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Vorlage - 2012/0340  

Betreff: Selbstverpflichtungserklärung des Integrationsrates
- Gemeinsamer Antrag von Migrantenbündnis Herne, proIntegration, SPD und Bündnis90/Die Grünen
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Verfasser:MBH, proIntegration, SPD, Grüne
Federführend:Büro Dezernat III Bearbeiter/-in: Barszap, Michael
Beratungsfolge:
Integrationsrat Entscheidung
16.05.2012 
des Integrationsrates beschlossen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

 

Selbstverpflichtungserklärung des Integrationsrates

 

 

Sehr geehrter Herr Oruc,

 

wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Integrations-rates am 16. Mai 2012 zu setzen:

 

 

Der Integrationsrat beschließt die als Anlage beigefügte Selbstver-pflichtungserklärung des Integrationsrates.

 

 

Die Begründung erfolgt mündlich während der Sitzung.

 

 

 

 

gez. Nurten Özcelik                                                                      gez. Ilyas Eveyik

Migrantenbündnis Herne                                                        proIntegration

 

 

 

gez. Volker Bleck                                                                      gez. Tina Jelveh

SPD                                                                                                      Bündnis 90/Die Grünen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstverpflichtungserklärung des Integrationsrates

 

 

Der Integrationsrat ist das legitimierte Selbstvertretungsorgan der in Herne lebenden Migrantinnen und Migranten. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Organisationen, Verbände und Parteien.

 

Eines der zentralen Anliegen des Integrationsrates ist es, die  vom Integrationsrat und dem Rat der Stadt Herne im Jahr 2007 verabschiedeten Leitlinien für die Integrationsarbeit in Herne aktiv umzusetzen. Hierbei genießt der Dialog und der Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen in gegenseitiger Achtung und im Sinne eines friedlichen Miteinanders äußerste Priorität. Deshalb ist es dem Integrationsrat besonders wichtig, sein Handeln und Wirken in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen überparteilich und überkonfessionell auszurichten, um möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen zu beteiligen. Auf diese Weise sollen Ausgrenzung und Misstrauen überwunden werden.

 

Aus diesem Grund verpflichtet sich der Integrationsrat, bei allen Veranstaltungen, die er federführend ausrichtet oder an denen er sich beteiligt, darauf zu verzichten, religiöse, politische und weltanschauliche Schriften und Medien auszulegen und zu verteilen. So kann gewährleistet werden, dass beteilige Organisationen und Einzelpersonen in ihren Überzeugungen, Gefühlen und Grundwerten nicht verletzt werden und ein friedliches Miteinander im gegenseitigen Respekt gefördert wird.

 

Zur Erreichung dieser Ziele fordert der Integrationsrat auch alle Organisationen, Vereine und Verbände, die sich an diesen Veranstaltungen beteiligen wollen, auf, sich dieser Selbstverpflichtung anzuschließen und zu eigen zu machen. Alle an den genannten Veranstaltungen teilnehmenden Organisationen werden zusätzlich im Vorfeld über die Verpflichtungserklärung informiert und um eine schriftliche Bestätigung gebeten.