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Vorlage - 2011/0809  

Betreff: Edmund-Weber-Straße zwischen Wakefieldstraße und Westfalenstraße - Fahrbahnsanierung -
Fahrbahnsanierung der Edmund-Weber-Straße mit Aufpflasterung des Einmündungsbereiches Marktstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Drews, Frau ScheitlerAktenzeichen:53/2
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Heßmann, Britta
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
17.01.2012 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
02.02.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

Finanzielle Auswirkungen in €:

 

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 54.01

Bez.: Öffentliche Verkehrsflächen

 

Nr.: 7

Bez.: Sonstige ordentliche Erträge

 

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibungen

- 9.900 € / Jahr

ab Fertigstellung

(voraussichtlich 2011)

 

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

7.541.029

7.541.071

 

Nr.: 4

Bez.: Einzahlungen aus Beiträgen und allg. Entgelten

 

Nr.: 8

Bez.: Auszahlungen für Tiefbaumaßnahmen

495.000 €

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung Herne-Eickel beschließt die erweiterte Fahrbahnsanierung der Edmund-Weber-Straße zwischen Wakefieldstraße und Westfalenstraße sowie die Änderungen im Ausbau gemäß den Planunterlagen (Planungsstand Dezember 2011) und der nachfolgenden Baubeschreibung.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

 

1.     Begründung

 

In der Sitzung vom 23.09.2010 hat die BV Eickel die Fahrbahnsanierung der Edmund-Weber-Straße zwischen Wakefieldstraße und Ottostraße mit der Aufpflasterung des Einmündungsbereichs Marktstraße beschlossen. Es war vorgesehen, die Maßnahme in vier Bauabschnitten umzusetzen und dabei in Teilbereichen einen Vollausbau durchzuführen. Die Baumaßnahme wurde im Juli 2011 begonnen und soll im Februar 2012 abgeschlossen werden.

Mit Beginn der Tiefbauarbeiten wurde festgestellt, dass der vorhandene Oberbau (Schottertragschicht und Frostschutzschicht) standsicher ist und der geplante Vollausbau somit nicht notwendig ist.

Aus diesen veränderten Voraussetzungen ergeben sich für die Gesamtmaßnahme einige Änderungen.

 

 

2.     Änderungen

 

-     Aufgrund der erheblichen Belastungen der Edmund-Weber-Straße durch den ÖPNV und den Schwerlastverkehr wurde entschieden, den bituminösen Oberbau der Fahrbahn in einer Stärke von insgesamt 22 cm auszubilden. Inhalt der Beschlussvorlage von September 2010 war gemäß Bauklasse III ein bituminöser Oberbau in einer Stärke von insgesamt 18 cm  (4 cm Asphaltdeckschicht, 4 cm Asphaltbinder, 10 cm Asphalttragschicht). Die Fahrbahnkonstruktion wird sich jetzt nach Fertigstellung in Anlehnung an die Bauklasse II wie folgt darstellen:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              8 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

 

-     Aus der veränderten Bauweise ist die vorgesehene Bildung von vier Bauabschnitten nicht mehr notwendig. Die Gesamtmaßnahme kann in einem Bauabschnitt umgesetzt werden.

 

-     In der Beschlussvorlage von September 2010 war vorgesehen, die Aufpflasterungen an den Einmündungen zum  Geschäftsbereichs der Edmund-Weber-Straße (Albert-Kelterbaum-Straße, Marktstraße und Bergmannstraße) mit den Bestandsmaterialien, welche aus dem Geschäftsbereich aufgenommen werden sollten, herzustellen. Nach Beginn der Arbeiten wurde festgestellt, dass die Altmaterialien nicht wieder verwendbar waren. Die gegenständlichen Einmündungsbereiche sind in Betonverbundsteinpflaster 10/201/10 in der Farbe „Herbstlaub“ hergestellt worden.

 

-     Gemäß den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Landes NRW, §4 Barrierefreiheit, wurden die Einmündungen im Geschäftsbereich mittels taktiler Leiteinrichtungen behindertengerecht ausgebaut. Im Rahmen des Umbaus wurden ebenfalls die Mittelinseln zwischen der Siegfried und der Gudrunstraße, sowie die Mittelinsel zwischen der Albert-Kelterbaum-Straße und der Königsgruber Straße taktil ausgebaut. Die Mittelinseln im Bereich der Haltestelle Röllinghausen Markt schließen sich dem an.

 

-     Zu Beginn der Bauarbeiten sind im Anschlussbereich der Maßnahme in der Fahrbahn der Edmund-Weber-Straße zwischen Ottostraße und Westfalenstraße sowohl in der Oberfläche als auch im Oberbau maßgebliche Beschädigungen festgestellt worden. Trotz erhöhter Unterhaltungsaufwendungen durch den städtischen Bauhof ist es nicht möglich, den aktuellen Zustand zu erhalten, da die Fahrbahn insgesamt infolge des Verkehrs und der Witterung immer stärker beschädigt wird. Eine Sanierung des Bereich zwischen Ottostraße und Westfalenstraße zu einem späteren Zeitpunkt würde eine erneute Beeinträchtigung des Geschäftsbereichs bedeuten. Aufgrund der kleinteiligeren Maßnahme erhöhen sich die Baukosten unverhältnismäßig. Weiterhin wäre so eine erneute Umleitung des ÖPNV und des MIV mit entsprechendem Kostenaufwand sowie den Komforteinbußen erforderlich.

Aufgrund von wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Überlegungen ist es sinnvoll, diesen Abschnitt in die Baumaßnahme einzubeziehen und so den Lückenschluss bis zur Westfalenstraße herzustellen.

 

-     Aufgrund der an die aktuellen Fahrzeugdaten der andienenden Verkehrsbetriebe angepassten Regelausbildungen  werden die Haltestellen „Königsgruber Straße“ und „Röhlinghausen Markt“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) als Buskap mit einer Auftrittshöhe von 18 cm ausgebildet. Gegenstand der Beschlussvorlage von September 2011 war ein Auftritt von 16 cm.

 

-     Die Fahrbahndecke im Haltestellenbereich „Röhlinghausen Markt“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) wurde wie geplant zur Verstärkung in Beton ausgebaut. Aufgrund des Schadenbilds nach Aufnahme der Asphaltschicht kann im Bereich der Haltestelle „Königsgruber Straße“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) auf einen betonverstärkten Ausbau verzichtet werden.

 

-     Im Rahmen der Abfuhr des Aushubs wurde festgestellt, dass im Bereich der Edmund-Weber-Straße PAK-haltige Materialien zu entsorgen sind. Die daraus resultierenden Mehrkosten von ca. 50.000€ sind den Kosten zugeschlagen.

 

 

3.     Beschreibung der Baumaßnahme

 

Aufgrund der vorangegangenen Beschreibung ist es notwendig, die Fahrbahn wie folgt zu sanieren:

 

 

3.1 Edmund-Weber-Straße von Wakefieldstraße bis Westfalenstraße

 

Der Ausbaubereich zwischen Wakefieldstraße und Westfalenstraße werden die Asphaltschichten bis zur Schottertragschicht entfernt. Der verbleibende Aufbau ist zusätzlich verdichtet und mit neuen Asphaltschichten versehen worden. Die Asphaltschichten sind in Anlehnung an die Bauklasse II in folgenden Stärken ausgebildet:

 

              4 cm Asphaltdeckschicht

              8 cm Asphaltbinder

              10 cm Asphalttragschicht

             

 

3.2 Geschäftsbereich

 

Der Fahrbahnausbau im Geschäftsbereich erfolgt grundsätzlich analog zum Ausbau der anschließenden Edmund-Weber-Straße. Hervorzuheben ist hier nur die Abweichung in der Oberfläche. In diesem Abschnitt wurde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die hier besonders häufig querenden Fußgänger die Asphaltdeckschicht in farbigem Asphalt eingebaut.

 

 

3.3. Einmündungen / Querungen

 

Die Einmündungen zum Geschäftsbereich der Edmund-Weber-Straße (Albert-Kelterbaum-Straße, Marktstraße und Bergmannstraße) wurden in Betonverbundsteinpflaster 10/201/10 in der Farbe „Herbstlaub“ hergestellt. Die taktilen Leiteinrichtungen werden in Form von tastbaren Bodenindikatoren gemäß den geltenden technischen Vorgaben errichtet.

 

 

3.4 Haltestellenbereiche

 

Aufgrund der aktuellen Regelausbildungen wurden die Haltestellen „Königsgruber Straße“ und „Röhlinghausen Markt“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) als Buskap mit einer Auftrittshöhe von 18 cm ausgebildet. Die Fahrbahn im Bereich der Haltestelle „Königsgruber Straße“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) wurde in Asphaltbauweise errichtet.

 

 

3.5 Technische Gestaltung der Baumaßnahme (Entwässerung und Kanal)

 

Die vorhandenen Straßenabläufe bleiben weitestgehend erhalten. Es müssen an zwei Stellen im Bereich der nördlichen ÖPNV-Haltestelle „Röhlinghausen Markt“ Straßenabläufe versetzt werden. Unter der beplanten Fläche verläuft ein öffentlicher Kanal. Es ist vorgesehen, diesen im Bereich zwischen Wakefieldstraße und Gudrunstraße zwischen 2015 und 2020 zu erneuern. Zurzeit wird geprüft, ob eine Koordinierung der beiden Maßnahmen durch eine Vorverlegung der Kanalbaumaßnahme der SEH erfolgen kann.

 

 

3.6 Durchführung der Baumaßnahmen

 

Die Durchführung der Maßnahme steht zurzeit kurz vor dem Abschluss. Ein Ende der Bauarbeiten ist für Februar 2012 vorgesehen.

 

 

3.7 Sonstiges (Grunderwerb und Beleuchtung)

 

Grunderwerb ist nicht erforderlich. Die vorhandene Beleuchtung wird nicht tangiert, zusätzliche Beleuchtungspunkte sind nicht notwendig.

 

 

 

4.     Finanzierung

 

 

Die Kosten der Sanierungsmaßnahme wurden im Rahmen der Vorplanung überschlägig ermittelt und auf ca. 433.000 € geschätzt. Durch die oben beschriebenen Änderungen belaufen sich die Kosten der Maßnahme zurzeit auf 495.000€.

 

Die Maßnahme ist nach den Bestimmungen des § 8 KAG NW beitragspflichtig.

 

Die Mittel zur Umsetzung der Maßnahme stehen im Haushalt zur Verfügung.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

    


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich AP_Edmund-Weber-Str_9_M500 (658 KB)