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Vorlage - 2012/0380  

Betreff: Mehrzweckanlage im Sportpark Eickel - Betriebskonzept
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Federführend:FB 44 - Öffentliche Ordnung Bearbeiter/-in: Belker, Eduard
Beratungsfolge:
Sportausschuss Vorberatung
06.06.2012 
des Sportausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
14.06.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Sportausschuss empfiehlt der Bezirksvertretung Eickel folgenden Beschluss zu fassen:

 

 

Die Bezirksvertretung Eickel nimmt

 

-          das neue Konzept zur Führung der Mehrzweckanlage im Sportpark

 

-          die Vorschläge für die neue Entgeltstruktur für die Mehrzweckanlage im Sportpark Eickel

 

zur Kenntnis.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Historie

 

Minigolf / Miniaturgolf

 

Die Anlage „Im Sportpark Eickel“ wird seit den 1950er Jahren als öffentliche Einrichtung betrieben. Seit 1995 ist der Minigolfclub Rot-Weiß Wanne-Eickel e. V. (Minigolfclub) Betriebsführer der Anlage für die Stadt Herne. Weiterer Nutzer der Anlage ist der Tennisclub Parkhaus Wanne-Eickel e. V. Es besteht eine vertrauensvolle und für alle Seiten positive Betriebsführung. 

In den letzten Jahren wurden immer wieder Umbauarbeiten auf der Anlage vorgenommen, z. B. wurde die Minigolfanlage durch eine Miniaturgolfanlage ergänzt. Dies wurde auf der Fläche von 2 der 3 vorhandenen alten Kunststofftennisplätze realisiert.  Ein schlechter (unbespielbarer) Zustand der beiden Kunststofftennisplätze und eine rückläufige Nachfrage im Bereich Tennis  waren dafür entscheidungsrelevant.  Diese Umbaumaßnahme ermöglichte dem Minigolfclub die Turnierfähigkeit auf Verbandsebene.

Das Sozialgebäude oberhalb der Minigolfanlage wurde durch einen Brand im Jahr 2009 völlig zerstört.  Der Minigolfclub verlor dadurch die Ausgabestätte für Spiel- und Sportmaterialien sowie die öffentliche Toilette für die Nutzer der Anlage und seine Geschäfts- und Clubräume.  Die weitere Nutzung der Sportanlage war dadurch in Frage gestellt. Lediglich eine provisorische Nutzung, unter größtmöglichen Einschränkungen, konnte aufrecht erhalten werden.

In den letzten 3 Jahren wurden mit Unterstützung der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Herne mbH (GBH) provisorische Unterstände errichtet und der Spielbetrieb konnte dadurch aufrecht erhalten werden.

Im Sommer 2009 legte der Betriebsführer bereits Überlegungen für eine Neuplanung des Sozialgebäudes vor. Nach mehreren Abstimmungsrunden konnte eine gemeinsame Planung erstellt werden. Die Versicherungsleistungen waren lange Zeit nicht klar definiert. Dies erfolgte aber mit Eingabe entsprechender Vorlagen für eine Neuplanung. Die vom Betriebsführer eingereichten Vorstellungen wurden vom Gebäudemanagement Herne (GMH) in eine konkrete Planung umgewandelt. Die Bezirksvertretung Eickel  beschloss im Jahr 2010 den Wiederaufbau des Sozialgebäudes. Dabei wurde festgelegt, dass dieses Gebäude - ähnlich wie das Gebäude am Sportplatz Voßnacken - durch die GBH errichtet werden soll, um die kalkulierten Baukosten einzuhalten. Diese Vorgehensweise war mit dem Betriebsführer abgestimmt. Es entsteht ein Gebäude, das weitaus optimaler für den Betrieb geeignet sein wird als das vorherige Gebäude. Die Bauweise erfolgt konventionell mit einem außen angebrachten Wärmedämmverbundsystem. Der Innenausbau bzw. die Einrichtung wird durch den Betriebsführer vervollständigt. Eine entsprechende  Baugenehmigung wurde erteilt.  Mit dem Neubau  konnte im Frühjahr 2011 begonnen werden. Es war vorgesehen, diese Arbeiten bis zur Saisoneröffnung im April 2012 abzuschließen. Laut Sachstandsbericht des GMH aus März 2012 soll unter der Voraussetzung, dass der geplante Bauablauf eingehalten werden kann, das Sozialgebäude Mitte bis Ende September 2012 zur Nutzung freigegeben werden. Die sanitäre Situation für die Saisoneröffnung 2012 und die anstehenden Meisterschaftsspiele wird in Absprache mit dem Verein durch Aufstellen eines Toilettenwagens kurzfristig überbrückt. Im Rahmen des Bauablaufs soll der Sanitärbereich nach Auskunft des GMH vorrangig fertiggestellt werden.

 

Die Kosten für die ebenfalls zeitgleich durchgeführte Neugestaltung der Mehrzweckanlage wurden aus Mitteln des Sachkontos „Spiel- und Sportgelegenheiten„ gedeckt.

Die Kosten für den Neubau des Sozialgebäudes an der Minigolfanlage wurden durch das GMH ermittelt. Diese Kostenschätzung geht vorläufig von Kosten i. H. v. 186.000,00 € aus. Die Versicherungsleistungen sollen nach den letzten Verhandlungen 105.000,00 € betragen. Der Minigolfclub hat zwischenzeitlich 5.000,00 € aus der gemeinsamen Investitionspauschale gezahlt. Von den zu finanzierenden 76.000,00 € sind Haushaltsmittel i. H. v. 47.000,00 € vorhanden. Für die Baumaßnahme besteht somit noch eine Finanzierungslücke in Höhe von 29.000.00 €. In Gesprächen zwischen der Sportverwaltung, GBH und GMH werden aktuell Lösungen erarbeitet, wie diese Lücke geschlossen werden kann.

 

 

Tennis

 

Die beiden Tennentennisplätze werden seit Mitte 2009 durch den Tennisclub Parkhaus Wanne-Eickel e. V. (Tennisclub) für seinen Spiel- und Trainingsbetrieb genutzt.  Aufgrund des starken Mitglieder- und Mannschaftszuwachses war dies auch aus sportfachlicher Sicht sinnvoll.

Ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt Herne und dem Tennisclub regelt das Nutzungsrecht.  Dieser schließt die fachliche Überarbeitung der beiden Tennentennisplätze durch den Tennisclub sowie den zukünftigen Unterhalt und die Pflege der Tennisanlage mit ein. Die Wiederherstellung der Tennentennisplätze konnte durch Mittel des Vereins und günstige Verhandlungsergebnisse auf ca. 15.000,00 € reduziert werden. Dem Tennisclub wurde zwischenzeitlich zudem ein Zuschuss in Höhe von 10.000,00 € gewährt.

 

Die Betriebsführung der Mehrzweckanlage erfolgt weiterhin durch den Minigolfclub, die Vergabe der Tennisplätze erfolgt durch den Tennisclub.

 

 

Mehrzweckspielfeld

 

Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung auf dem Gelände der Mehrzweckanlage wurde der letzte vorhandene Kunststofftennisplatz nicht mehr reparabel beeinträchtigt.

Im Rahmen der Sportentwicklungsplanung  wurde zudem festgestellt, dass im Bereich des Tennissports ein Überhang an Außentennisfeldern besteht. Aus diesem Grund entschied die Stadt Herne den v. g.  Kunststofftennisplatz nicht wieder herzurichten. Hinzu kam, dass im Rahmen der letzten Ausschreibungen geschätzte Herstellungskosten von bis zu 40.000,00 € (bei Tennenplätzen) als Erfahrungswerte vorlagen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht war dieser Herstellungsaufwand nicht zu vertreten. Die Kunststoffplätze wurden in der Vergangenheit kaum noch genutzt.

Eine veränderte Nutzung des Kunststofftennisplatzes wurde zusammen mit Kindern des benachbarten Jugendzentrums geplant und nunmehr umgesetzt.

Im Rahmen des Sommerferienprogramms wurde ein Modell für die Umgestaltung des Tennisplatzes in ein Mehrzweckspielfeld erstellt und mit dem Betriebsführer sowie  Nutzern/-innen in einem gemeinsamen Gespräch erörtert und realisiert. Im Rahmen der Umgestaltung wurde der vorhandene Kunststofftennisplatz in eine multifunktionale Anlage umgewandelt und u. a. mit Kunstrasen ausgestattet. Die bestehende Umzäunung wurde erhalten. An der Seite zur Minigolfanlage konnte eine ca. 2 m hohe Kletter- und Boulderwand errichtet werden. Neben der Aufstellung von zwei Metalltoren und einem Basketballkorb wurde eine Netzanlage für Badminton bzw. Federball errichtet.  Eine Boule-Anlage wurde zusätzlich integriert.

Im Jahr 2012 werden noch Sitzbänke sowie eine Überdachung der Sitzgelegenheiten aufgestellt, die Boulebahn überarbeitet und die Pflasterung der Wege und Begrünung der nicht sportlich genutzten Flächen realisiert. Eine  zusätzliche  Erhöhung der Zaunsicherung an der Seite zu den Tennisplätzen verbunden mit noch festzulegenden aktiven und passiven Sicherungsmaßnahmen ist im weiteren Verlauf des Jahres 2012 geplant, ebenso ist dann die Einweihung der Gesamtanlage vorgesehen.

 

2. Neues Betriebskonzept

 

 

Die Entwicklung der Anlage zu einer Mehrzweckanlage erfordert in sportlicher wie betrieblicher Hinsicht  ein neues Betriebskonzept einhergehend mit einer Nutzungsänderung.

Seit Oktober 2011 wurde zwischen den Vertragspartnern die Neuausrichtung der Nutzung der Mehrzweckanlage auf Basis der aktuellen Neugestaltung erörtert. Die Steigerung der Attraktivität der Anlage, der mögliche Besucherzuwachs und neue Nutzungsentgelte wurden angesprochen. Der Betriebsführer hat zwischenzeitlich seine Vorstellungen konkretisiert.  Diese stellen sich wie folgt dar:

 

Spielgebühren – Mini-/Miniaturgolf

 

Ist – Zustand:

 

Die aktuellen Gebühren für die Nutzung der Minigolfanlage wurden letztmalig zu Beginn der Saison 2000 festgelegt. Der Preis für eine Runde Minigolf beträgt aktuell 2,00 € für Erwachsene und 1,00 € für Jugendliche.

Die für den Betrieb der Anlage erforderlichen Aufwendungen sind seitdem erheblich gestiegen.

 

 

Gründe für eine neue Preisgestaltung:

 

Um den ordnungsgemäßen Betrieb der Minigolfanlage auch zukünftig sicherzustellen, ist eine Anpassung der Spielgebühren erforderlich. Auf fast allen vergleichbaren Anlagen in unserer Region werden höhere Spielgebühren verlangt. Oftmals findet man auch eine differenziertere Preisgestaltung. Eine unmittelbar folgende zweite Spielrunde wird günstiger angeboten als die erste Runde. Des Weiteren werden auch 5er und 10er Karten angeboten, die dem/r Nutzer/-in gegenüber 5 oder 10 einzeln bezahlten Runden einen deutlichen Vorteil bringen. Der Minigolfclub will die Gebühren für die Nutzung im Rahmen der Gebühren der umliegenden Städte anpassen.

 

Ermittelte Vergleichswerte:

 

 

Erwachsene

Jugendliche / Kinder

Anlage

1. Rd.

2. Rd.

5er

10er

1. Rd.

2. Rd.

5er

10er

Castrop-Rauxel

2,50 €

2,00 €

10,00

-

2,00 €

1,50 €

7,50 €

-

Hattingen

3,00 €

2,00 €

-

27,00

1,50 €

1,00 €

-

13,50 €

Westerholt

3,50 €

-

-

-

2,00 €

-

-

-

Bochum-Langendreer

2,80 €

1,40 €

-

25,00

1,40 €

0,70 €

-

12,50 €

Herten

2,40 €

1,90 €

-

20,00

1,50 €

1,00 €

-

13,00 €

Köln

3,50 €

-

-

30,00

2,50 €

-

-

20,00 €

 

Zur Steigerung der Attraktivität für die Bürgerinnen und Bürger sowie Sportler und Sportlerinnen ist es sinnvoll, auch auf der Minigolfanlage im Sportpark Eickel eine differenzierte Preisgestaltung einzuführen. Ein geringerer Preis für die zweite und weitere Runden animiert sicherlich zur Fortsetzung des Spiels. Eine Zehnerkarte ist für regelmäßige Nutzer interessant. Es wird daher das unten stehende Preisschema vorgeschlagen. Bisherige Ermäßigungen aus sozialen Gründen bleiben erhalten. Die Spielgebühren für die Minigolfanlage (System Beton) und die Miniaturgolfanlage (System Eternit) bleiben  identisch. Ferner ist eine Trainingsgebühr für Mitglieder anderer Vereine enthalten, die ihr eigenes Spielgerät mitbringen.

 

Spielgebühren Minigolf / Miniaturgolf  neu:

 

 

Erwachsene

Jugendliche/Kinder

Herne-Wanne-Eickel

1. Rd.

2. Rd.

5er

10er

1. Rd.

2. Rd.

5er

10er

„normal“

2,80 €

2,20 €

-

22,00

1,50 €

1,20 €

-

12,00 €

„ermäßigt“

2,00 €

1,50 €

-

-

1,00 €

0,70 €

-

-

Trainingsgebühr für

Vereinsspieler/-innen

3,00 €

-

-

-

2,00 €

-

-

-

 

 

Neues Mehrzweckspielfeld:

 

Das Spielfeld ist so konzipiert, dass keine zusätzliche Aufsichtspflicht erforderlich ist.

 

Die Nutzung des neuen Mehrzweckspielfeldes ist nach vorheriger Anmeldung/Reservierung oder auch spontan – bei Verfügbarkeit – möglich. Die Terminvergabe und eventuelle Ausgabe von Spielgeräten erfolgt durch den Betriebsführer. Die Nutzung kann in 60 Minuten-Blöcken erfolgen.  Einige Aktivitäten werden kostenfrei, andere gegen eine Nutzungsgebühr angeboten. Sportgeräte können von den jeweiligen Nutzern/-innen mitgebracht oder gegen geringe Gebühr entliehen werden.

 

Nutzungsgebühren pro Stunde

 

Sportart

Pflege-/ Reinigungsaufwand

Leihgebühr

Spielgerät

Kletterwand (Bouldern)

./.

./.

Boule

1,00

2,00

Fußball/Handball              *)

1,00

2,00

Basketball

1,00

2,00

Hockey

1,00

2,00

Volleyball

1,00

2,00

Badminton

1,00

2,00

 

 

*) Es ist notwendig, auch für die Nutzung des Fußball-/Handballfeldes eine Gebühr zu erheben, da davon auszugehen ist, dass diese Sportarten am meisten frequentiert werden -vorzugsweise von Jugendlichen – und dabei von einem höheren Pflege- und Reinigungsaufwand auszugehen ist.

 

Um sicher zu stellen, dass die entliehenen Geräte pfleglich behandelt und vollständig zurück gegeben werden, wird ein Pfand in Höhe von 5,00 € erhoben. Dieses Vorgehen hat sich seit Jahren bei der Ausgabe von hochwertigen Minigolfbällen (4er-Set – Pfand = 10,00 €) bestens bewährt.

 

Telefonische Reservierungen werden künftig für alle Sportangebote möglich sein.

 

 

3. Finanzierungskonzept

 

Umsatz- und Einnahmeerwartung

 

Die Schätzungen basieren auf den Erfahrungswerten der letzten 16 Jahre. Dabei wurde die Modifizierung der Entgeltordnung, das neue Mehrzweckspielfeld und eine Erhöhung der Besucherzahlen durch die Attraktivitätssteigerung der Anlage berücksichtigt.

 

 

2013

Erwachsene

Jugend

neues

Mehrzweck-Spielfeld

gesamt

Nutzer

6.000

4.000

1.600

 

durchschnittlicher

Nutzungspreis

2,50 €

1,30 €

1,50 €

 

Spielgebühren

15.000,00 €

5.200,00 €

2.400,00 €

22.600,00 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das Folgejahr 2014 wird von moderaten Steigerungen ausgegangen:.

 

2014

Erwachsene

Jugend

neues

Mehrzweck-Spielfeld

gesamt

Nutzer

7.000

5.000

2.000

 

durchschnittlicher

Nutzungspreis

2,50 €

1,30 €

1,50 €

 

Spielgebühren

17.500,00 €

6.500,00 €

3.000,00 €

27.000,00 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Betrachtungszeitraum seit dem Jahr 2002 sind die Gesamteinnahmen von 22.253,00 € stetig gesunken. Von 18.470,00auf 17.139,00dann 14.456,00 € bis auf 10.617,00 € im Jahr 2011.

Bei diesem Abwärtstrend muss berücksichtigt werden, dass seit dem Brandschaden und der damit verbundenen völligen Zerstörung des Sozialgebäudes auf dem Gelände der Anlage lediglich ein provisorischer Betrieb aufrecht erhalten werden konnte.

Zudem bleiben seit Mitte 2009 die Einnahmen aus dem Bereich Tennis unberücksichtigt, da für diesen Bereich der TC Parkhaus Wanne-Eickel e. V.  ein Nutzungsrecht für die beiden Tennentennisplätze erhielt. Der Tennisbereich ist aber auch bezogen auf seinen Einnahmeanteil der Anlage als eher geringfügig zu gewichten. Dies zeigen die Einnahmen bis einschließlich 2008.

Die neue Preisstruktur soll die Einnahmen der Mehrzweckanlage zukünftig wieder auf einen Betrag in Höhe  von 21.470,00 € bzw. 25.650,00 €  heben. Diese Werte sind für 2013 und 2014 prognostiziert und entsprechen den Einnahmen aus dem Jahr 2002 in Höhe von 22.253,00 €.

Die neue Preisgestaltung ist ein probates und notwendiges Instrument um die Deckungslücken der letzten Jahre zukünftig zu schließen und somit die Mehrzweckanlage auf eine sichere finanzielle Basis zu stellen und somit eine positive Zukunftsperspektive zu eröffnen.

Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht dies anhand der entsprechenden Jahreswerte.

 

 

 

Kartenverkäufe und erzielte Einnahmen auf der Mehrzweckanlage im Sportpark Eickel

Monate April bis Oktober (Saisonzeit)

 

 

 

 

 

 

Jahr

 

2008

 in €

2009

in € 

2010

in €

2011

in €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tennis

 

160

400,00

./.

 

./.

 

./.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minigolf

Erw.

3.506

7.012,00

3.281

6.562,00

3.032

6.064,00

4.006

8.012,00

 

Junior.

2.922

2.922,00

2.121

2.121,00

2.057

2.057,00

2.445

2.445,00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Miniaturgolf

Erw.

1.214

2.428,00

./.

 

./.

 

./.

 

 

Junior.

811

811,00

./.

 

./.

 

./.

 

Extern

 

 

472,00

 

1.785,00

 

557,50

 

160,00

Gesamt

 

 

14.456,00

 

10.468,00

 

8.678,50

 

10.617,00

 

Ab 2009 wurde Miniaturgolf nicht mehr extra ausgewiesen.

 

 

Schätzung der Betriebskosten

 

Die erforderlichen Aufwendungen ergeben sich aus den Personalaufwendungen und den Sachkosten für den Betrieb der Anlage, wobei der Personalaufwandsanteil überwiegt.

 

 

Öffnungszeiten

 

Die Anlage bleibt wie bisher in den Monaten von April bis Oktober geöffnet,  immer

 

  • montags – freitags von                                           13:00 – 20:00 Uhr (7 Stunden)
  • samstags, sonntags und feiertags von               10:00 – 20:00 Uhr (10 Stunden)

 

Dies ergibt eine Öffnungszeit von 55 Stunden pro Woche. Unter Verwendung des in der Wirtschaft üblichen Faktors 4,33 zur Ermittlung der monatlichen Arbeitszeit ergibt dies eine durchschnittliche monatliche Öffnungszeit von 4,33 x 55 = 238,15 Stunden. Die gesamte Öffnungszeit während der Saison beträgt somit 7 x 238,15 = 1667,05 Stunden.

 

In den fünf Monaten der Nebensaison von November bis März kann die Anlage wie bisher nach Ermessen geöffnet werden.  Eine Öffnung von ca. 4 Stunden pro Tag, wöchentlich 28 Stunden bzw. monatlich 4,33 x 28 = 121,24 Stunden ist realistisch. Daraus ergibt sich für die Nebensaison eine Öffnungszeit von 5 x 121,24 = 606,20 Stunden.

 

Sachkosten

 

In den letzten Jahren sind durchschnittlich 2.000,00 jährlich an Kosten für Kleinreparaturen, Reinigung, Betriebsmittel, etc. angefallen, die vom Betriebsführer getragen wurden. Der in der alten Nutzungsvereinbarung genannte Höchstbetrag wurde nicht erreicht. Der überwiegende Teil hiervon wurde für die regelmäßige Instandhaltung der Bahnen aufgewendet. Solche Erhaltungsmaßnahmen werden auch zukünftig erforderlich sein, um die Turnierfähigkeit der Anlage zu erhalten. Durch die Erweiterung der Betriebsfläche um das Mehrzweckspielfeld und das neue Sozialgebäude ist mit höheren Betriebs- und Instandhaltungskosten zu rechnen.

Über die laufenden Kleinreparaturen zur Instandhaltung hinaus sind von Zeit zu Zeit größere Renovierungsarbeiten erforderlich, die aus einer Investitionsrücklage finanziert werden. Über deren Verwendung wird die Stadt Herne und der Betriebsführer gemeinsam entscheiden.

Die Höhe der Investitionsrücklage beträgt 6.000,00 € jährlich. Auf Grund der schlechten Einnahmesituation nach dem Brand des Sozialgebäudes konnte diese jedoch nicht mehr geleistet werden.

Die Kosten für Wasser, Abwasser, Telefon, Strom und Müllabfuhr trägt die Stadt Herne.

 

 

Vergleich von Einnahmen und Betriebskosten

 

Die Gegenüberstellung der Umsatz- und Einnahmeerwartung und der Betriebskosten zeigt, dass ab dem 2 Jahr der Minigolfclub mit den Einnahmen der Mehrzweckanlage die Betriebsführung sicherstellen kann.

 

 

4. Außendarstellung der Mehrzweckanlage

 

Benennung der Anlage – Anregung des Vereins

Innerhalb des Vorstands des Minigolfclubs wurden mehrere Vorschläge zur Benennung der neuen Anlage diskutiert, darunter auch die von der Verwaltung in die Diskussion eingebrachten Ideen. In der Endauswahl verblieben die Vorschläge „O.A.S.E.“ und „FunPark Eickel“. Der Begriff „O.A.S.E.“ ist bereits durch mehrere etablierte und in der Bevölkerung bekannte Freizeiteinrichtungen in der näheren Umgebung belegt. Er sollte daher nicht verwendet werden.

Die Wahl fiel auf „FunPark Eickel“, da hier sowohl auf Spaß- und Freizeitaktivitäten im Grünen (FunPark) als auch auf die räumliche Nähe (nämlich im Ortsteil Eickel der Stadt Herne) hingewiesen wird.

 

Vorstellungen der Verwaltung

Die Verwaltung hat Ihr Konzept zur Orientierung im Sportpark Eickel weiterentwickelt. Ziel dieses Konzeptes ist ein einheitliches Orientierungssystem mittels Lageplänen und Beschilderung von Wegen, Örtlichkeiten und Räumlichkeiten.

 

In Anlehnung an bereits entwickelte Orientierungskonzepte der Stadt Herne wird die Definition „Sportpark Eickel“ als Gebietsbezeichnung aufgegriffen.

 

Innerhalb des allgemeinen Parkbereichs soll das Gebiet in drei Abschnitte untergliedert werden:

Sporthalle, Stadion und als Vorschlag -Funpark- (Mehrzweckanlage). Zur schnellen Unterscheidung wird zwischen den Sportbereichen farblich differenziert. Der allgemeine Parkbereich wird in Orange, der Hallenbereich in Gelb, der Stadionbereich in Grün und der Funpark in Rot dargestellt. Dieses System wird auf allen Lageplänen und Schildern ebenso berücksichtigt wie in einzelnen Logos und Piktogrammen.

Als Symbiose erscheint das allgemeine Logo für den Sportpark Eickel in allen vier Farben, wobei das Orange quasi als Dach verbindendes Element aller Sportstätten im Sportpark bleibt.

 

 

 

5. Zusammenfassung

 

Im Bereich des Sportparks Eickel ist die vorhandene Minigolf- und Miniaturgolfbahn um ein neues Multifunktionsfeld zu einer Mehrzweckanlage gestaltettworden. Das neu gestaltete Umfeld der Anlage, mit einer Vielzahl an Sport- und Freizeitmöglichkeiten bietet den Bürgern/Bürgerinnen und Sportlern/Sportlerinnen überaus attraktive Freizeitaktivitäten.

Die Betriebsführung der gesamten Anlage wird zukünftig anspruchsvoller. Das erweiterte Angebot u. a. von der Spielgeräteausgabe über Reparatur- und Reinigungsaufgaben, Gastronomiebereich bis hin zur personellen Besetzung und verbessertem Service sowie nutzerfreundlichen Öffnungszeiten muss noch stärker unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden.

 

Aufgrund der v. g. Neuausrichtung und einer einhergehenden Nutzungsänderung soll der bestehende Betriebsführungsvertrag mit dem Betriebsführer - Minigolfclub - und der Stadt Herne angepasst werden. Ein entsprechender Änderungsvorschlag für die politischen Gremien ist in Arbeit.

 

Der Oberbürgermeister

 

in Vertretung

 

 

 

 

Meinolf Nowak