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Vorlage - 2012/0367  

Betreff: Zwischenbilanz Lernen vor Ort - Abschluss der ersten Förderphase 2009 - 2012
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Sievers, Petra - Tel.: 3050
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Bartkowiak, Heike
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
31.05.2012 
des Schulausschusses zur Kenntnis genommen     
Kultur- und Bildungsausschuss Entscheidung
14.06.2012 
des Kultur- und Bildungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Integrationsrat Entscheidung
19.09.2012 
des Integrationsrates zur Kenntnis genommen   
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
27.06.2012      zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:             ---

Nr.:

Bez.:          ---

 

           ---

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:             ---

Nr.:

Bez.:         ---

 

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Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Schulausschuss / der Kultur- und Bildungsausschuss / der Integrationsrat / der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht zu den Ergebnissen der ersten Programmphase Lernen vor Ort zur Kenntnis.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Die erste Förderphase im Programm „Lernen vor Ort“ endet im August 2012.                   Die Bewilligung für die zweite Förderphase vom 01. September 2012 bis                            31. August 2014 liegt vor. Ziel der gesamten Förderung ist es, ein datenbasiertes Bildungsmanagement auf kommunaler Ebene aufzubauen. Die zweite Förderphase soll dazu dienen, die dafür notwendigen Strukturen innerhalb der Verwaltung sowie mit den Bildungsakteuren vor Ort zu festigen.

 

 

 

 

 

 

 

In der ersten Programmphase wurde in den einzelnen Handlungsfeldern bislang folgendes erreicht:

 

Bildungsmanagement

Bildung ist die wichtigste Ressource unserer Stadt - so steht es im Leitbild                „Lernen! In Herne“. Das Leitbild wurde in der ersten Projektphase durch die verschiedenen Gremien und Bildungsakteure in einem dialogischen Prozess  entwickelt. Es stellt jetzt den normativen Rahmen für die Gestaltung der Bildungslandschaft und ist der Beginn einer langfristig angelegten Entwicklung zu einer mit allen relevanten Bildungsakteuren gemeinsam gestalteten strategischen Planung. Ziel ist, ein bedarfsgerechtes Bildungsangebot in Herne zu schaffen, die Bildungsteilhabe aller zu erhöhen, insbesondere der Bildungsfernen und Bildungsungewohnten, sowie die Zusammenarbeit aller Bildungsakteure langfristig zu stärken und zu sichern. Die Planung wird unterstützt durch das Bildungsmonitoring und die Fortsetzung der Bildungsberichterstattung.

 

Mit dem weiteren Ausbau des datenbasierten Bildungsmanagements verfolgt die Stadt Herne das Ziel, die konkrete Bildungssituation für Hernerinnen und Herner zu verbessern. Es sollen Strukturen aufgebaut werden, die es ermöglichen entlang der Bildungsbiografie passgenaue Unterstützungssysteme in der Kommune anzubieten. So sollen die individuellen Bildungspotentiale der Bürgerinnen und Bürger erschlossen werden und die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Bevölkerung erhöht werden. Hier stehen insbesondere Familien und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Mittelpunkt.

 

Die geschaffenen Steuerungs- und Koordinierungsgremien, sowie die themenspezifischen Netzwerke innerhalb der Verwaltung und mit externen Partnern werden langfristig konkrete Zielen und Maßnahmen  im Rahmen einer strategischen Bildungsplanung aushandeln. Die Zusammenarbeit mit dem Land NRW auf Basis des Kooperationsvertrags zur Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft ist ein weiterer Baustein für eine langfristige Ausrichtung des Bildungsmanagements. Insgesamt soll Bildung als Querschnittsthema in der Verwaltung, in den bürgerschaftlichen Gremien und in der übergreifenden Zusammenarbeit der Bildungsinstitutionen verankert werden.

 

Ergebnis des Bildungsmanagements sind passgenaue Angebote für die Bürgerinnen und Bürger - für jede Lebensphase und in allen Bildungsbereichen. Hier sind insbesondere niederschwellige Ansätze zu entwickeln, mit denen auch Bildungsferne und Bildungsungewohnte erreicht werden können. Dabei stehen das Übergangs-management, die Bildungsberatung, die Familienbildung, der Integrationsbereich und die Bildungsbeteiligung Älterer im Fokus, da dies den spezifischen Bedarfslagen in Herne entspricht.

 

Bildungsbüro als Steuerungseinheit innerhalb der Kommune

2009 wurde das kommunale Bildungsbüro im Fachbereich Schule und Weiterbildung, Abteilung Schulverwaltungsaufgaben, eingerichtet. Bestandteil des Bildungsbüros sind die Stabsstelle Integrative  Bildungsplanung (verantwortlich für Bildungs-monitoring), die regionale Geschäftsstelle des Bildungsnetzwerks Herne (Kooperationsvertrag zur Weiterentwicklung eines regionalen Bildungsnetzwerks mit dem Land NRW), die Schulentwicklungsplanung und die Projektleitung Lernen vor Ort. Es verfügt über ein eigenes Projektbudget (jährlich 45.000 Euro) für die Förderung und Durchführung von Maßnahmen. 

 

Das Bildungsbüro hat die Aufgabe, die internen und intern-extern besetzten Gremien zu koordinieren und Diskussionen aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern weiterzutragen. Ein wesentliches Element ist ebenfalls die Berichterstattung im bürgerschaftlichen Bereich sowie die Entscheidungsvorbereitung für die Verwaltungsleitung und die Politik.

 

Umsetzung Lernen vor Ort

Die sechs Mitarbeiterinnen im Programm (finanziert aus Fördermitteln) sind in unterschiedlichen Fachbereichen angesiedelt (Aktionsfeld Familienbildung / Elternarbeit: Fachbereich Kinder - Jugend - Familie, Aktionsfeld Bildungsberatung:     Fachbereich Schule und Weiterbildung (VHS)). Im Bildungsbüro selbst sind die Aktionsfelder Bildungsmanagement, Bildungsmonitoring, Übergangsmanagement und Bildungsmarketing verortet. Das Aktionsfeld Integration / Diversitätsmanagement wird durch die RAA betreut. Ziel war es, keine Doppelstrukturen aufzubauen und die Koordination von Bildungsangeboten in der jeweiligen Fachlichkeit anzusiedeln.

 

Für die Koordination der verschiedenen Einzelmaßnahmen, den Wissenstransfer zwischen den Handlungsfeldern und die gemeinsame Weiterentwicklung des Bildungsmanagements wurde ein Gesamtnetzwerk gegründet, welches sich regelmäßig über Entwicklungen austauscht und aktuelle Fragestellungen diskutiert. Neben den Projektmitarbeiterinnen sind die Verantwortlichen für weitere Bildungsbereiche, z. B. Integration oder die Gesamtverantwortung für Familien-bildung, Teil des Gesamtnetzwerks.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsbüros, aus Lernen vor Ort und des Gesamtnetzwerks sind in zahlreichen spezifischen Netzwerken und Arbeitskreisen aktiv. Dort gestalten sie Diskussionen und Entscheidungen mit und tragen die Informationen zurück ins Gesamtnetzwerk und das Bildungsbüro. Diese Struktur ist Grundlage für die Rückkopplung der aktuellen Entwicklungen zwischen den Handlungsfeldern.

 

Steuerungs- und Koordinierungsgremien

Um langfristig eine strategisch ausgerichtete Koordination und Planung über alle Bildungsbereiche zu erreichen, ist es notwendig Gremien zu schaffen - innerhalb der Verwaltung und mit externen Partnern - die alle Verantwortlichkeiten repräsentieren und alle relevanten Partner einbeziehen. Dazu wurden übergreifende Gremien aufgebaut, die durch themenspezifische Netzwerke und Arbeitskreise unterstützt werden. 

 

Gremien mit externer Beteiligung

Bildungskonferenz: Sie tagt seit 2010 einmal jährlich mit Vertreterinnen und Vertretern Herner Bildungsakteure (ca. 120 Personen). Der Teilnehmerkreis ist definiert, auf Einladung können je nach Schwerpunktthema weitere Vertreterinnen und Vertreter dazu kommen. Die Konferenz befasst sich mit aktuellen bildungspolitischen Themen und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Bildungsbereiche. Die Konferenzen werden durch den regionalen Lenkungskreis vorbereitet.

Lenkungskreis: Hier sind die Bezirksregierung, das Schulamt, die Dezernatsleitung, die Grundpatenstiftung, Vertreterinnen und Vertreter aller Schulformen, Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter aus den Fachbereichen Schule und Weiterbildung sowie Kinder - Jugend - Familie vertreten. Der Lenkungskreis tagt alle 6 – 8 Wochen. Er hat den Entwurf für das Leitbild erstellt und wertet die Ergebnisse der Bildungskonferenz aus. 

Verwaltungsnterne Gremien

Planungsrunde Behördenleitung: Das Bildungsbüro stimmt regelmäßig die Planungen mit dem Oberbürgermeister und der zuständigen Dezernentin ab. Bei Bedarf werden Vorlagen auch im Verwaltungsvorstand abgestimmt.

Koordinierungsrunde Dez. III: Einmal im Quartal besprechen sich die Abteilungsleiter aus den Fachbereichen Schule und Weiterbildung, Kinder-Jugend-Familie, Kultur, die Jugendhilfeplanung und das Bildungsbüro zu aktuellen Entwicklungen. Zentrales Handlungsfeld ist derzeit die Verbesserung der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule.

 

 

Bildungsmonitoring

 

Der Schulausschuss hat die Verwaltung 2008 beauftragt, ein kontinuierliches Bildungsmonitoring einzurichten und in einem dreijährigen Rhythmus Bildungsberichte vorzulegen. Die nötige Personalressource wurde als Stabsstelle eingerichtet und im Bildungsbüro verankert, so dass eine enge Verknüpfung zwischen Monitoring und Management gegeben ist.

 

Im Monitoring wurde mit dem Datenbankaufbau für die Bereitstellung von Sozial- und Bildungsdaten aus dem vorhandenen Planungs- und Berichtswesen begonnen. In den einzelnen Handlungsfeldern werden die Durchführung von Bestandserhebungen und Befragungen unterstützt. Der 2. Herner Bildungsbericht wurde Ende 2011 vorgelegt. Es wurde eine Bestandsaufnahme bestehender Berichtssysteme und Datenhaltungen, besonders im Hinblick auf die Verfügbarkeit kleinräumiger Bildungs- und Sozialdaten durchgeführt, „kommunale“ Indikatoren, Definitionen etc. abge-sprochen, Sozial- und Bildungsdaten akquiriert, eine Konzeption für den Bildungs-bericht erstellt und die nötigen Berechnungen durchgeführt. Im Rahmen von Lernen vor Ort hat sich Herne an der Entwicklung eines Datenbanksystems für das Bildungsmonitoring beteiligt. Dieses System soll ab Mitte 2012 auch in Herne genutzt werden.

 

 

Bildungsberatung

 

Aufbau einer trägerübergreifenden kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle

Seit Januar 2010 besteht die trägerunabhängige Weiterbildungsberatungsstelle der Stadt Herne, die jährlich etwa 300 Beratungen durchgeführt hat. Ein Aufgabengebiet ist die allgemeine Beratung zur beruflichen Weiterbildung und Qualifikation. Neben dem individuellen Beratungsangebot mit Terminvereinbarung werden auch Gruppenberatungen zur beruflichen Qualifizierung und Orientierung in Familienzentren durchgeführt. Alle Beratungen werden dokumentiert. Die bisher entwickelte Falldokumentation soll als Grundlage für die Einführung von Fall-dokumentationen in allen Beratungseinrichtungen genutzt werden, so dass zukünftig besser geplant werden kann, welche Beratungsangebote nachgefragt werden und welche Zielgruppen evtl. bislang die Möglichkeiten der Bildungsberatung noch nicht nutzen. In der zweiten Förderphase ist die Weiterbildungsberatungsstelle nicht mehr förderfähig, so dass das Angebot in dem Umfang nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

 

 

 

 

Koordinierung von Weiterbildungsberatung in Herne

Grundlage für die Gründung des Netzwerks Bildungsberatung war eine Bestandserhebung aller Weiterbildungsberatungsstellen. Mitte 2010 hat sich das                  o. g. Netzwerk zusammengefunden. Ziel ist es, Transparenz über das Beratungs-angebot in Herne herzustellen und gemeinsame Qualitätsstandards zu entwickeln. Als erstes Produkt ist eine Übersicht der Beratungsstellen und Finanzierungs-möglichkeiten im Bereich Weiterbildung entstanden. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung im Mai 2011 hat sich das Netzwerk der Öffentlichkeit präsentiert.                  Im Netzwerk werden die Qualitätsanforderungen an Beratung thematisiert und entsprechende Fortbildungen in Zusammenarbeit mit der G.I.B. NRW durchgeführt. Ebenso ist die standardisierte Erfassung der Beratungen vorgesehen. Weiteres Thema ist die Erreichbarkeit bildungsferner Schichten für Bildungsberatung.                    Hier werden gemeinsame Lösungen gesucht.

 

 

Bildungsübergänge

 

Das Übergangsmanagement hat sich vorrangig mit den Übergängen Kita -Grundschule, Grundschule - Sekundarstufe I und Schule - Beruf auseinandergesetzt. Grundlage dafür ist der Entschluss der Bildungskonferenz 2010, bei der Handlungsempfehlungen für diese Übergänge erarbeitet wurden. Das Übergangs-management ist elementarer Bestandteil von Lernen vor Ort und dem reg. Bildungsnetzwerk und deshalb im Bildungsbüro angesiedelt. Folgende Produkte wurden entwickelt und umgesetzt:

 

§         Broschüren für die Übergänge Grundschule - SEK I und Schule - Beruf,

§         Handlungsleitfäden für Bildungseinrichtungen zu den Übergängen Kita – Grundschule und Grundschule - SEK I,

§         Einführung von Verfahren für die Erfassung und Beratung unversorgter Jugendlicher nach Klasse 10,

§         Koordinierung einer MINT-Bildungskette von der KiTa bis zur SEK II.

 

Alle Produkte sind in Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitskreisen und Netzwerken entstanden.

Weiterer Bestandteil des Übergangsmanagements ist die konsequente Einbindung der kulturellen Bildung in die Übergangssituationen.

 

 

Integration / Diversitätsmanagement

 

Weiterbildung / Qualifizierung zur „Interkulturellen Bildungsbotin“

Ziel des Einsatzes der interkulturellen Bildungsbotinnen und -boten ist es, die Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte in höherem Maße als bisher zu erreichen und für Bildungsthemen zu sensibilisieren. Sie vermitteln bei Bedarf zwischen Einrichtungen und Eltern, geben aber auch allgemeine Informationen an ihr Umfeld weiter. Sie wirken auch direkt in weitere Handlungsfelder, z. B. in die Familien-bildung, die Bildungsberatung und das Übergangsmanagement. Die Bildungs-                                                                botinnen und -boten leisten einen wichtigen Beitrag für die Erhöhung und Verbesserung der Bildungsteilhabe insbesondere von Migrantinnen und Migranten. Insgesamt wurden 20 interkulturelle Bildungsbotinnen und -boten ausgebildet.                  Im Februar 2011 sind die ersten 11 Bildungsbotinnen in die Praxisphase übergegangen. Sie haben sich persönlich und mit Infomaterialien den Bildungsinstitutionen sowie den Eltern vorgestellt.

Sie sind schwerpunktmäßig in Elterngespräche involviert und begleiten Projekte anderer Träger. Der zweite Qualifizierungsdurchgang lief 2011 mit neun weiteren Bildungsbotinnen und -boten. Damit sind 20 Multiplikatorinnen aus fünf Kulturen (Türkisch, Marrokanisch, Bosnisch, Russisch, Tamilisch) in der Vermittlung zwischen den Bildungsinstitutionen und den Elternhäusern mit Zuwanderungsgeschichte tätig.

 

Der Einsatz der Bildungsbotinnen und -boten wird von der RAA koordiniert und in regelmäßig stattfindenden Coachings engmaschig begleitet. Die Koordination und die Coachings werden von der RAA in diesem Sinne weitergeführt werden.                    Eine weitere Maßnahme zur Verstetigung des Projektes ist die Kooperation mit unterschiedlichen Partnern wie dem Integrationsbüro sowie dem Fachbereich Kultur. Die Wirksamkeit des Einsatzes der Bildungsbotinnen und Boten wird durch die Ruhruniversität Bochum als Grundlage für die weitere Angebotsplanung untersucht.

 

Familienbildung / Elternarbeit

 

Weiterentwicklung der Familienzentren (FaZe)

Die Profilentwicklung der Familienzentren mit Blick auf das familienbildnerische Angebot wird durch stadtweite und trägerübergreifende dialogisch entwickelte Strukturen auf mehreren  Ebenen (FaZe-Gesamtkonferenz mit Arbeitsgruppen, Bezirkstreffen, FaZe-Leitungsgremien, Teamkonferenzen, Fachforen zu aktuellen Familienbildungsschwerpunkten) vorangetrieben.

Die Intensivierung persönlicher Kontakte, die thematische Konzentration auf die Weiterentwicklung von Familienbildungsangeboten sowie Erhebungen zu Unter-stützungsbedarfen und Weiterentwicklungsinteressen der FaZe und der Familien bilden die Grundlage für die aktive Zusammenarbeit der FaZe und ihrer Partner. Durch Einzel- und Teamkontakte, Foren und Vereinbarungen wird die Zusammenarbeit für den Bildungsraum FaZe mit weiteren kommunalen und nicht-kommunalen Akteuren in der Familienbildungsarbeit aufgebaut und vertieft. Dieses strukturierte Vorgehen, konkrete Aufgaben- und Verantwortungsabsprachen sowie eine hohe Transparenz sind Basis für eine gemeinsame konzeptionelle Arbeit in den Bereichen „Öffentlichkeits- und Imagearbeit“, „Innovative Familienbildung“ und „Vernetzung der Familienbildungsangebote“.

 

Gemeinsam entstand ein Konzept „Familienbildung in Familienzentren“. Es enthält Übersichten und Arbeitshilfen für die Ausrichtung der familienbildnerischen Arbeit und ermöglicht eine aufbauende fachliche und bedarfsnahe Ausrichtung der Angebote.

 

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Familienbildung (FaBi) wird in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren durch Fortbildungen und Fachtagungen angeregt. Die Zusammenarbeit zwischen der Koordination Familienbildung, den FaZe und deren Partnern sowie den Trägervertreterinnen und -vertretern ermöglicht eine langfristige tragfähige Weiterentwicklung.

 

In vier Familienzentren finden regelmäßig offene Beratungsstunden für Familien statt. Hauptsächlich wird das Angebot durch Eltern aus der Einrichtung genutzt. Die konkrete Bildungsberatung für Familien im Rahmen der Sprechstunden in FaZe hat die Notwendigkeit einer persönlichen Ansprache und Motivation von Eltern verdeutlicht und entsprechende Bedarfe der (Weiter)-Qualifizierung von personen-orientierten und kultursensiblen Fachkräften in und für die FaBi-Arbeit aufgezeigt. Dies soll in der zweiten Programmphase durch die Erarbeitung eines pädagogischen Konzepts für Fachkräfte in der Familienbildung weiter verfolgt werden.

Das Coaching-Angebot für die FaZe hat die Identifikation der Fachkräfte als Akteure in der Familienbildung verstärkt. Konkrete Arbeitsabsprachen, Fortbildungen und Qualifizierungen erhöhten die Fachlichkeit und Bereitschaft zur Verantwortungs-übernahme. Die o. a. Fachforen ermöglichen zudem Fachkräften unterschiedlicher Institutionen eine thematische Zusammenarbeit. Beide Maßnahmen verfolgen das Ziel einer gemeinsamen Ausrichtung auf die Bedarfe und Wünsche der Familien.

 

Marketing Familienbildung

Die Stärkung des Netzwerkes mit seinen vielfältigen Angeboten und Zugangswegen zu Familien durch gezielte thematische Kontakte und Absprachen, Ausbau des Wissens voneinander und FaZe-übergreifende Verknüpfungen zeigt positive Auswirkungen im Hinblick auf die Erreichbarkeit von Familien.

 

Die Veröffentlichung beispielhafter Angebote der FaZe im VHS-Programmheft, sowie des Gesamtprogramms in eigenen Broschüren und im Internet unterstützt sowohl die institutionelle Zusammenarbeit, als auch die Öffnung des FaZe-Angebotes in den Sozialraum. Erstmalig haben die FaZe trägerübergreifend einen gemeinsamen Flyer herausgegeben, der ihre Arbeit vorstellt.

Die FaZe sind auch im 2010 gegründeten Arbeitskreis Familienbildung vertreten, der die Aufgabe hat, ein kommunales Gesamtkonzept der Familienbildung zu entwickeln. Die 2010 erfolgte Bestandsaufnahme der FaBi-Akteure mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten und Ausrichtungen bildet dafür eine erste Arbeitsgrundlage.

 

 

Marketingkonzept für das Lernen im Lebenslauf

 

Aufbau eines Bildungsmarketings

Als Grundlage für das Marketing sind die Dachmarke (Lernen! In Herne) und ein Corporate Design für das Herner Bildungsnetzwerk entwickelt worden. Dieses wird für alle Veröffentlichungen genutzt. Es sind verschiedene Produkte in den Handlungsfeldern entstanden: Flyer Bildungsbüro, Flyer Bildungsbotinnen, Flyer Schüler-Online, Übergangsbroschüren, Broschüre Bildungsberatung in Herne, Diskussionsheft zum Leitbild Bildung, usw.

 

Wesentliches Element des Bildungsmarketings ist die öffentliche Diskussion von Bildungsthemen. So sind die Herner Bildungsgespräche für die interessierte Öffentlichkeit und das pädagogische Personal als feste Größe eingeführt. In der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung erscheinen Artikelserien zum Thema Bildung und Lernen, z. B. die Darstellung Herner Bildungsbiografien oder eine Einführung in die unterschiedlichen Handlungsfelder des Bildungsbüros und des Programms Lernen vor Ort.  Das Herner Bildungsnetzwerk präsentiert sich auf innerstädtischen Veranstaltungen, z. B. bei der interkulturellen Woche, mit einem eigenen Messestand und weiteren Materialien, die sich mit dem Thema lebenslanges Lernen auseinandersetzen.

 

Das Thema „Lernen in der zweiten Lebenshälfte“ wird in der VHS Herne in enger Zusammenarbeit mit der Initiative ID55 koordiniert. Das Ziel dabei, ist die Aktivierung und Motivation der Bürgerinnen und Bürger zu mehr Bildungsbeteiligung im Alter, sei es durch ehrenamtliches Engagement, sei es durch die Nutzung entsprechender Bildungsangebote für Beruf und Alltag bzw. die spät- und nachberufliche Lebensphase.

 

 

In der ersten Projektphase wurde die Öffentlichkeit durch Kongresse und Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten für den Themenkomplex „Lernen in der zweiten Lebenshälfte“ sensibilisiert. Auch haben die Veranstaltungen dazu beigetragen, neue Bilder vom „Alter(n)“ zu transportieren und das Kompetenzmodell (vs. Defizitmodell) zu akzentuieren. 

 

In der Sitzung werden einzelne Handlungsfelder kurz vorgestellt.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Thierhoff

Stadträtin