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Vorlage - 2012/0814  

Betreff: "Haushaltskonsolidierung - Rückbau von Spielplätzen (HSK Nr. 30)"
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:1. Elisabeth Popp-Heimken - 3497
2. Wilfried Papenbrock - 02325/3775591
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Deutsch, Christina
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Anhörung
27.11.2013 
des Jugendhilfeausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
05.02.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Vorberatung
06.02.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
11.02.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
13.02.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 3603

Bez.: Kinder- u. Jugendarbeit der öffentlichen Träger

Nr.: 28

Bez.: Aufwendungen aus internen Leistungsbeziehungen

      2014:  6.500,00 € (-)

      2015:  6.500,00 € (-)

ab 2016: 64.500,00 € (-)

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 5501

Bez.: Bereitstellung von Grün-und Freiflächen

Nr.: 13

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

 

Nr.: 11

Personalaufwendungen

ab  2014:  6.500,00 € (-)

 

 

 

ab 2016: 58.000,00 € (-)

 

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt den Bezirksvertretungen die Einzelmaßnahmen gemäß dieser Vorlage zu beschließen.

 


  1. Sachverhalt

 

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung hat der Rat der Stadt Herne die Verwaltung mit dem Rückbau öffentlicher Spielplätze beauftragt. Damit sollen die Kosten für den notwendigen Pflegeaufwand reduziert werden, ohne jedoch die Ansprüche an ein kinderfreundliches bzw. familienfreundliches Wohnumfeld aufzugeben. Grundsätzlich bedeutet dies, dass die rückgebauten Spielflächen als Grünflächen für Jedermann zugänglich erhalten bleiben und damit auch den Kindern zukünftig als Bewegungsfläche ohne Spielgeräte zur Verfügung stehen sollen.

 

Um die vorgegebene Einsparung zu erzielen, müssen nach Einschätzungen des FB 55 in den nächsten Jahren ca. 40.000 qm Spielplätze zurückgebaut werden. Die Verwaltung hat sich für ein mehrstufiges Verfahren entschieden. Auch deshalb, weil sich Rückbaumaßnahmen in diesem Umfang mit Blick auf den erforderlichen Personaleinsatz nicht kurzfristig umsetzen lassen.

 

In einem ersten Schritt schlägt die Verwaltung insgesamt 13 Rückbaumaßnahmen vor. Dabei wurden zunächst unattraktive und wenig genutzte Spielplätze ausgesucht, für die es aber attraktive, alternative Spielplätze in der Nähe gibt. Mit dieser ersten Maßnahme werden 21.161 qm-Spielfläche rückgebaut. Der Zeitplan für die erste Rückbauphase sieht eine Realisierung bis 2016 vor. Weitere Maßnahmevorschläge werden dann von der Verwaltung in einer zweiten Phase entwickelt.

 

Aus Sicht der Verwaltung stellen die in dieser Vorlage vorgestellten Maßnahmen kaum einen Eingriff in die Qualität der Spielflächenversorgung dar, weil es sich weitgehend um Spielplätze handelt, die schon heute nicht mehr oder mit veralteten Spielgeräten ausgestattet sind.

 

Zur Umsetzung des Arbeitsauftrages wurde eine Arbeitsgruppe installiert, die aus MitarbeiterInnen der Fachbereiche Kinder – Jugend - Familie, Stadtgrün und Stadtplanung besteht.

 

Auf Grundlage der Versorgungsquoten in den Spielplatzbezirken (Quadratmeter – Spielplatzfläche pro Kind / Berücksichtigung von Kinderzahlen im Umfeld), Lage und Zustand der Spielplätze sowie der Berücksichtigung der Besucherfrequenz wurden aus dem Gesamtbestand der städtischen Spielplätze Standorte herausgesucht, auf die aktuell vertretbar verzichtet werden kann. Diese Vorschläge wurden dann von der Arbeitsgruppe mit der Projektgruppe „Kinderfreundliche Stadt“, den Einschätzungen des  Fachbereichs Stadtgrün und der vier Sozialraumteams der Jugendförderung abgestimmt.

 

 

 

  1. Spielflächenversorgung

 

Die Stadt Herne verfügt derzeit über 128 im Kataster des FB 55 aufgeführte öffentliche Spielplätze.

 

Nicht berücksichtigt wurden dabei die RVR - Spielplätze im Gysenberg und der Spielplatz Hasenkamp in Holsterhausen, die  nicht Bestandteil bei der Berechnung der Spielplatzversorgungsquote sind. Darüber hinaus fließen auch die Spielflächen, die durch Auflagen des sozialen Wohnungsbaues bestehen, nicht in die Versorgungsquote mit ein. Bei der Versorgungsquote unberücksichtigt  bleiben auch die Schulhöfe. Zur vollständigeren Erfassung von Spielflächen, ist jedoch dieser Vorlage eine Liste aller Schulhöfe beigefügt, auf der vermerkt ist, inwieweit diese Flächen Kindern und Jugendlichen in der schulfreien Zeit zum Spielen zur Verfügung stehen (Anlage 1). Seit Ausbau des offenen Ganztags wurde schrittweise auch in die Gestaltung von Schulhöfen investiert. Die Aufenthalts- und Spielqualität dieser Flächen hat sich dadurch in den letzten Jahren erheblich verbessert.

 

Die Spielflächenplanung in Herne sieht für eine Spielflächengrundversorgung eine Größe von 4,50 qm Fläche pro Kind vor. Diese Flächen sollen für jedes Kind angemessen zu Fuß zu erreichen sein und in Größe und Eignung den Aktivitätsbedürfnissen entsprechen.

 

In Herne werden die Spielplätze nach A-, B-, C- Kategorien unterschieden. Diese Kategorien geben Anhaltspunkte zur  Größe und Zielgruppe der jeweiligen Spielfläche:

 

Flächen der A- Kategorie

Diese Flächen sollten zentraler Treffpunkt für Kinder aller Altersgruppen in einem Gebiet sein, bei einer Mindestgröße von 1000 qm und einer maximalen Erreichbarkeit von einem Kilometer. Diese Flächen werden häufig ohne Altersbegrenzungen bespielt.

 

Flächen der B- Kategorie

Diese Flächen sind Spielangebote für Schulkinder bis ca. 10 Jahren.

Um auch Bewegungsspiele, wie z.B. das Bolzen möglich zu machen, sollten diese Flächen nicht kleiner als ca. 600 qm sein. Der Erreichbarkeitsradius sollte 500 Meter nicht überschreiten.

 

Flächen der C- Kategorie

Die kleineren C-Spielplätze zielen auf das Spiel- und Erlebnisbedürfnis von Kleinkindern ab. Für einen solchen  Spielplatz sind mindestens 200 qm zu  berücksichtigen.  Es sollten Sichtbeziehungen zur Wohnbebauung vorhanden sein, Erreichbarkeitsradien von ca. 100 Metern nicht überschritten werden und Verweilgelegenheiten für „begleitende“ Erwachsene vorhanden sein.

 

Für den Gesamtüberblick sind dieser Vorlage als Anlage ein  Übersichtsplan der Spielplatzbezirke (Anlage 2)  und die Liste mit den Versorgungsquoten in den Spielbezirken (Anlage 3) beigefügt.

 

  1. Beschreibung der „Rückbau – Standorte“

 

Zur Veranschaulichung des Zustandes der zum Rückbau vorgeschlagenen Flächen dient die Anlage 4 mit aktuellen Fotos der betroffenen Spielplätze.

 

 

3.1 Stadtbezirk Herne- Wanne

Die Versorgungslage in Herne-Wanne insgesamt ist seit Jahren außerordentlich gut (15,01 qm/Kind). Es stehen 35 Spielplätze mit 88.414 qm  zur Verfügung. Im Stadtbezirk sind alle Spielplatzkategorien vertreten.

 

Die Spielplätze Heidstraße/Rathausstraße und Robert-Kochstraße sollen aufgegeben werden.

 

Die beiden zur Aufgabe vorgesehenen Spielplätze Heidstraße (Kat. C) und Robert – Kochstraße (Kat. A) sind benachbart und lediglich durch die Rathausstraße getrennt, die gleichzeitig die Grenze der Spielplatzbezirke (Spb) 108 (13,9 qm/Kind) und dem Spb 109 (35,2 qm/Kind) ist. Beide Spielflächen bestehen aus einer Rasenfläche ohne Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten und weisen daher nur einen geringen Spielwert auf. Die Spielplätze liegen zwar in unterschiedlichen Spielplatzbezirken, jedoch in räumlicher Nähe. Beide Spielplätze liegen an Grenzen zu Spielplatzbezirken, in denen die Kinder gute Alternativen finden. In  jeweils ca. 200 m Entfernung befinden sich die Spielplätze Albertstraße (Kat. B) und Florastraße (Kat. A). Insbesondere der Spielplatz Florastraße bietet für alle Altersgruppen eine Vielzahl verschiedener Spielelemente.

 

Beim Spielplatz Franzstraße / Franzpark soll zukünftig ein Teil der Fläche dem Park zugerechnet werden. Hier ist erkennbar, dass nur ein Teil der Rasenfläche, die zum Spielplatz gehört, intensiv genutzt wird. Mit dieser Maßnahme verringern sich für einen Teil des Parks die Pflegeintervalle und die Fläche steht insgesamt einer breiteren Zielgruppe zur Verfügung. Auf der Spielplatzfläche bleiben die vorhandenen Spielgeräte erhalten, die da sind: Tischtennisplatte, Doppelschaukel und Doppelschaukel für Kleinkinder, Kletterturm, Wippe, Spielhütte, Rutsche, Karussell, Sandbaustelle und Sandbagger und ein Federobjekt-Motorrad.

 

Durch den Rückbau im Spb 108 verringert sich die Versorgungsquote  auf 13,1 qm/Kind,

im Spb 109 auf 20,6 qm/Kind.

 

Im Stadtbezirk Wanne würde damit eine Versorgungsquote von 13,6 qm/Kind erhalten bleiben.

 

 

Spb

Spielfläche

Versorgungs-

Quote nach

Rückbau

Spielfläche

(qm)

Flächenrückbau

(qm)

Bemerkung

 

 108

Robert-Koch-Str.

13,1

 591

 591

Verbleib als

Grünfläche

 109

 Heidstraße/

Rathausstr.

 

20,6

 1.900

 1.900

Verbleib als

Grünfläche

 109

 

Franzstr./Franzpark

 

 

 12.590

 6.320

anteiliger

Rückbau

 

 

 

 Gesamt

 8.811

 

 

 

3.2  Stadtbezirk Herne-Eickel

 

Die Versorgungslage in Herne-Eickel beträgt insgesamt 14,2 qm/Kind. Es stehen 23 Spielplätze mit 66.258 qm  zur Verfügung. Im Stadtbezirk sind alle Spielplatzkategorien vertreten.

 

In Eickel sollen die kleinen Kat. C Plätze Friedgrasstraße (Spb 204), Fliederweg (Spb 205) und Auf der Wenge (Spb 209) wegen fehlender Besucherfrequenz aufgegeben werden. Diese Plätze weisen nur einen kleinen Sandspielbereich auf. Es sind keine weiteren Spielgeräte vorhanden. Diese Spielplätze werden von Kindern als solche nicht wahrgenommen und genutzt. Der Spielplatz Auf der Wenge weist lediglich noch eine angrenzende Rasenfläche auf. Diese kann aber ohne Gefährdung der Kinder z.B. für Ballspiele, Frisbee usw. nicht genutzt werden, da sie unmittelbar am Kreuzungsbereich Richard-Wagnerstr. / Auf der Wenge liegt und nicht eingezäunt ist.

 

Als Ausweichspielfläche für den Spielplatz Friedgrasstraße wird jetzt schon der nahe gelegene Sportpark mit dem sehr gut ausgestatten Kat. A Spielplatz  „Am Jugendheim Heisterkamp“ angenommen.

 

Nach erfolgtem Rückbau würden sich die Versorgungsquoten im Spb 204 von 12,6 qm/Kind auf 11,7 qm/Kind, für den Spb 205 (Fliederweg) von 32,8 qm/Kind auf 32,6 qm/ Kind und dem Spb 209 (Auf der Wenge/Richard-Wagner Straße) von 18,2 qm/Kind auf 7,2 qm/ Kind verringern.

 

Bei dem Kat. A Spielplatz Königsgruber Park/Rheinische Str. im Spb 210 soll die Fläche um den Basketballkorb und der Doppelschaukel mit Sandbereich erhalten bleiben. Der Spielwert dieser Fläche wäre somit nicht eingeschränkt.

Die hier ausgewiesene Rasenfläche würde zukünftig nicht mehr als Spielfläche gepflegt, bliebe aber als Rasenfläche erhalten.

 

Insgesamt würde die Spielfläche im Stadtbezirk Eickel um 4.972 qm verkleinert. Es verbliebe eine Versorgungsquote von 13,2 qm/Kind.

 

 

Spb

Spielfläche

Versorgungs-

quote nach

Rückbau

Spielfläche

(qm)

Flächenrückbau

(qm)

Bemerkung

 

 204

Friedgrasstr.

 11,7

 

 383

 383

Verbleib als

Grünfläche

 205

 

Fliederweg

 32,6

 84

 84

Verbleib als

Grünfläche

 209

 

Auf der Wenge

 7,2

 1.905

 1.905

Verbleib als

Grünfläche

 210

Königsgruber

Park/Rheinische

Str.

 1,0

 2.906

 2.600

 Fläche um Basketballkorb und Doppelschaukel bleibt erhalten

 

 

 

 Gesamt

 4.972

 

 

 

3.3  Stadtbezirk Herne-Mitte

 

Die Versorgungslage in Herne-Mitte beträgt insgesamt  9,3 qm/Kind. Es stehen 44 Spielplätze mit 81.948 qm  zur Verfügung. Im Stadtbezirk sind alle Spielplatzkategorien vertreten.

 

Im Stadtbezirk Herne-Mitte stellen sich die Versorgungsquoten in den Spielplatzbezirken sehr heterogen dar. In Teilbereichen des Stadtbezirks, insbesondere in den dichten Innenstadtbereichen, besteht bereits heute ein Spielflächenfehlbedarf (v. a. im Spb 308). Die Versorgungsquote im Stadtbezirk wird jedoch auch nach dem Rückbau über der Quote für die Spielflächengrundversorgung liegen.

 

Für Teilbereiche der Innenstadt soll außerdem im Rahmen des anvisierten städtebaulichen Entwicklungsprozesses Herne-Mitte eine Verbesserung des Spielflächenangebotes erfolgen. Konkrete Planungen hierzu liegen noch nicht vor. Die Maßnahme macht deutlich, dass parallel zum Rückbau von Spielplätzen weiterhin in die Qualität von Spielflächen investiert wird.

 

In Herne-Mitte stehen  die vier Spielflächen Holsterhauser Markt, Am Horststadion, Feldkampstraße und Poststraße zur Disposition. Die Plätze sind bereits seit Jahren wenig bespielt.

 

Der Spielbezirk 310 in Holsterhausen weist eine aktuelle Versorgungsquote von 19,2 qm/ Kind auf. Die Spielplätze Holsterhauser Markt (Ausstattung: Wippe, Hangelgerät und Rutschhalbkugel) und Am Horststadion/Nachtigallenweg (Ausstattung: Rutsche im Sandbereich und Reckstange) sollen wegen geringer Nutzung, der Unattraktivität der Plätze und des guten Versorgungsgrades zurückgebaut werden. Als Alternativspielplatz wird von Eltern und Kindern der Kategorie A Spielplatz Taubenweg (auch Spb 310) genutzt, der sich ebenfalls am Horststadion befindet.

Es verbleibt eine Versorgungsquote nach Rückbau im Spb 310 von 12,9 qm/Kind.

 

Der Spielplatz Feldkampstraße in Herne-Süd ist ein selten genutzter C-Spielplatz (keine Spielgeräte vorhanden). Hier weichen die Kinder auf den in unmittelbarer Nähe gelegenen attraktiven Spielplatz Strehlenerstraße aus. Dieser ist ausgestattet mit einer Rutsche mit Turm (Kletterhaus), einem Balancierbalken, einem Basketballkorb sowie einer Spielskulptur (Elefant) und bietet den Kindern somit mannigfaltige Spielmöglichkeiten. Im Spielbezirk 312 verbleiben somit zwei A und ein C Spielplatz. Die aktuelle Versorgungsquote von 17,6 qm/Kind verringert sich nach Rückbau auf 16,5 qm/Kind.

 

Der Spielplatz Poststraße (alt) im Spb 308 wurde in den letzten Jahren immer wieder durch Erwachsene fehlgenutzt und entsprechend nicht mehr hergerichtet (Bestand: Rasenfläche). Durch die in unmittelbarer Nachbarschaft neu geschaffenen Altenwohnungen würde bei Wiederherrichtung der Spielfläche mit Konflikten zwischen den Nutzern der Spielfläche und den Wohnnutzern zu rechnen sein. Außerdem gibt es in der Nähe den Spielplatz Poststraße/Von-der-Heydt-Straße, dieser ist mit Nestschaukel, Mehrfachschaukel, Stehwippe, weiteren Wippen, Karussells sowie einem multifunktionalem Klettergerät recht gut ausgestattet.

Zwar verringert sich durch den Rückbau die Versorgungsquote im Spb 308 von 4,6 qm/Kind auf 3,1 qm/Kind, jedoch kann im benachbarten Spielplatzbezirk 309 der Kategorie B Spielplatz Beienweg, welcher ebenfalls umfangreiche Spielmöglichkeiten bietet, von Eltern und Kindern genutzt werden.

 

Der vorgeschlagene Spielflächenrückbau würde im Stadtbezirk Herne-Mitte insgesamt 5331 qm betragen. Hier verbliebe eine Versorgungsquote von 8,7 qm/Kind.

 

 

Spb

Spielfläche

Versorgungs-

quote nach

Rückbau

Spielfläche

(qm)

Flächenrückbau

(qm)

Bemerkung

 

308

 

Poststr.

 

3,1

 

1.717

1.717

Verbleib als

Grünfläche

310

 

Holsterhauser

Markt

 

 

 

12,9

 

1.797

1.797

Verbleib als

Grünfläche

310

 

Am Horststadion/ Nachtigallenweg

 

1.011

1.011

Verbleib als

Grünfläche

312

 

Feldkampstr.

 

 

16,5

 

 

 

806

 

806

 

Verbleib als

Grünfläche

 

 

 

Gesamt

 

5.331

 

 

 

 

 

 

4.4 Stadtbezirk Herne- Sodingen

 

Die Versorgungslage in Herne-Sodingen beträgt insgesamt  10,6 qm/Kind. Es stehen 26 Spielplätze mit 59658 qm  zur Verfügung. Im Stadtbezirk sind alle Spielplatzkategorien vertreten.

 

Im Spb 411 soll der Spielplatz Heyerstraße (Kat. C) aufgegeben werden. Er hat eine geringe Größe von 328 qm, besteht lediglich aus einer kleinen Sandfläche ohne weitere Sitzgelegenheiten und ist nicht attraktiv.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Kat. B Spielplatz Granitstraße. Er ist vielfältig ausgestattet (Rutsche, div. Wippelemente, Streetballständer sowie Sandspielgeräte) und bietet

einen hohen Spielwert. Nach Rückbau der Fläche Heyerstraße würde sich die Versorgungsquote auf 7,3 qm/Kind verringern.

 

Das Spielgelände Horsthauser Straße soll auf die ursprüngliche „Fördergröße“ (EU-Förderbindung aus der Stadterneuerung bis 2023) reduziert werden. Funktionseinschränkungen finden nicht statt, die Attraktivität bleibt erhalten. Auf der Spielfläche befindet sich eine Kletteranlage,

Torwände, Basketballständer und Volleyball/Beachballnetze.

 

Für die Kinder mit Wohnort rechts der Horsthauserstraße (Spielplatzbezirk 404) wirkt die Horsthauserstraße wie eine Barriere. Im Spielplatzbezirk 404 verbleibt nach Aufgabe der Regenbogenschule auf der dann reduzierten Fläche hinter der Begegnungsstätte Horsthausen ein Teil der Spielgeräte des jetzigen Schulhofs der  Regenbogenschule. Die Rutsche und ein Kletterturm werden in Richtung Begegnungsstätte verlagert. An dieser Stelle gibt es somit nach Verkauf des Grundstückes der Regenbogenschule eine Einschränkung der Spielmöglichkeiten.

 

Nahe der Begegnungsstätte Horsthausen befindet sich außerdem der Kategorie B Spielplatz Katharinenstraße. 

 

Die Rücknahme um 1719 qm der Ursprungsfläche würde die Versorgungsquote im Spb 403 von 403,8 qm auf 317,9 qm/Kind (aktuell wohnen im Spb 403  20 Kinder unter 18 Jahre) mindern.

 

Der Spielflächenrückbau beträgt im Stadtbezirk Sodingen insgesamt 2047 qm. Hier verbliebe eine Versorgungsquote von 10,2 qm/Kind.

 

 

Spb

Spielfläche

Versorgungs-

quote nach

Rückbau

Spielfläche

(qm)

Flächenrückbau

(qm)

Bemerkung

 

 403

Horsthauserstr. 

 317,9

 7.919

 1.719

Eu-Bindung

bis 2023 auf

Ca. 6.200 qm

 411

 Heyerstr.

    7,3

    328

    328

Verbleib als Grünfläche

 

 

 

 Gesamt

 2.047

 

 

 

 

  1. Schlussbetrachtung und finanzielle Auswirkungen

 

Weil die Unterhaltung und der Rückbau von Spielplätzen mit eigenem Personal- und Mittelaufwand des FB 55 durchgeführt werden, ist die im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geforderte jährliche Einsparung in Höhe von 127.000 € in dem geforderten Zeitraum nicht möglich. Der FB 55 ist in einer eigenen HSP-Maßnahme angehalten, Einsparungen im Haushalt zu erzielen, in dem im manuellen Bereich frei werdende Stellen nicht wieder besetzt werden. Diese Maßnahme ist bis 2015 befristet. Bis dahin hat der FB 55 ca. 1.000.000 € an Personalkosten eingespart. Weitere Personaleinsparungen darüber hinaus sind nicht zu erzielen.

 

Die Verwaltung sieht daher erst ab 2016 die Möglichkeit, durch Rückbau von Spielflächen mit eigenem Personal Einsparungen in Höhe von 58.000 € zu realisieren. 6.500 € werden ab 2014 zusätzlich durch verringerte Reparaturkosten erzielt.

 

Die Einsparungen der ersten Ausbauphase verteilen sich auf die Spielplätze wie folgt:

 

          Spielplatz                                   Einsparung

              Robert-Koch-Straße              1.710,00 €

              Heidstraße              5.472,00 €

              Friedgrasstraße              1.111,50 €

              Fliederweg              229,00 €

              Auf der Wenge              5.472,00 €

              Königsgruber Park              7.980,00 €

              Poststraße              4.902,00 €

              Holsterhauser Markt              5.158,50 €

              Horststadion              2.878,00 €

              Feldkampstraße              2.308,50 €

              Horsthauser Straße              5.018,00 €

              Heyerstraße              912,00 €

                            43.128,00 €

              Franzpark anteilig              15.000,00 €

                            ca.   58.000,00 €

 

 

Der Rückbau von Spielflächen wird als sukzessiver Planungsprozess gestaltet. Die Verwaltung wird in dem beschriebenen Zeitraum und darüber hinaus weitere Maßnahmen entwickeln und im Gremienweg zur Abstimmung und Entscheidung vorlegen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

 

 

 

 

Gudrun Thierhoff

Stadträtin

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage 1: Liste zur Öffnung von Schulhöfen

Anlage 2: Übersichtsplan Spielplatzbezirke (Stand 2003)

Anlage 3: Versorgungsquoten in den Spielplatzbezirken vor und nach Rückbau

Anlage 4: Aktuelle Fotos der zum Rückbau vorgeschlagenen Spielplätze

 

 

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Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 Liste zur Öffnung von Schulhöfen (40 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Karte.Spielplaetze 2013 (2128 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anlage 3 Spielplatzversorgung_07112013_jh (20 KB) PDF-Dokument (81 KB)    
Anlage 4 4 öffentlich Bilder der Spielplätze in den Stadtbezirken_1 (4335 KB)