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Vorlage - 2012/0710  

Betreff: Energiebericht 2010 / 2011
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Wiedeholz
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Teering, Anna
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
21.11.2012 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Mit der 6. Ausgabe des Energieberichts des Gebäudemanagements Herne werden der Energieverbrauch sowie die entsprechenden Verbrauchskosten sowohl des Jahres 2010 als auch 2011 dargestellt.

 

Neben der Analyse und fachtechnischen Erläuterungen der einzelnen Grundlagen, wird im Bericht auch Bezug auf die Statistik, die allgemeine Entwicklung und die Prognose für die Versorgungsjahre 2012 und 2013 genommen.

 

Der Energiebericht 2010 / 2011 erfolgt in gewohnter ausführlicher Fassung mit allgemeinen Analysen sowie Einzelberichten zu den nachfolgend aufgeführten Themen:

 

- Energie / Wasser – Verbrauch / Kosten

- Energieeffizienzkampagne mission E

- Energiekontrolle, Regeltechnik, GLT

- Energetische Sanierung – Klimaschutz als Herausforderung

- Solarenergie in Herne

- Das Herner Solar-Dachflächen-Kataster

- Verpachtung städtischer Dachflächen zum Zwecke der Solarenergienutzung

- Bauliche und technische Maßnahmen

 

Die Verbrauchsjahre 2010 und 2011 zeigen witterungsbedingte Verbrauchsextreme von 2010 (sehr kaltes Jahr) in Höhe von rd. 70.000.000 kWh zu 2011 (sehr warmes Jahr) mit rd. 56.000.000 kWh. Es ergab sich eine Verbrauchsdifferenz von 21 % und absolut von rd. 14.000.000 kWh.

Der witterungsbedingte Wärmeenergieverbrauch sinkt in der Tendenz weiterhin.

Gegenüber dem Verbrauch des Basisjahres 2006 mit vormals rd. 82.600.000 kWh hat sich der Wärmeenergieverbrauch im Verbrauchsjahr 2010 mit rd. 72.600.000 kWh sukzessiv um insgesamt rd. 10.000.000 kWh reduziert.

Mit der erreichten Einsparung könnten bei einem durchschnittlichen Energiebedarf von rd. 20.000 kWh rd. 500 Familienhäuser ein ganzes Jahr mit Wärme versorgt werden.

Der Stromverbrauch bleibt trotz verstärktem Bedarf an Informations- und Kommunikationstechnik mit vielfältigem Einsatz an EDV sowie notwendiger technischer Kühlung weiterhin stabil.

Der Wasserverbrauch konnte in den Versorgungsjahren 2010 und 2011 weiterhin gesenkt werden.

Die Kosten für die Wärmeversorgung im Verbrauchsjahr 2010 wurden durch die in diesem Jahr gegebene Preissenkung von rd. 25 % abgemildert, sodass sich trotz sehr hohem witterungsbedingtem Verbrauch eine Reduzierung um 126.000 € ergab. Die Reduzierung der Wärmekosten um rd. 468.000 € für das Verbrauchsjahr 2011 ergibt sich aus der Kombination von günstiger Witterung und greifenden Energiesparmaßnahmen.

Die Kosten für die Stromversorgung haben sich in den Verbrauchsjahren 2010 und 2011 um jeweils 9 % erhöht.

Gegenüber dem Verbrauchsjahr 2009 ergab sich für die Stromversorgung eine Kostenerhöhung von insgesamt rd. 450.000 €, die im Wesentlichen durch die Erhöhung der gesetzlichen Abgaben verursacht wurden.

Die Kosten für die Wasserversorgung sind im Versorgungsjahr 2010 / 2011 weiterhin gesunken.

Neben Berichten im Rahmen der Energieeinsparverordnung EnEV, Gebäudeleittechnik GLT und in Bezug auf den Klimaschutz liegt der Schwerpunkt der 6. Ausgabe des Energieberichts 2010 / 2011 im Bereich der Solarenergie und Wissensvermittlung dieser Technologie.

Der Ausbau der Solartechnologie erstreckte sich von vormals 4 solartechnischen Anlagen auf nunmehr 21 Anlagen mit einer Leistung von 1.067 kWp.

Im Rahmen der Verpachtung von städtischen Dachflächen zum Zwecke der Solarenergienutzung wurden 2011 / 2012 durch externe Investoren an derzeit 7 Liegenschaften auf einer Dachnutzfläche von rd. 11.000 m² Solargroßanlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 680 kWp erstellt.

 

Ausblick

 

Die Informationen, Analysen und Projektberichte im Energiebericht 2010 / 2011 stellen Sachverhalte dar, die speziell bei energierelevanten Themen immer neue Erkenntnisse und Impulse geben und in der weiteren Entwicklung zu sukzessiven Optimierung der Prozesse führen.

Das Aufgabengebiet des Energiemanagements ist sehr vielfältig und erweitert sich stetig. Neben dem allgemeinen Tagesgeschäft und in der Bearbeitung befindlicher allgemeiner Projekte sind für das Jahr 2013 nachfolgend aufgeführte Schwerpunkte vorgesehen:

 

Solarenergie:

? Optimierung des Solar-Dachflächen-Kataster

? Verpachtung weiterer Dachflächen

? Erstellung eigener Anlagen

 

Klimaschutzkonzept:

Mitarbeit in der Projektgruppe zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes

 

Schul- und Kindertagesstättenprojekte:

Einführung eines Energiesparmodells in Schulen und Kindertagesstätten.

Aktive und pädagogische Begleitung und Unterstützung aller Einrichtungen

in Bezug auf nichtinvestive Energieeinsparung durch Verhaltensveränderung.

 

mission E:

Fortführung der Energieeffizienzkampagne mit den Schwerpunkten in den Bereichen Schule, Kindertagesstätten und Sporteinrichtungen

 

Gebäudeleittechnik GLT:

Erarbeitung eines Konzeptes im Rahmen der Neugestaltung der Gebäudeleittechnik GLT unter Berücksichtigung der Energiekontrolle (Smart Meter), vorhandener Altsysteme und Optimierung der Bauunterhaltung.

 

Energiemanagement Bau:

Das Energiemanagement wird zukünftig im Bereich der Energieeinsparung im Baubereich durch einen geschulten Mitarbeiter ergänzt, sodass eine umfassende Fachkompetenz entsteht.

 

 

Der Betriebsleiter

 

 

 

 

(Tschöke)   


Anlagen:

 

Stammbaum:
2012/0710   Energiebericht 2010 / 2011   Gebäudemanagement Herne   Berichtsvorlage
2012/0710-1   Energiebericht 2010/2011 des Gebäudemanagement Herne - auf Anregung der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz am 13.03.2013 -   Gebäudemanagement Herne   Berichtsvorlage