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Vorlage - 2012/0720  

Betreff: Krebsproblemen im WEZ
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Ratsgruppe Soziale Gerechtigkeit Herne/Wanne-Eickel
Federführend:FB 41 - Soziales Bearbeiter/-in: Bittokleit, Ralf
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie Entscheidung
22.11.2012 
des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie vom 22

Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie vom 22.11.2012                                                       

Anfrage zu Krebsproblemen im WEZ

 

Sehr geehrter Herr Bleck,

 

wie in dem Bericht “WEZ: Kein Hinweis auf krebserregende Stoffe“, WAZ vom 27.10.2012, zu lesen war, sollen die gesundheitlichen Gefährdungen bezüglich Krebs aufgrund von Gutachten nicht relevant sein.

 

Wir bitten in diesem Zusammenhang um Beantwortung folgender Fragen:

 

1.      Wurden die Ergebnisse des vom Eigentümer in Auftrag gegebenen Gutachtens von neutralen Sachverständigen bestätigt, auch hinsichtlich der Repräsentanz auf alle Arbeitsplätze bezogen?

Ca. 1992 brannte es im damaligen Obergeschoss des WEZ. Dabei verbrannten Holz, Dämmmaterialien, Isolierungen, Elektroleitungen, Kunststoffe, wobei gesundheitsgefährdende Giftstoffe (Dioxine, Asbest etc.) freigesetzt wurden. Auf die Gefährlichkeit der Stoffe wurde damals von einem Inhaber einer Umweltschutzfirma aufmerksam gemacht, der zufällig den Abtransport der Giftstoffe beobachtete und erkannte, dass die Entsorgung nicht den Umweltschutzbedingungen entsprach.

Aufgrund von Gesundheits- und Umweltgefahren wurden die Fraktion Die Grünen, Bündnis 90 sowie das Regierungspräsidium informiert.

2.      Ist  das Gebäude damals auf Rückstände gesundheitsgefährdender Giftstoffe untersucht worden?

3.      Wurde in die aktuellen Untersuchungen auch das Parkhaus einbezogen?

Damals wurde mir von Fachleuten bestätigt, dass im Parkhaus Asbest verarbeitet worden war. Diese Platten bröselten vor sich hin.

Durch die tägliche Bewegung der Fahrzeuge und durch Zugluft kommt es zu Verwirbelungen, die möglicherweise giftstoffbelastet waren und sind und  damit auch langfristige, gesundheitliche Auswirkungen haben können.

 

Gabriele Bitzer