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Vorlage - 2013/0046  

Betreff: Neu- und Umbau der Lichtsignalanlage Horsthauser Straße / Anschlussstelle A42 (Herne-Horsthausen)
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Broja, Eduard
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Strauch, Simone
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
13.02.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
07.03.2013 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 54.02

Bez.: Verkehrssignalanlagen

Nr.: 13

Bez.: Aufwendungen Sach- und Dienstleistungen

  -             175.000

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.             Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt den Neu- / Umbau der Lichtsignalanlage Horsthauser Str. / Nordstr. gemäß den vorgelegten Planunterlagen.

Stand Januar 2013 sowie der nachfolgenden Baubeschreibung.

 

2.             Die Verwaltung wird ermächtigt, für die erforderlichen Neu- / Umbaumaßnahmen an der Lichtsignalanlage Horsthauser Str. / Nordstr eine Bauvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, Regionalniederlassung Ruhr, abzuschließen.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Allgemeines

Aufgrund der stetig sinkenden Schülerzahl an der Regenbogenschule an der Diedrichstr. in Herne-Horsthausen wird die Grundschule zum Ende des Schuljahres 2012/2013 geschlossen. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Schüler die umliegenden Grundschulen besuchen.

 

2. Begründung

Die Schließung der Regenbogenschule sorgt für geänderte Schulwege der Grundschüler. Um aus dem Einzugsgebiet rund um die Regenbogenschule die Grundschule Langforthstr. zu erreichen, führt der Fußweg an der Autobahnanschlussstelle Herne-Horsthausen der A 42 vorbei. Zur Sicherung der sich erhöhenden Fußgängerströme soll die derzeit unsignalisierte, südliche Autobahnzufahrt demnächst signalisiert werden. Zudem soll eine separate Signalisierung der Linksabbieger in der Hauptrichtung an der bereits signalisierten Autobahnzufahrt für eine zusätzliche Sicherheit der Fußgänger sorgen.

In einer durchgeführten verkehrstechnischen Untersuchung wurde geprüft, inwieweit die neu zu erbauende Lichtsignalanlage in die Grüne Welle der Horsthauser Straße eingepasst werden kann. Es zeigte sich, dass aufgrund der durchschnittlichen Verkehrsstärken der Nebenrichtung und der günstigen Entfernung zur anderen Autobahnauffahrt ein Einfügen in die Koordinierung möglich ist und eine gute Qualität des Verkehrsablaufs erzielt werden kann.

 


3. Beschreibung der Baumaßnahme

3.1. Allgemeines

Die städtische Verwaltung hält, in Abstimmung mit der Schulleitung, der Polizei und dem Landesbetrieb Straßen NRW, den Bau einer Lichtsignalanlage im Bereich Horsthauser Str. / Nordstr. im Zuge der Schulwegsicherung für erforderlich.

In Folge dessen wurden einzelne Maßnahmen für die Durchführung der Schulwegsicherung bereits beschlossen:

·         Der Anstrich der Brückenunterführung auf der Horsthauser Str.

·         Die Instandsetzung der Beleuchtungseinrichtung in der Brückenunterführung auf der Horsthauser Str. und der Langforthstr.

·         Die Einrichtung von Drängelgittern in der Brückenunterführung auf der Horsthauser Str.

 

3.2. Straßenbauliche und verkehrstechnische Beschreibung

An der nördlichen Autobahnzufahrt, die bereits signalisiert ist, wird keine straßenbauliche Veränderung vorgenommen. Es ist jedoch eine Änderung in der Signalisierung vorgesehen, durch die die Linksabbieger in der Hauptrichtung (Horsthauser Str.) separat signalisiert werden, um die dort querenden Fußgänger zusätzlich abzusichern.

Die südliche Autobahnzufahrt ist derzeit unsignalisiert, soll im Zuge der Schulwegsicherung jedoch ebenfalls signalisiert werden. Hierfür sind straßenbauliche Veränderungen im Kreuzungsbereich durchzuführen. Dies betrifft vorrangig die Mittelinsel des südlichen Armes der Horsthauser Str., die komplett entfallen soll. Durch diese Änderung kann eine größere Straßenbreite erzielt werden, wodurch der Radverkehr ebenfalls auf der Straße geführt werden kann. Die Spuraufteilung wird für den Einsatz einer Lichtsignalanlage beibehalten.

Die Neuplanung der dortigen Lichtsignalanlage sieht folgende Signalisierung vor:

Der östliche sowie der südliche Knotenarm wird jeweils über ein Vollsignal signalisiert. Lediglich der nördliche Arm wird neben einer Vollsignalisierung für den Geradeausverkehr mit einem separat signalisierten Linksabbieger ausgestattet, um so den Fußgängerverkehr zusätzlich zu sichern. Der Fußgängerverkehr wird wie bisher über Überwege am östlichen und südlichen Knotenarm geleitet und signalisiert. Die Mittelinsel der Autobahnzufahrt bleibt hierbei bestehen. Ein Überweg für Fußgänger am nördlichen Arm ist nicht geplant.

 

Beide Lichtsignalanlagen werden verkehrsabhängig gesteuert, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Dies umfasst den Einbau von Detektionsschleifen in allen Fahrtrichtungen sowie die blindengerechte Ausstattung aller Fußgängerüberwege.

 

 

4. Bauvereinbarung

Um die Auswirkungen des Vorhabens auf den öffentlichen Verkehrsraum zu regeln, wird zwischen der Stadt Herne und dem Landesbetrieb Straßen NRW eine Bauvereinbarung geschlossen. Wesentliche Bestandteile der Vereinbarung sind:

·         Die Planung, Ausschreibung, Vergabe, Vertragsabwicklung und Baudurchführung erfolgt durch den Fachbereich Tiefbau und Verkehr

·         Die Straßenbauverwaltung stellt die erforderlichen Haushaltsmittel bereit und erteilt der Stadt die Vollmacht zur Auftragserteilung „im Namen und für die Rechnung der Bundesrepublik Deutschland“ auf ihren Kostenanteil

·         Die Lichtsignalanlage wird Eigentum des Landesbetriebes Straßen NRW, der auch die Unterhaltung obliegt

·         Für den Aufwand der Unterhaltung der Lichtsignalanlage wird eine Verwaltungs-gebühr erhoben

·         Die Festlegung über die Aufteilung der Baukosten

 

5. Durchführung der Baumaßnahme

Die Baumaßnahme soll noch in diesem Frühjahr begonnen werden. Die Maßnahme kann unter Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses durchgeführt werden.

 

6. Finanzierung

Die geplanten Herstellungskosten belaufen sich auf ca. 350.000 €. In den Herstellungs-kosten sind die Planungs- sowie die Straßenbaukosten, als auch die Kosten für die Lichtsignalanlage und den Tiefbau der Lichtsignalanlage enthalten. Die Kosten der verkehrstechnischen- und signaltechnischen Planung, einschließlich der Überprüfung der verkehrs- und signaltechnischen Steuerung, sowie die Kosten des Anschlusses an den Verkehrsrechner trägt die Stadt Herne. Alle weiteren Baukosten werden im Verhältnis 50:50 zwischen der Verwaltung und dem Landesbetrieb Straßen NRW aufgeteilt.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

Anlagen:

Anlagen:

K 1961 Übersichtsplan

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich K1961-Übersichtsplan (217 KB)