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Vorlage - 2012/0413  

Betreff: Illumination von drei Bahnbrücken in Herne-Mitte und Herne-Wanne
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Scheitler, Evelyn
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Strauch, Simone
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
19.06.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
21.06.2012 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
05.07.2012 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:51.04

Bez.: Stadterneuerung

Nr.: 2

Bez.: Zuwendungen und allgemeine Umlagen

75.000

Nr.: 13

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

- 120.000

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt, die Bahnbrücken an der Von-der-Heydt-Straße in Herne-Mitte sowie an der Hauptstraße und der Wilhelmstraße in Wanne gemäß den Wettbewerbsunterlagen von Oktober 2011 sowie der nachfolgenden Baubeschreibung zu gestalten und zu illuminieren.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1.      Allgemeines

 

Die private Stiftung „Lebendige Stadt“, Hamburg, hat im Sommer 2011 Fördermittel für die Gestaltung und Illumination von Bahnbrücken zur Verbesserung der Stadtgestaltung und zur Minderung von Angsträumen im Rahmen eines Wettbewerbs ausgeschrieben. Voraussetzungen für eine Förderung waren unter anderem, dass es sich bei den Brücken um Stahl- oder Eisenkonstruktionen handelt, welche sich im Eigentum der Deutschen Bahn befinden und an einem innerstädtischen, von Passanten stark frequentierten Ort liegen.

 

Die Stadt Herne hat sich an diesem Wettbewerb mit Beiträgen für die Standorte Von-der-Heydt-Straße, Hauptstraße, Wilhelmstraße und Am Berg beteiligt und eine Förderung in Höhe von jeweils 25.000 Euro als Zuschuss für die drei erstgenannten Standorte bewilligt bekommen. Die Umsetzung der Maßnahme muss bis Ende 2012 aus förderrechtlichen Gründen abgeschlossen werden.

 

 

2.      Begründung

 

An allen Standorten werden die konstruktiven und gestalterischen Eigenheiten der Brücken in der Dunkelheit nur unzureichend lichttechnisch akzentuiert und damit stadtgestalterische Potentiale nicht adäquat genutzt. Daneben bilden die Stadträume unterhalb der Brückenbauwerke in der Dunkelheit Angsträume für die Bevölkerung.

 

 

3.      Beschreibung der Baumaßnahme

 

Die architektonische Qualität der Brückenkörper soll durch eine Effektbeleuchtung hervorgehoben. Gleichzeitig wird mit der Maßnahme das Ziel verfolgt, durch eine helle Gestaltung der Wandflächen der Brückenwiderlager als Hintergrund und Reflektionsfläche die Angsträume aufzuheben und die Unterführungen zu Lichtinseln zu machen, welche auch subjektiv ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.

 

3.1  Von-der-Heydt-Straße

 

Bedeutung und Funktion der Brücke für den Stadtteil

 

Die unter der Brücke verlaufende Straße verbindet die nördlich und südlich gelegenen Wohngebiete miteinander und stellt einen wichtigen Zugang aus Richtung Nordwesten in das Herner Stadtzentrum sowie eine wesentliche Schulwegverbindung zu den Schulen am Westring aus Richtung Süden dar.

 

Probleme und Missstände

 

Die Bahnbrücke und der Bahndamm sind eine städtebauliche Barriere, welche dicht bebaute Stadtquartiere voneinander trennt. Der Raum unter der sehr langen Brücke und in der Nachbarschaft ist aufgrund der räumlichen Ausgestaltung und der z.T. schlechten Einsehbarkeit ein Angstraum. Die Widerlager erwecken aufgrund unterlassener Schönheitsreparaturen und Verschmutzungen einen verwahrlosten Eindruck.

 

Ziele und Maßnahmenbeschreibung

 

Durch eine gestalterische Aufwertung der Widerlager, eine helle Ausleuchtung des Raumes unter der Brücke und eine Illumination des eigentlichen Brückenbauwerkes sollen der Angstraum beseitigt, die Trennwirkung von Bahndamm und Brücke gemindert und der angrenzende Stadtteil, dessen Bevölkerung in besonderem Maße von sozialen Benachteiligungen betroffen ist, städtebaulich aufgewertet werden.

 

Hierzu wird die Straßenbeleuchtung erneuert und durch energiesparende Leuchten ersetzt. In einem weiteren Schritt werden die Widerlager zum teil neu verputzt, durch einen Anstrich hell und freundlich gestaltet und das eigentliche Brückenbauwerk künstlerisch illuminiert.

 

Für die Beleuchtung kommen zum Einsatz:

 

  • 20 Stück Lumega 700
  • 23 Stück LED-Feuchtraum-Außenleuchten
  • 6 Stück Lumena 150 (LED)

 

 

3.2  Hauptstraße

 

Bedeutung und Funktion der Brücke für den Stadtteil

 

Die unter der Brücke verlaufende und als Landesstraße klassifizierte Hauptstraße stellt eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtbezirken Wanne und Eickel für alle Verkehrsarten dar. In der Umgebung der Brücke befinden sich wichtige Infrastruktureinrichtungen wie der Sportpark Eickel und das Rheumazentrum Ruhr. Die Hauptstraße ist daneben eine bedeutende Trasse des öffentlichen Personennahverkehrs; die hier verkehrende Straßenbahnlinie 306 verbindet die Hauptbahnhöfe Wanne-Eickel und Bochum miteinander.

 

Die Hauptstraße ist aus südlicher Richtung der Hauptzugang zum Stadtbezirkszentrum Wanne, so dass der Brücke die Funktion eines Eingangstores in das Zentrum zukommt.

 

Probleme und Missstände

 

Bahnbrücke und Bahndamm stellen eine städtebauliche Barriere dar, welche dicht bebaute Stadtquartiere voneinander trennt. Der Raum unter der Brücke und in der Nachbarschaft ist aufgrund der räumlichen Ausgestaltung und der zum Teil schlechten Einsehbarkeit ein Angstraum. Die Widerlager der Brücke erwecken aufgrund unterlassener Schönheitsreparaturen und Verschmutzungen einen verwahrlosten Eindruck.

 

Ziele und Maßnahmenbeschreibung

 

Durch eine gestalterische Aufwertung der Widerlager, eine helle Ausleuchtung des Raumes unter der Brücke und eine Illumination des eigentlichen Brückenbauwerkes sollen der Angstraum beseitigt, die Trennwirkung von Bahndamm und Brücke gemindert und der angrenzende Stadtteil, dessen Bevölkerung in besonderem Maße von sozialen Benachteiligungen betroffen ist, städtebaulich aufgewertet werden.

 

In den Jahren 2003 bis 2005 wurde die Hauptstraße in Rahmen der Beschleunigungsmaßnahme für die Straßenbahnlinie 306 vollständig umgestaltet und die Straßenbeleuchtung erneuert.

 

In einem weiteren Schritt sollen jetzt die Widerlager durch einen Anstrich hell und freundlich gestaltet und das eigentliche Brückenbauwerk künstlerisch illuminiert werden, um die Trennwirkung zu mindern und die Eingangssituation in das Stadtbezirkszentrum von Süden her gestalterisch aufzuwerten.

 

Für die Beleuchtung kommen zum Einsatz:

 

  • 12 Stück Lumega 700
  • 27 Stück LED-Feuchtraum-Außenleuchten
  • 2 Stück Lutera 200
  • 6 Stück Lumena 150 (LED)

 

 

3.3  Wilhelmstraße

 

Bedeutung und Funktion der Brücke für den Stadtteil

 

Die unter der Brücke verlaufende und als Kreisstraße klassifizierte Wilhelmstraße stellt eine wichtige Verbindung zwischen den westlich und östlich gelegenen Wohnquartieren, dem östlich gelegenen Stadtbezirkszentrum Wanne, dem Stadtgarten Wanne sowie in die Nachbarstadt Gelsenkirchen dar. In unmittelbarer Nähe der Brücke befindet sich auf der Westseite das Stadtteilzentrum Pluto. Die östlich der Brücke gelegenen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs führen zu einem hohen, die Brücke unterquerenden Fußgängerstrom. 

 

Die Wilhelmstraße ist aus westlicher Richtung ein wichtiger Zugang zum Stadtbezirkszentrum Wanne, so dass der Brücke die Funktion eines Eingangstores in das Zentrum zukommt.

 

Probleme und Missstände

 

Bahnbrücke und Bahndamm stellen eine städtebauliche Barriere dar, welche dicht bebaute Stadtquartiere voneinander trennt. Der Raum unter der Brücke und in der Nachbarschaft ist aufgrund der räumlichen Ausgestaltung und der zum Teil schlechten Einsehbarkeit ein Angstraum. Die Widerlager der Brücke erwecken aufgrund unterlassener Schönheitsreparaturen und Verschmutzungen einen verwahrlosten Eindruck.

 

Ziele und Maßnahmenbeschreibung

 

Durch eine gestalterische Aufwertung der Widerlager, eine helle Ausleuchtung des Raumes unter der Brücke und eine Illumination des eigentlichen Brückenbauwerkes sollen der Angstraum beseitigt, die Trennwirkung von Bahndamm und Brücke gemindert und der angrenzende Stadtteil, dessen Bevölkerung in besonderem Maße von sozialen Benachteiligungen betroffen ist, städtebaulich aufgewertet werden.

 

Die Straßenbeleuchtung wurde bereits 2005 erneuert und durch energiesparende Leuchten vom Typ Trilux Lumega 9711, CPO 60 (1 Stück) ersetzt.

 

In einem weiteren Schritt sollen jetzt die Widerlager durch einen Anstrich hell und freundlich gestaltet und das eigentliche Brückenbauwerk künstlerisch illuminiert werden, um die Trennwirkung zu mindern und die Eingangssituation in das Stadtbezirkszentrum von Westen her gestalterisch aufzuwerten.

 

Für die Beleuchtung kommen zum Einsatz:

 

  • 8 Stück Lumega 700
  • 20 Stück LED-Feuchtraum-Außenleuchten

 

 

4.      Bauzeit und Finanzierung

 

Die Bauzeit für die drei Einzelmaßnahmen beträgt zusammen ca. 3 Monate.

 

Die Kosten der Maßnahmen wurden im Rahmen der Planung überschlägig ermittelt und belaufen sich brutto auf ca. 142.000 €. Diese Kosten umfassen die Herstellung der Beleuchtung sowie der Widerlager gemäß den eingereichten Wettbewerbsunterlagen. Die Übernahme der Leuchten sowie der weiteren Betriebskosten erfolgt nach der Projektumsetzung durch die Bahn. Es wird eine vertragliche Regelung mit der Bahn geschlossen, die die Übernahme der Leuchten und der Folgekosten sowie die Arbeiten an den Widerlagern zum Inhalt hat.

 

Für die drei Einzelmaßnahmen vergibt die Stiftung „Lebendige Stadt“ einen Zuschuss von jeweils 25.000 €. Daneben haben sich die Stadtwerke Herne bereit erklärt, das Projekt mit Sachleistungen im Bereich Montage und Anschlusskosten zu unterstützen. Somit verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von ca. 45.000 € bei der Stadt, welcher durch Minderausgaben in den Teilergebnisplänen der Produkte 5103 -Planungsrecht zur Bodennutzung- sowie 5402 -Verkehrsanlagen- bereitgestellt wird.

 

Die Maßnahme ist nach den Bestimmungen des § 8 KAG NW nicht beitragspflichtig.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

 

Anlagen:

Anlagen:

1.      Illumination von Bahnbrücken in Herne-Mitte

2.      Illumination von Bahnbrücken in Herne-Wanne

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan-Mitte (361 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Übersichtsplan-Wanne (481 KB)