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Vorlage - 2012/0324  

Betreff: Satzung zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 217 - Logistikpark Schloß Grimberg / ehemalige Schachtanlage Unser Fritz I/IV - Stadtbezirk Wanne
1. Entscheidung über die im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stel-lungnahmen
2. Entscheidung über die redaktionellen Änderungen und Ergänzungen
3. Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB)
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Menke
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Fortnagel, Bettina
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
24.05.2012 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
30.05.2012 
des Ausschusses für Umweltschutz      
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
19.06.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
26.06.2012 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Vorberatung
03.07.2012 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:                   ./.

Bez.:

Nr.:                  ./.

Bez.:

                       ./.

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:                  ./.

Bez.:

Nr.:                 ./.

Bez.:

                        ./.

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt nimmt zur Kenntnis, dass alle Anlagen dieser Beschlussvorlage vollständig zur Verfügung stehen und beschließt:

 

1.      Dem Abwägungsergebnis (Stellungnahmen der Verwaltung zu den im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfes und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen, (siehe Anlage) wird zugestimmt.

2.      Der geänderten bzw. ergänzten Begründung vom 13.04.2012 wird zugestimmt.

3.      Der Bebauungsplan Nr. 217 - Logistikpark Schloß Grimberg / ehemalige Schachtanlage Unser Fritz I/IV - in der Fassung vom 13.04.2012 (mit den in violetter Farbe eingetragenen Änderungen) wird gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit § 7 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) als Satzung beschlossen.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

A. Geltungsbereich

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 217 wird im Norden und Osten durch Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG, im Süden durch die Bundesautobahn BAB 42 (Emscherschnellweg) sowie durch den nördlichen, östlichen und westlichen Böschungsfuß des Umlagerungsbauwerkes  und im Westen durch die Nord-Halde der „Gichtgasschlamm-Deponie Schalker Verein“ der Fa. Rheinstahl (heute Thyssen Guss AG) begrenzt.

 

B. Planungsanlass und - erfordernis

Die ehemalige Schachtanlage und Kokerei „Unser Fritz I/IV soll durch die Eigentümerin, RAG Montan Immobilien GmbH, für eine vorrangig logistische und gewerbliche Folgenutzung aktiviert werden.

Die im Jahr 1871 begonnenen bergbaulichen Tätigkeiten (Teufbeginn Schacht 1) wurden mit Stilllegung der Kokerei bereits im Jahr 1925 teilweise, und mit Aufgabe des Tagesbetriebes im Jahr 1967 beendet. 1969 wurde die Seilfahrt an Schacht 4 wieder aufgenommen und 1993 endgültig eingestellt. Die Verfüllung der Schächte wurde in den Jahren 1987 (Schacht 1) und 1995 (Schacht 4) vollzogen.

Als Grundlage für die Wiedernutzbarkeit des Areals wurde im Jahr 1997 der erforderliche Abschlussbetriebsplan mit Gefährdungsabschätzung genehmigt. Die in 2001 begonnene Bodensanierung wurde 2004 abgeschlossen.

Der ehemals auf dem Gelände vorhandene Baumbestand mit der Charakteristik „Wald“ im Sinne des Forstrechtes musste im Zuge der Sanierungsmaßnahmen entfernt werden. Die hierzu erforderliche Genehmigung der zuständigen Forstbehörde wurde unter der Verpflichtung zur Wiederaufforstung von dort erteilt.

Im Rahmen der Bodensanierung wurden belastete Böden in ein an der südlichen Grenze des Plangebietes gelegenes Umlagerungsbauwerk eingebracht. Die zuvor erwähnte Wiederaufforstung wurde mit Genehmigung der Forstbehörde auf diesem Umlagerungsbauwerk und auf Randbereichen der Fläche durchgeführt.

Die Bezirksregierung Arnsberg - Bergverwaltung Gelsenkirchen - hat den Abschlussbetriebsplan für die ehemalige Schachtanlage und Kokerei Unser Fritz I/IV genehmigt. Nach Durchführung der hier festgelegten Sanierungsmaßnahmen ist nun nach allgemeiner Erfahrung nicht damit zu rechnen, dass von der ehemaligen Betriebsfläche, bezogen auf den Wirkungspfad Boden è Mensch, Gefahren für Leben und Gesundheit Dritter oder andere gemeinschädliche Einwirkungen ausgehen sofern eine Folgenutzung als Industrie - und Gewerbegrundstücke gemäß Anhang 2 der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchV), wie vorgesehen, vollzogen wird. Eine Wiedernutzbarmachung gemäß § 55 Abs. 2 Bundesberggesetz (BBerG) ist somit sichergestellt.

Das Ende der Bergaufsicht gemäß § 69 Abs. 2 Bundesberggesetz BBerG für den Betrieb der ehemaligen Schachtanlage und Kokerei Unser Fritz I/IV wurde durch die Bezirksregierung Arnsberg - Bergverwaltung Gelsenkirchen - am 06.11.2008, 12:00 Uhr, festgestellt.

Das Umlagerungsbauwerk, welches nicht in den Geltungsbereich des Bebauungsplanentwurfes einbezogen ist, verbleibt zur Kontrolle der gesicherten Altlasten im Zuge des Nachsorgekonzeptes noch für unbestimmte Zeit unter Bergaufsicht. Der Schachtschutzbereich aus Gründen der Ausgasung um Schacht 1 mit aufstehendem Malakowturm verbleibt bis zur Sanierung des Gebäudes ebenso wie die Beobachtung des Grundwassers mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen bis auf weiteres unter Bergaufsicht.

Der unter Denkmalschutz stehende Malakowturm soll als augenfällige Landmarke im Zentrum des ehemaligen Zechengeländes von einem privaten Investor für eine baugebietskonforme Folgenutzung aufbereitet werden.

 

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

Für den in Kooperation der Städte Gelsenkirchen, Herne und Herten zur Stärkung der Logistikwirtschaft in der Region entwickelten „Last Mile Logistik Park“ ist die Reaktivierung des Standortes „Unser Fritz I/IV“ neben der Fläche des ehemaligen „Wanit“-Geländes ein vorrangig zu entwickelnder Baustein, der die Möglichkeit schafft, das Arbeitsplatzangebot zu verbessern und die seit Anfang der 90er Jahre im Standortraum Herne erfolgte Herausbildung des Kompetenzfeldes Logistikwirtschaft weiter zu intensivieren.

 

Seit Anfang 2005 sind bei der Last Mile Logistik Netzwerk GmbH rund 120 ha Flächenanfragen nach potenziellen Logistikstandorten eingegangen, die auf Grund der knappen Flächenverfügbarkeit in Herne und angrenzender Umgebung nicht befriedigt werden konnten. Um einem Engpass zu entgehen und vor allem um den angelaufen wirtschaftlichen Aufschwung nicht zu bremsen, ist die Flächenentwicklung der Fläche UF I/IV dringend erforderlich.

Mit der förmlichen Entlassung aus der Bergaufsicht ging die Planungshoheit (ausschließlich der v.g. Bereiche) für die Fläche Unser Fritz I/IV an die Gemeinde, wodurch der erforderliche Handlungsspielraum für die Durchführung / den Abschluss eines Bauleitplanverfahrens  gegeben ist.

 

 

 

C. Wesentliche Planinhalte

 

Der wesentliche Bestandteil des planerischen Nutzungskonzeptes basiert auf dem Ansinnen, für das Areal überwiegend eine logistische Folgenutzung festzuschreiben. Demzufolge werden die südlich der inneren Erschließungstrasse gelegenen Baugebiete 1, 3 und 5 sowie das östlich der inneren Erschließungstrasse gelegene Baugebiet 6 als Industriegebiete (GI) im Sinne von § 9 Baunutzungsverordnung  festgesetzt, da Betriebe der Logistikwirtschaft in der Regel in anderen Baugebieten unzulässig sind. Die Baugebiete Nr. 2 und 4 werden als Gewerbegebiete gem. § 8 BauNVO festgesetzt.

 

Gemäß § 1 Abs. 5, 6 Nr.1 und 9 BauNVO gegliedert und somit einer Beschränkung unter­worfen.

 

In den als Industrie- bzw. Gewebegebiete festgesetzten Baugebieten werden -

  • Einzelhandelsbetrieben mit zentrenrelevanten, zentren- und nahversorgungsrelevanten sowie nicht zenternrelevanten Warensortimenten,
  • Bordellen, bordellartige Betrieben, Eroscenter,
  • Anlagen für sportliche Zwecke,
  • Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke
  • Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsleiter und Betriebsinhaber
  • Anlagen oder Tätigkeiten in Betriebsbereichen mit Störfallpotential

ausgeschlossen.

Zusätzlich werden in den als Gewerbegebiet festgesetzten Baugebieten 2 und 4 die gem. § 8 Abs. 3 Nr. 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Vergnügungsstätten, die in Industriegebieten nicht, auch nicht ausnahmsweise zulässig sind, ausgeschlossen.

 

Insbesondere in Industriegebieten, bedingt aber auch in Gewerbegebieten, ist die Ansiedlung von sog. „Störfallbetrieben“ grundsätzlich denkbar. Der Artikel 12 der Seveso-II-Richtlinie fordert zur Begrenzung von Unfallfolgen für Mensch und Umwelt aufgrund schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen angemessene Abstände zwischen Betriebsbereichen und schutzbedürftigen Gebieten im Sinne der Richtlinie mit den Mitteln der Raum- und Flächenplanung sicherzustellen.

Dem Planungsgrundsatz des § 50 Abs.1, Satz 1 (BImSchG) - immissionsschutzrechtlicher Trennungsgrundsatz - zu Folge sind bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen, die für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Flächen einander so zuzuordnen, dass schädliche Umwelteinwirkungen und von schweren Unfällen so weit wie möglich vermieden werden.

Ausgeschlossen werden aus diesem Grund in den Industrie- und Gewerbegebieten Anlagen oder Tätigkeiten in Betriebsbereichen mit Störfallpotential, bei denen die Stoffe der Klassen I bis IV der Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung zum Einsatz  kommen und die dort genannte Mengenschwelle der Spalte 4 überschreiten.

Dieser generelle Ausschluss kommt hier deshalb in Betracht, weil In den o.a. Gebieten durchgängig die Abstandsempfehlungen des KAS-Leitfadens nicht eingehalten werden können.

Die Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung ist auf Blatt 3 des Bebauungsplans dargestellt.

D. Bisheriges Planverfahren

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am 25.03.2009 die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 (1) BauGB beschlossen, die am 30.11.2010 in der Sitzung der BV Wanne durchgeführt wurde.

Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte am 10.11.2010 (Datum des Anschreibens). Der Fristablauf wurde auf den 10.12.2010 festgelegt.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung vom 06. Dezember 2011 die Beteiligung der Öffentlichkeit  gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen. Dieser Verfahrensschritt wurde in der Zeit vom 23.01.2012 bis 22.02.2012 durchgeführt. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte am 11.01.2012

 

Das Verfahren nach § 4 Abs. 2 BauGB (Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange) wurde in der Zeit vom 23.01.2012 bis 22.02.2012 im Parallelverfahren zur Beteiligung gem. § 3 Abs. 2 BauGB durchgeführt.

 

Die nachfolgend aufgeführten Änderungen bzw. Ergänzungen im Textteil, die sich gegenüber der zum Beschluss über die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB vorliegenden Planentwurfsfassung vom 06.09. 2011 ergeben, sind in violetter Farbe und Streichungen ebenfalls in  violetter Farbe eingetragen.

 

1.

Der Textteil A. Festsetzungen auf Blatt 1 wird wie folgt um den Pkt. 2.4 ergänzt:

2.4    § 1 Abs. 9 BauNVO:

Ausgeschlossen sind in den Industriegebieten und in den Gewerbegebieten Anlagen, die einen Betriebsbereich im Sinne von § 3 Abs. 5a BImSchG bilden oder Teil eines solchen Betriebsbereichs wären.

Dieser generelle Ausschluss kommt hier deshalb in Betracht, weil In den o.a. Gebieten durchgängig die Abstandsempfehlungen des KAS-Leitfadens nicht eingehalten werden können.

Entsprechend dem KAS-Leitfaden „Empfehlungen für Abstände zwischen Betriebsbereichen nach der Störfall-Verordnung [12. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes -Störfall-Verordnung-12. BImSchV ] und schutzbedürftigen Gebieten im Rahmen der Bauleitplanung – Umsetzung § 50 BImSchG“ der SFK/TAA – Arbeitsgruppe „Überwachung der Ansiedlung“ vom 18. Oktober 2005 gehören hierzu Anlagen und / oder Tätigkeiten in Betriebsbereichen mit Störfallpotential,

bei denen die Stoffe

 

-    der Klasse IV  (Abstandsempfehlung 1500m) :

                      Phosgen(DN 15), Acrolein und Chlor 

 

-    der Klasse III  (Abstandsempfehlung 900m) :

                     Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff,

                     Formaldehyd (>90%), Blausäure, HCN

 

-    der Klasse II  (Abstandsempfehlung 500m) :

                     Oleum65%(Schwefeltrioxid), Brom,

                     Ammoniak, Fluorwasserstoff, Fluor

 

-    der Klasse I   (Abstandsempfehlung 200m) :

                     Ethylenoxid, Acrylnitrit, Methanol(DN 50),

                     Propan (DN 50) Benzol (DN 50)

 

-          der Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung zum Einsatz  kommen und die dort genannte Mengenschwelle der Spalte 4 überschreiten. Das gilt auch für weitere Stoffe des Anhangs I der Störfallverordnung, die entsprechend ihren physikalischen und toxischen

Eigenschaften mit einem der oben genannten Leitstoffe vergleichbar ist.

Die Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung ist auf Blatt 3 zum Bebauungsplan abgebildet.

 

2.

Die Nutzungsschablonen der Baugebiete werden bezüglich der geänderten Hinweise auf textliche Festsetzungen entsprechend angepasst.

 

 

Änderungen bzw. Ergänzungen der Begründung Teil A:

 

Nachstehend angeführte Änderungen bzw. Ergänzungen in der Begründung (Fassung vom 13.04.2012) sind in kursiver Schrift  oder durch Streichungen kenntlich gemacht.

 

Der Pkt. 3.6 Nutzungsausschlüsse / Nutzungsbeschränkungen wird um den Unterpunkt 3.6.7 wie folgt ergänzt:

 

3.6.7  Ausschlüsse in den Gebieten nach §§ 8 und 9 BauNVO gem. § 1 Abs. 9 BauNVO

             

Insbesondere in Industriegebieten, bedingt aber auch in Gewerbegebieten, ist die Ansiedlung von sog. „Störfallbetrieben“ grundsätzlich denkbar. Der Artikel 12 der Seveso-II-Richtlinie1 fordert zur Begrenzung von Unfallfolgen für Mensch und Umwelt aufgrund schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen angemessene Abstände zwischen Betriebsbereichen und schutzbedürftigen Gebieten im Sinne der Richtlinie mit den Mitteln der Raum- und Flächenplanung sicherzustellen.

Die Anforderungen des Art. 12 Abs. 1der Seveso-II-Richlinie wurden im Wesentlichen durch Novellierung des § 50 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)und in deutsches Recht umgesetzt.

Dem Planungsgrundsatz des § 50 Abs.1, Satz 1 (BImSchG) - immissionsschutzrechtlicher Trennungsgrundsatz - zu Folge sind bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen, die für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Flächen einander so zuzuordnen, dass schädliche Umwelteinwirkungen und von schweren Unfällen im Sinne des Artikels 3 Nr. 5 der Richtlinie 96/82/EG in Betriebsbereichen hervorgerufene Auswirkungen auf die ausschließlich oder überwiegend dem Wohnen dienenden Gebiete sowie auf sonstige schutzbedürftige Gebiete, insbesondere öffentlich genutzte Gebiete, wichtige Verkehrswege, Freizeitgebiete und unter dem Gesichtspunkt des Naturschutzes besonders wertvolle oder besonders empfindliche Gebiete und öffentlich genutzte Gebäude, so weit wie möglich vermieden werden.

Da an das Plangebiet allseitig schutzbedürftige Gebiete, insbesondere im Norden, Osten und Süden Wohngebiete und im Südwesten ein Naturschutzgebiet, angrenzen, wird, um dem v.g. Planungsgrundsatz / Trennungsgrundsatz Rechnung zu tragen, der Textteil des Bebauungsplanes unter A. –Festsetzungen- auf Basis des   § 1 Abs. 9 BauNVO um eine entsprechende Festsetzung (Nr. 2.4) ergänzt.

Ausgeschlossen werden in den Industrie- und Gewerbegebieten Anlagen oder Tätigkeiten in Betriebsbereichen mit Störfallpotential, bei denen die Stoffe der Klassen I bis IV der Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung zum Einsatz  kommen und die dort genannte Mengenschwelle der Spalte 4 überschreiten.

Die Stoffliste des Anhangs I der Störfallverordnung ist auf Blatt 3 des Bebauungsplans dargestellt.

 

1Richtlinie 96/82/EG des Rates zur Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen 

vom 9. Dezember 1996 (Seveso-II-Richtlinie) ABL. EG. Nr. 10 vom 14.Januar 1997, S. 13, geändert durch Richtlinie RL 2003/105/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2003, ABL. EG. Nr. L345 vom 31. Dezember2003, S. 97.

 

 

Der Pkt. 3.1 Verkehrliche Erschließung / 3.11 Äußere Erschließung wird wie folgt ergänzt:

Die Anbindung des vorgesehenen Logistikparkes  durch Verkehrsmittel des ÖPNV erfolgt im Zuge der Außerhalb des Plangebietes befindlichen „Unser-Fritz-Straße“. Dort befindet sich in unmittelbarer Nähe des vorgesehenen Fuß- und Radweges die Haltestelle „Alleestraße“, welche durch zwei Buslinien (aktuell Linien 328 und 329) bedient wird. Diese Linien des ÖPNV stellen die Verbindung dieses Bereiches mit dem Verknüpfungspunkt „Wanne-Eickel Hbf“ her. Damit werden Fahrtmöglichkeiten für die Beschäftigten des geplanten Logistikparkes durch den ÖPNV angeboten.

 

 

Durch die Änderungen, Ergänzungen  und Streichungen sind die Grundzüge der Planung nicht berührt. Demzufolge ist eine erneute öffentliche Auslegung nicht erforderlich.

 

Der Bebauungsplan Nr. 217, - Logistikpark Schloß Grimberg / ehemalige Schachtanlage Unser Fritz I/IV-, Stadtbezirk Wanne - in der Fassung vom 13.04.2012 kann somit als Satzung beschlossen werden.

 

 

Der Oberbürgermeister

     In Vertretung

 

 

 

 

 

 

 

       Friedrichs

       (Stadtrat)

Anlagen:

Anlagen:

 

1.    Abwägungsergebnis (Stellungnahmen der Verwaltung zu den im Rahmen der 

       frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, der öffentlichen Auslegung des Bebau

       ungsplanentwurfes und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentli-

       cher Belange eingegangenen Stellungnahmen)

2.    Übersichtplan Maßstab 1:10000

3.     Bebauungsplanentwurf - Blatt 1 -Maßstab 1:1000 (Planstand: 13.04.2012)

              i.d.F. zum Satzungsbeschluss

4.    Bebauungsplanentwurf - Blatt 2 -Maßstab 1:1000 (Planstand: 06.09.2011)

       [Auflistung ausgeschlossenener Warensortimente]

5.    Bebauungsplanentwurf - Blatt 3 - (Planstand: 13.04.2012)

       [Stoffliste des Anhang 1-12. BImSchV]

6.   Begründung Teil A (Stand 13.04.2012) und Teil B [Umweltbericht] -

       i.d.F. zum Satzungsbeschluss

     6a.  DIN 45691 [Anlage zur Begründung]

     6b.  Hinweise zur Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen (LAI)

             [Anlage zur Begründung]

7.   Steckbrief Umweltprüfung RFNP

8.   Fachgutachten zu Luftschadstoffimmissionen vom 08.August2011

     Büro simuPlan / Dorsten

9.   Schalltechnische Untersuchungen zur Geräuschkontigentierung

      vom 13.Juli 2011 / Büro Uppenkamp und Partner / Ahaus

10.   Fachgutachterliche Einschätzung zu zulässigen Sortimenten - Büro Stadt +Handel

    

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 00_UWB_B-Plan_217_Unser_Fritz_Gesamtfassung (16913 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 1AUebersicht1zu10000BP217UnserFritz1_4 (714 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 2AbwaegungBP217 (129 KB)      
Anlage 13 4 öffentlich 3BegruendungzurmSatzungsbeschlussTeil1--Stand13 (203 KB)      
Anlage 4 5 öffentlich 4Blatt2-AusgeschlossenenWarensortimente (1201 KB)      
Anlage 5 6 öffentlich 5BP217LogistikparkBlatt1PlanzumSatzungsbeschlus (5190 KB)      
Anlage 6 7 öffentlich 6BP217LogistikparkBlatt3StofflistePlanzumSatzun (511 KB)      
Anlage 7 8 öffentlich 7FachgutachterlicheEinschaetzungzuzulaessigenS (643 KB)      
Anlage 8 9 öffentlich 8GSchallgutachtenP545008_20110718 (5498 KB)      
Anlage 9 10 öffentlich 9H04097111B_20110913-GutachtenLufthygiene (4640 KB)      
Anlage 10 11 öffentlich 10IDIN45691 (329 KB)      
Anlage 11 12 öffentlich 11JHinweiseLichtimmissionenLAINRW (234 KB)      
Anlage 12 13 öffentlich 12MUmweltsreckbriefRFNPHER02 (902 KB)