilnahme der Stadt Herne am Projekt Parkway EmscherRuhr

 

Der Parkway EmscherRuhr führt auf einer Länge von ca. 30 km durch verschiedene Freizeit-, Kultur- und Erholungsräume der beteiligten Städte.

 

Er beginnt im Norden beim Schleusenpark in Waltrop, über den landschaftsarchäologischen Park Henrichenburg,  in den Landschaftspark Bladenhorst in Castrop-Rauxel, streift den Kunstwald Teutoburgia und die gleichnamige Zechensiedlung in Herne.

Anschließend geht’s in den Erinpark in Castrop-Rauxel, das grenzüberschreitende Naturschutzgebiet Langeloh (Herne/Castrop-Rauxel) sowie zur Halde Lothringen und das Naturschutzgebiet Berghofer Holz in Bochum.

 

Der Parkway  setzt sich dann außerhalb des Emscher Landschaftsparks (kein Fördergegenstand) weiter durch den Grünzug vorbei an den Werner Teichen und dem Ümminger See bis zum Freizeitzentrum Kemnade fort.

 

Die Streckenführung greift in weiten Teilen auf vorhandene Wegeführungen zurück und koordiniert die Planungen der Partnerstädte.

 

 

Zeitplanung

 

Nach der positiven Bewertung  des Projektes durch den Interministeriellen Arbeitskreis (IMAK) zeichnet sich folgende Zeitplanung ab:

 

2011                             Stellung des Förderantrages und Erstellung der Ausführungsplanung

2011/2012               Ankauf benötigter Flächen und Ausschreibung der Ausbauarbeiten

2013                             Ausbau in Bochum/Herne/Castrop-Rauxel

 

 

Projektträger und Maßnahmen

 

Der Parkway EmscherRuhr ist ein Projekt mit überregionaler Tragweite. Er berührt Flächen der Städte Bochum, Castrop-Rauxel und Herne und tangiert die Radwegeplanungen des Kreises Recklinghausen. Die Stadt Bochum tritt federführend für die drei Städte als Projektträger auf. Die Mittelabwicklung erfolgt in Bochum im Namen der Städte Herne und Castrop-Rauxel. Es wird eine Vereinbarung zur Kooperation und finanziellen Abwicklung zwischen den drei Städten geschlossen.

 

 

Kosten und Finanzierung

 

Auf Basis der vorliegenden Planung wurde für das Gesamtprojekt eine Kosteneinschätzung vorgenommen. Demnach belaufen sich das Investitionsvolumen für die Baumaßnahmen, der maßnahmenbezogene Grunderwerb und die Planungskosten auf brutto 1,5 Mio. Euro. Ausgehend von einer 90%igen Förderung werden die Eigenanteile in den Haushalt der Stadt Bochum in den Jahren 2011-2013 eingestellt.

 

 

 

2. Anbindung des Kunstwaldes und der Siedlung Teutoburgia an den Landschaftspark     Bladenhorst – Weiterentwicklung des Kunstwaldes – als Mosaikstein des Parkway EmscherRuhr.

 

Initiiert vom Klangkünstler Christof Schläger wurde im Jahr 2009 das Projekt – Verbinden zum Grünzug – gemeinsam mit dem Förderverein Teutoburgia ins Leben gerufen.

 

Dieses Projekt, als Weiterentwicklung des vorhandenen Kunstwaldes Teutoburgia, wurde der Bezirksvertretung Sodingen in Form eines mündlichen Vortrages von Herrn Schläger am 22.09.2010 vorgestellt.

 

Seitdem bemüht sich die Verwaltung darum, im Rahmen des o. a.  Projektes - Parkway EmscherRuhr - der Städtegemeinschaft Bochum/Castrop – Rauxel/Herne, eine Realisierungsmöglichkeit zu erreichen. Nach der zwischenzeitlich positiven Bewertung des Gesamtprojektes durch den Interministeriellen Arbeitskreis (IMAK) gehen Verwaltung und Förderverein davon aus, die Anbindung und die Weiterentwicklung des Kunstwaldes mit der in Aussicht gestellten Förderung (90 %) realisieren zu können.

 

 

Ziele und Maßnahmen

 

Über die Erweiterung und Weiterentwicklung des Kunstparks soll der Kunstwald und die Siedlung Teutoburgia deutlich besser an den Landschaftspark Bladenhorst angeschlossen und in den Grünzug E  eingebunden werden. Der Kunstwald und die Siedlung werden deutlicher Teile des Grünzuges E und attraktive Ankerpunkte für den Parkway EmscherRuhr.

 

Die Eingänge in den Kunstwald sollen durch Pflasterungen, Pflanzungen, Zitatensteinen und dem „Grünen Bogengang“ (Aufmerksamkeit erzeugende Landschaftsskulptur) markiert und wahrnehmbarer gestaltet werden.

 

Der Verbindungsweg von der Bruchstraße zum Kunstwald und zur Siedlung soll eine ausreichend breite wassergebundene Decke erhalten. Geplant ist eine organisch geschwungene Wegeführung, der sowohl Fußgänger als auch Radfahrer leicht folgen können und die einladend wirkt. Mit den betroffenen Gartenpächtern werden frühzeitig Gespräche über die Inanspruchnahme von Gartenflächen geführt. Kein Pächter wird aufgrund dieser Planung seinen Garten aufgeben müssen.

 

„Das grüne Tor“ aus Stahlstreben wird an der Bruchstraße eine Symbiose mit der Natur eingehen. Berankt durch Kletterpflanzen soll es ein einladendes Symbol für den Kunstwald und das Gegenstück zum Fußgänger am anderen Ende des Parks darstellen.

 

Ein „Steinkreis“ als Wegekreuz betont den Übergang vom alten in den neuen Kunstwald und erinnert gleichzeitig an die damalige Funktion des Geländes als Industriestandort.

 

 

Kosten und Finanzierung

 

Die Maßnahme auf Herne Stadtgebiet ist mit ca. 80.000,00 € vorkalkuliert worden. Bei einer angestrebten Förderung von 90 % verbleibt ein Eigenanteil von 8.000,00 €.  Da auch Sponsoring und Spenden als Eigenanteil eingebracht werden können, geht die Verwaltung gemeinsam mit dem Förderverein Teutoburgia davon aus, den Eigenanteil für die Stadt Herne ohne weitere Belastung des Haushaltes aufbringen zu können.

Da keine neuen Grundstücksflächen betroffen sind und alle Wegeverbindungen bereits existieren, entstehen keine höheren Pflege- und Unterhaltungskosten. Mit dem Neubau werden sich diese in den ersten Jahren sicherlich reduzieren.

 

 

Zeitablauf

 

2011        Antragstellung/Konkretisierung

2012        Detailplanung/Leistungsverzeichnis/Ausschreibung/erste Maßnahmen.

2013        Durchführung/Abrechnung

     

 

 

 

 

 

In Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat