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Vorlage - 2012/0244  

Betreff: Gestaltungssatzung für die Hauptstraße in Herne
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Lewandowski, 3021
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Böhnke, Bianca
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
24.04.2012 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
15.05.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
22.05.2012 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:    51.03

Bez.: Planungsrecht zur Bodennutzung

Nr.:     54123000

Bez.:  Vergabe von Plan- und gutachterlichen Leistungen

30.000,-- €

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Haupt- und Finanzausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Gestaltungssatzung für den Wanner Innenstadtbereich.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

    

Für die Attraktivität des Einkaufens in einer Stadt ist neben dem vielfältigen Angebot an Geschäften mit einer insgesamt breiten Sortimentspalette vor allem auch das Flair des Stadtraumes ein wichtiges Merkmal. Das Erscheinungsbild der Geschäfte und des öffentlichen Raumes gibt auch Auskunft über die Wertigkeit der Geschäftslage. Flair und Atmosphäre des Stadtraumes sind die wesentlichen Faktoren für die Konkurrenzfähigkeit gegenüber allen Einkaufsangeboten vor den Toren der Stadt. Gute Gebäudegestaltung, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot von Verweil- und Wegeräumen sowie ein hochwertig gestalteter öffentlicher Raum mit einem geordneten Warenangebot und wohldosiertem Werbeeinsatz gehen dabei Hand in Hand, um eine besondere und konkurrenzfähige Qualität des Stadtraumes zu erzeugen. Gerade im Ruhrgebiet mit seinem dichten Netz von Konkurrenzlagen bedarf es besonderer Anstrengungen, die notwendige Qualität im Erscheinungsbild zu erreichen.

 

Im Rahmen des Stadtumbauprojektes „jetzt Wanne!“ wird z. Zt. der öffentliche Raum im zentralen Einkaufsbereich von Wanne-Mitte aufwändig umgestaltet. Die Bauarbeiten am Buschmannshof sind in vollem Gange, so auch die Arbeiten in den Nebenstraßen der Hauptstraße. Post- und Rathauspark, die Wanner Straße zwischen Berliner Straße und Wibbeltstraße und die Gerichtsstraße sind bereits fertig gestellt und die punktuellen Maßnahmen in der Hauptstraße zwischen Buschmannshof und Park-/Claudiusstraße stehen kurz vor dem Start. Auch werden die Arbeiten zur Umgestaltung der Wanner Straße zwischen Wibbeltstraße und Hauptstraße in Kürze wieder aufgenommen.

 

Diese zahlreichen Maßnahmen mit einer Gesamtinvestition in Höhe von ca. 10,5 Mio. € erfolgen mit dem Ziel, den zentralen Einkaufsbereich von Wanne aufzuwerten und attraktiv zu gestalten. Dasselbe Ziel verfolgen zahlreiche private Eigentümer, indem sie in ihre Wohn- und Geschäftshäuser in der Fußgängerzone investieren.

 

Im Kern lässt sich das Stadtbild als ein von der Hauptstrasse dominierendes Querrippensystem charakterisieren. Geprägt wird der Strassenraum von einem ungewöhnlich hohem Anteil an historisch qualitätvoller Bausubstanz, die es langfristig zu sichern gilt.

Die Verwaltung hält es daher für erforderlich, sowohl die Aufwertung des öffentlichen Raumes als auch die vorhandene Qualität der angrenzenden historischen Gebäude im Bestand in der Hauptgeschäftslage der Hauptstrasse, hervorzuheben und fortzuentwickeln. Um das Erscheinungsbild der Fußgängerzone noch weiter zu verbessern soll eine Gestaltungssatzung erarbeitet werden, die Vorgaben für eine entsprechende Gestaltung der Architektur macht.

Dafür ist eine Mischung aus Empfehlungen und Festsetzungen in Form von Bau- und Gestaltungsberatung und Gestaltungssatzung vorgesehen. Die Entwicklung der Haupteinkaufslage des Nebenzentrums Wanne ist eine fortwährende Gemeinschaftsaufgabe mit ständigem Dialog aller beteiligten Akteure. Die Erarbeitung der entsprechenden Instrumente soll durch einen intensiven Dialog mit den Beteiligten wie Grundeigentümer und Geschäftstreibende erreicht werden.

 

Gestaltungsempfehlungen und Gestaltungsatzung ergänzen sich. Während in der Satzung als Ortsrecht die präzisen Festsetzungen formuliert sind, werden in den Gestaltungsempfehlungen Hinweise zu einer qualitätvollen Gestaltung der Gebäude, der Werbeanlagen und des Außenraumes gegeben.

 

Der Untersuchungsbereich

 

Der Untersuchungsbereich der Gestaltungsfestlegungen für die Hauptstraße umfasst den Bereich zwischen Glückaufplatz, Richtung Buschmannshof über Christuskirche bis hin zur Kolpingstrasse. Die genaue Abgrenzung erfolgt im Beteiligungsprozess.

 

Der Anwendungsbereich

 

Die Satzung soll voraussichtlich -in Abhängigkeit des Untersuchungsergebnisses- für jede Maßnahme mit Auswirkungen auf den öffentlichen Raum gelten. Hierzu zählen u. a. Neubaumaßnahmen, An- oder Umbauten an den Straßenfronten von Gebäuden, Fassadengestaltungen, Werbeanlagen und Nutzungen des öffentlichen Raumes. Ebenfalls sollen „Außenverkauf und Warenpräsentation im öffentlichen Raum“ und “Außengastronomie“ Bestandteil der Gestaltungsempfehlungen sowie der Gestaltungssatzung werden.

 

Die auf diese Weise erzielte neue gestalterische Qualität im öffentlichen Raum ist stadtbildprägend und kann sich positiv auf die Ausstrahlung und Entwicklung des Einkaufs- und Wohnstandortes Wanne-Mitte auswirken.

 

Geregelt werden sollen

 

·         Außenfassaden

·         Schaufenster, Fenster und Türen

·         Kragplatten, Vordächer und Markisen

·         Werbeanlagen

·         Außenverkauf und Warenpräsentation im öffentlichen Raum

·         Außengastronomie

 

 

Es ist beabsichtigt, ein externes Stadtplanungsbüro mit der Erarbeitung der Gestaltungsempfehlungen und der Gestaltungssatzung zu beauftragen, da durch die Neutralität einer externen Moderation bei den Betroffenen eine bessere Akzeptanz erwartet wird.

 

Es ist geplant, den Auftrag der Planungsleistung bis zur Sommerpause zu vergeben.

Erste Ergebnisse werden voraussichtlich am Ende des 3. Quartals vorliegen.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs

(Stadtrat)

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Untersuchungsraum zur Bestimmung des Anwendungsbereiches der Gestaltungssatzung in der Wanner Innenstadt

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2Untersuchungsraum Wanner Innenstadt (585 KB)