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Vorlage - 2011/0672  

Betreff: Umgestaltung Schulhof Gesamtschule Wanne-Eickel
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Wischnewski, Susanne
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Schulz, Susanne
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
24.11.2011 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
29.11.2011 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
30.11.2011 
des Integrationsrates zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
01.12.2011 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:              51.04

Bez.:              Stadterneuerung

Nr.:

Bez.:

              Folgekosten 5.000 €/Jahr

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:              7.5104.06

Bez.:              Stadtumbau West

              Wanne-Mitte

Nr.:              1

Bez.:              Einzahlungen aus Zu-

              wendungen für In-

              vestitionsmaßnahmen

Nr.:              8

Bez.:              Auszahlung für Bau-

              maßnahmen

              + 280.000 €

 

 

 

              - 350.000 €

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

a)              Die Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung  beschließt, vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushalt sowie der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg zur Förderung der Maßnahme die Umgestaltung des Schulhofes der Gesamtschule Herne-Wanne-Eickel auf Grundlage der Planung des Büros Landschaftsarchitekten Ulenberg – Illgas, vom 24.10 2011.

 

b)              Die Bezirksvertretung Wanne  beschließt gemäß § 5 Abs. 1 Buchstabe d) der Satzung zum Schutze des Baumbestandes in der Stadt Herne die Entfernung von 6 Bäumen.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Erläuterung zu Beschlussvorschlag a)

 

Einleitung:

Mit der Stadtumbaumaßnahme „Wanne-Mitte“ soll das Wanner Zentrum unter anderem als innerstädtischer Wohnstandort zielgruppengerecht gestärkt und weiterentwickelt werden. Während hierzu das quantitative Angebot öffentlicher Frei- und Spielflächen ausreicht, bestehen hinsichtlich der funktionalen und gestalterischen Qualität dieser Flächen zumindest in Teilen Entwicklungspotentiale. Schulhöfe können dabei neben ihrer Bedeutung für den Schulbetrieb eine wichtige Funktion als Spiel- und Freifläche für den Stadtteil übernehmen.

Daher soll der Schulhof der Gesamtschule Herne-Wanne-Eickel umgestaltet werden und auch weiterhin außerhalb der Unterrichtszeiten den Kindern im Quartier zur Verfügung stehen.

 

Vorhandene Situation:

Derzeit verfügt der Schulhof über eine anspruchsvolle Gestaltung im Stile der 1970er Jahre mit mehreren Teilbereichen, welche in unterschiedlichen Höhen von teilweise bis ca. 2 m Unterschied in Betonsteinpflaster, Pflanzung und Rasen abwechselt.

Der Schulhof ist mit zahlreichen Zugängen sehr offen gestaltet und somit Teil des Stadtquartiers. Die Bürger nutzen diese Fläche schon jetzt sehr intensiv, vor allem auch als Fußwegeverbindung zum „Grünen Ring“. Leider wurde diese Verbindung in der Vergangenheit auch vom zweirädrigen MIV (Motorisierter Individualverkehr) genutzt, was die Sicherheit der Kinder beeinträchtigen kann.

 

Zielsetzung:

Die Aufenthaltsqualität für die Kinder des Quartiers und die Schüler der Gesamtschule soll gesteigert und das Gelände an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden.

Die Planung konzentriert sich auf den offenen Bereich zwischen Turnhalle und Schulgebäude.

 

Beteiligung:

Die Ergebnisse einer aus Schülern und Lehrern bestehenden Arbeitsgruppe der Schule wurden aufgegriffen und in die Planung eingearbeitet. Die Arbeitsgruppe hatte in Unter-, Mittel- und Oberstufe Befragungen nach Wünschen und Interessen durchgeführt. Der Vorentwurf der Planung wurde am 08.09.2011 Vertretern der Politik, der Schulleitung sowie Schülern und Lehrern der Gesamtschule vorgestellt.

 

Planung:

Die Befragung ergab nach Altersgruppen unterschiedliche Wünsche und Anregungen, die im nächsten Schritt nach Prioritäten gewertet und aufgelistet wurden:

 

Mittelstufe – Fitnessparcour

Dafür ist die Höhenkuppe einer zentralen Hügelfläche vorgesehen. Die Höhensituation im Pflasterbereich wird so abgemildert, dass die Schutzbügel entfallen können und die gepflasterten Schrägen werden farblich abgesetzt. Die Trainingsfläche weist eine Folge von Fitnessgeräten zum Einzeltraining, Flächen zur gemeinsamen Steigerung der körperlichen Vitalität sowie Verweil- und Ausruhmöglichkeiten auf. Es wurde bewusst eine Gestaltung gewählt, wo jeder einzeln, aber auch viele miteinander in ihrem jeweiligen Tempo trainieren können, um auch die weniger Motivierten zum Trainieren zu verleiten. Die Auswahl der in Folge vorgesehenen Fitnessgeräte erfolgte aufgrund der Beratung eines Physiotherapeuten, welcher sich auf die Herstellung individueller Fitnessgeräte spezialisiert hat. Gezielt kombinierte Verweilmöglichkeiten laden zum Zuschauen, Ausruhen und Verweilen ein.

Um witterungsunabhängiges Üben und Bewegen zu ermöglichen und zur Reduzierung der

Pflegekosten wurde ein wasserundurchlässiger Kunststoffbelag gewählt.

Die Gestaltung soll durch eine der Nutzung angepasste Vegetation eingerahmt werden. Die Differenzierung der einzelnen Bereiche erfolgt durch eine Strauchpflanzung. Der dort vorhandene Vegetationsbestand wird optimiert.

 

Unterstufe - Angebot zum Klettern

Sowohl die vorhandene Rasenfläche, als auch die Sandfläche werden in eine zusammenhängende Sandfläche umgewandelt. Diese wird mit einem Kombinationsklettergerät mit Kletterwand und einem Sechseckreck ausgestattet. Das Kletternetz steigt in geschwungener Form von 0,6 m bis zu 2,5 m Höhe an. Es bietet neben dem Klettern auch die Möglichkeit des Verweilens und kann bei sportlichen Aktivitäten auf der benachbarten Fläche auch als „Tribüne“ für Zuschauer genutzt werden.

Die offene Gestaltung bietet unter anderem die größtmögliche soziale Kontrolle.

Aufgrund der Fallschutzerfordernisse wird eine Ausgestaltung der Fläche in Sand gewählt.

 

Oberstufe – Verweilbereich

Dieser Bereich soll neben dem Parkplatz entstehen. Geplant ist ein Wall zum Parkplatz als Sichtschutz, aber auch zur Raumbildung. Somit entsteht ein „Arenacharakter“ und die Wiesenfläche wird zum Podium. In den angrenzenden Bereichen werden Teil-Räume geschaffen, welche die große Fläche einfassen und zudem in Form von Sitzmöglichkeiten kleineren Gruppen einen Platz bieten. Die Einzelbereiche sind durch ca. 1,4 m hohe Sichtschutzelemente bewusst so von einander abgeschirmt, dass sie dennoch alle eine freie Sicht auf die Wiese und den Erdwall ermöglichen um gemeinsamen Veranstaltungen beizuwohnen.

Die Fläche wird, mit Ausnahme der Verweilbereiche, mit einem Landschaftsrasen hergestellt. Die Bereiche um die Sitzmöglichkeiten werden zur Pflegeerleichterung gepflastert.

 

Einzelbereiche

Der Tischtennisspielbereich wird in Richtung Schulhof geöffnet und um eine Rundtischtennisplatte erweitert, die vorhandene, durch ständiges Überlaufen zerstörte Pflanznase wird in einen Pflasterbereich umgewandelt.

 

Die zusätzliche Schaffung von Aufenthaltsbereichen für Kleingruppen wird in Randbereichen durch Einzelmaßnahmen gefördert, wie die Jugendbänke unter den Linden im Eingangsbereich.

 

Die Besonderheit dieses Schulhofes als offene Fläche im Quartier ist bereits angesprochen.

Um die Übergänge der Bereiche Schule und öffentlichen Raum visuell hervorzuheben, sind schmale hohe Stelen im Design der Sichtschutzelemente als horizontales Element sowie Gripeinlagen in der Pflasterfläche geplant, damit beim Überlaufen und Überfahren diese „Grenze“ spürbar wird.

 

Finanzierung:

Die Umgestaltung des Schulhofes der Gesamtschule Herne-Wanne-Eickel ist eine Maßnahme des Stadtumbauprojekts „jetzt Wanne!“ und kann vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushalt und der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg realisiert werden. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen einschließlich Baunebenkosten maximal 350.000 Euro und sollen zu 80 % aus Mitteln der Stadterneuerung refinanziert werden (Förderung: ca. 280.000 Euro).

 

Folgekosten

Die anfallenden Lohn-, Sach-, Fahrzeug- und Maschinenkosten werden ca. 5.000   / Jahr betragen. In dieser Summe ist die Ersatzbeschaffung von Material nach Verschleiß und Zerstörung nicht eingerechnet. 

 

Realisierung

Nach Maßnahmenzustimmung durch die Bezirkregierung kann die Baumaßnahme Anfang 2012 ausgeschrieben und im Sommer 2012 mit der Umsetzung begonnen werden. Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2013 erfolgen.

 

Erläuterung zu Beschlussvorschlag b)

 

Der in Teilen von einem sehr dichten Baumbestand umgebene Schulhof der Gesamtschule Herne-Wanne-Eickel bedarf einer funktionalen Aufwertung. Einige Bereiche wirken durch ihren dichten Baum- und Strauchbewuchs sehr dunkel und stellen sogenannte „Angsträume“ dar. Eine Auslichtung durch Entfernung wenig entwickelter Bäume öffnet das Gelände und lässt Sichtachsen entstehen, so dass die unwirtlichen Räume aufgelöst werden.

 

Zustand und Schäden der einzelnen der Baumschutzsatzung unterliegenden Bäume ist der Auflistung zu entnehmen.

 

Baum Nummern laut Baumkataster von 2005,

Name, Größe, Zustand aus der letzten Baumkontrolle von Oktober 2010:

 

Bäume im zukünftigen Parcourbereich für die Mittelstufe

Baum Nr. 261 – Spitz-Ahorn, Acer platanoides                                          - STU 117cm

Zustand: Faulstellen am Stamm, Efeubewuchs

 

Baum Nr. 269 – Carpinus betulus, Hainbuche                                          - STU 104 cm

              Zustand: Kleinkronig, ohne Entwicklungsmöglichkeit, Efeubewuchs

 

Baum Nr. 270 (1Stück) – Carpinus betulus, Hainbuche                            - STU 89 cm

Zustand: Totholz und abgebrochene Äste in der Krone, Einwallungen,

Höhlungen und Faulstellen am Stamm

 

Baum Nr. 271 – Platanus x acerifolia,  Ahornblättrige Platane              - STU 103 cm

Zustand: Totholz und abgebrochene Äste in der Krone, Efeubewuchs

 

Baum Nr. 272 – Gemeine Esche, Fraxinus excelsior                            - STU   81 cm

Zustand: Totholz in der Krone, Adventivwurzeln, Efeubewuchs und Sichtbehinderungen im Wurzelbereich

 

Baum Nr. 274 – Berg- Ahorn, Acer pseudoplatanus                                          - STU   82 cm

              Zustand: ohne Entwicklungsmöglichkeit, Efeubewuchs

 

Bäume im nördlichen Eingangsbereich bei den Tischtennisplatten:

Baum Nr. 228 – Hainbuche, Carpinus betulus                                          - STU  85 cm

              Zustand: Faulstellen am Stamm

 

Der Baumbestand wird durch insgesamt 10 mit einem Stammumfang von 20 - 25 cm ersetzt. Die möglichst in unmittelbarer Nähe.

 

In Vertretung

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich SV Anlage 1 (204 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich SV Anlage 2 (191 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich SV Anlage 3 (124 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich SV Anlage 4 (122 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich SV Anlage 5 (54 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich SV Anlage 6 (69 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich Vorlage 672_605 2.1 Entwurf A0 (3077 KB)