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Vorlage - 2012/0193  

Betreff: Statusbericht 2011/2012 zu Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Weichmann-Jaeger, Tel. 3017
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Dill, Sabine
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Anhörung
22.03.2012 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Metropole Ruhr bereitet sich auf die Neuausrichtung der europäischen Förderlandschaft nach Auslaufen der gegenwärtigen EFRE-Periode und anderer Förderprogramme auf EU-, Bundes- und Landesebene vor. Die regionale Konzeption und lokale Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der laufenden Förderperioden organisiert die Metropole Ruhr seit 2007 im Rahmen von zwei interkommunalen Arbeitsgemeinschaften. Mit dem Statusbericht 2011/2012 (s. Anlage 1) legen die beiden interkommunalen Arbeitsgemeinschaften Rechenschaft ab zum

 

·         Konzept Ruhr – „übergreifende Strategie zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung“ und zum

·         Positionspapier Wandel als Chance – „zur Bewältigung von Folgen der Kohlebeschlüsse“.

Der Statusbericht 2011/2012

 

·         dokumentiert den Stand der Umsetzung von Projekten in beiden Arbeitsfeldern, 

·         beschreibt konzeptionelle Ansätze für die laufende Dekade,

·         und formuliert erste Ansätze zur Neuausrichtung der Inhalte vor dem Hintergrund einer sich verändernden Förderlandschaft.   

In Analogie zur EU-Strategie „Europa 2020“ haben die Städte und Kreise für den bevorstehenden Diskussionsprozess den Leitbegriff „Ruhr 2020+“ gewählt. 

 

Wesentlicher Bestandteil des Konzepts Ruhr ist eine begleitende – und jährlich aktualisierte – Projektliste zu denjenigen Vorhaben, die aus Sicht der kommunalen Gebietskörperschaften von Bedeutung für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung sein sollen. Dazu haben die Kommunen eine Priorisierung ihrer eigenen Vorhaben im Hinblick auf Dringlichkeit und Finanzierbarkeit geschaffen.

 

Alle Projekte müssen im Wettbewerb mit anderen Teilregionen des Landes bestehen können. Durch das gemeinsame Handeln konnten erhebliche Fördermittel trotz der Konkurrenz mit anderen Regionen akquiriert werden. Im Rahmen des Statusberichts 2011/2012 enthält die Projektliste 442 Vorhaben. 77 Projekte wurden bereits abgeschlossen; weitere 193 befinden sich in der Umsetzung, für 172 Vorhaben läuft die konkrete Vorbereitung. Rund 70 Projekte sind interkommunal angelegt. Mehr als 80 Vorhaben werden durch die Kombination verschiedener Förderprogramme realisiert. Eine vollständige Übersicht der Projekte wird den Fraktionen und Gruppen zugestellt und kann gleichzeitig im Allris eingesehen werden (s. Anlage 2).

 

Insgesamt 11 in der Projektliste aufgeführte Vorhaben betreffen das Stadtgebiet von Herne. Davon ist 1 Projekt abgeschlossen, 6 Projekte befinden sich in der Umsetzung und 4 Projekte sind in Vorbereitung.

 

Ein Abgleich mit den Vorjahren zeigt, dass die absehbaren öffentlichen Aufwendungen rückläufig sind. Da dies auch den Verzicht auf die Herstellung von Infrastrukturen für private Folgeinvestitionen bedeutet, werden hier für die nächsten Jahre ebenfalls geringere Aufwendungen erwartet. 

Gleichwohl mobilisieren die abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen ein öffentliches Investitionsvolumen von rund 2,008 Mrd. € und voraussichtliche private Folgeinvestitionen von rund 6,150 Mrd. €.

 

Ziel der jährlich fortgeschrieben Positionierung im Rahmen von „Wandel als Chance“ ist es, den Wegfall von bis zu 53.000 Arbeitsplätzen in der Metropole Ruhr und im Kreis Steinfurt durch eine vorausschauende Strategie zu kompensieren und dafür einen Konsens mit den staatlichen Ebenen von Bund, Land und EU zu finden. Dazu gehören drei Handlungsfelder:

 

·         Fördern + Begleiten (Bildung)

·         Neu nutzen + Entwickeln (Gewerbliche Flächenentwicklung und Vermarktung)

·         Erneuern + Erfinden (Wirtschaftliche Innovation und Forschung).

Im Handlungsfeld Fördern + Begleiten wurde auf Initiative der Kommunen im Auftrag des RVR – mit Unterstützung der Stiftung Mercator – der erste „Bildungsbericht Ruhr“ durch ein wissenschaftliches Konsortium erstellt. Der Bildungsbericht Ruhr wurde am 20. Januar 2012 im Rahmen einer Konferenz der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Im Zuge einer Vertiefungsphase sollen bis Jahresmitte die Handlungsempfehlungen und die „Beispiele guter Praxis“ geprüft, verdichtet und schrittweise umgesetzt werden.

 

Im Kreis Steinfurt wurde ein „Regionales Bildungsnetzwerk“ etabliert, in dem die Aktivitäten im Bereich Schule/Bildung konzentriert werden.

 

Im Handlungsfeld „Neu Nutzen + Entwickeln“ läuft bei der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums das Projekt „Gewerbliches Flächenmanagement Ruhr“. Auf Basis dieses Gesamtbildes sollen bis Ende 2012 Vorschläge zu einem „gewerblichen Flächenmanagement“ entwickelt und zusammen mit den ermittelten Daten in einem „Marktbericht“ veröffentlicht werden. Für die Kohleregion Ibbenbüren wurde eine vergleichbare Darstellung verfügbarer Flächen erstellt.

Einen weiteren Schwerpunkt in diesem Handlungsfeld bildet die Projektgruppe von derzeit 13 Bergbauflächen in 13 Städten der Metropole Ruhr und des Kreises Steinfurt, deren schrittweise Neunutzung von grundlegender Bedeutung für die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Kommunen ist. Die Projektgruppe Bergbauflächen wird aus Sicht der Region ein wichtiger Schwerpunkt für Gespräche mit der Landesregierung nach Fertigstellung des Statusberichts 2011/2012 sein.

 

Arbeitsschwerpunkte 2012-2013

In der Arbeitsperiode 2012/2013 ergeben sich für die interkommunalen Arbeitsgruppen Konzept Ruhr/ Wandel als Chance die folgenden Arbeitsschwerpunkte:

 

Künftige Förderstrukturen

 

·         Einflussnahme auf die Inhalte künftiger Förderprogramme bei EU, Land und Bund durch interkommunal abgestimmte Positionspapiere und gemeinschaftliche Gespräche mit den zuständigen Verwaltungen/ Institutionen

·         In gleicher Weise Einflussnahme auf die Vorstellungen von EU, Bund und Land zur technisch-organisatorischen Abwicklung von Förderprogrammen mit dem Ziel der Verfahrensbeschleunigung und Verwaltungsvereinfachung

·         Entwicklung gezielter Ansätze zur Beschleunigung der Abstimmungsverfahren zwischen Förderressorts und Kommunalaufsicht zur Durchführung wichtiger Infrastrukturmaßnahmen  

Projektbezogene Schwerpunkte

 

·         Umsetzung der Projektgruppe „Bergbauflächen“ im Dialog mit Land und RAG-Stiftung/ RAG-Konzern

·         Inhaltliche Begleitung der weiteren Umsetzung des Bildungsberichts Ruhr und des Gewerblichen Flächenmanagements Ruhr

·         Vertiefung der Diskussion zu den Schnittstellen von „Stadt-Bildung-Klima“ mit dem Ziel der Schaffung entsprechender Förderstrukturen und der Vorbereitung von Modellprojekten auf kommunaler/interkommunaler Ebene

·         Einbringen der Arbeitsergebnisse in die Vorbereitungen für den Regionalplan Ruhr

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

 

   

Anlagen:

Anlagen:

1. Statusbericht Konzept Ruhr und Wandel als Chance 2011/2012

2. Projektliste Konzept Ruhr

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Projektübersicht Konzept Ruhr 2011-2012 - Liste (final) (2319 KB) PDF-Dokument (2264 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich Statusbericht Konzept Ruhr und Wandel als Chance 2011-2012 (210 KB)