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Vorlage - 2013/0063  

Betreff: Geruchsbelästigungen durch die Bochumer Firma Kost (jetzt: AGR-DAR)
- Sachstandsbericht -

Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Nobert, 2325
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
13.02.2013 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
21.02.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

In den vergangenen Jahren wurden in erheblichem Umfang Nachbarbeschwerden aus dem Umfeld der  Firma Kost, Rensingstr. 14 in Bochum, an der Stadtgrenze zu Herne, vorgetragen.

 

Zuständig für die Genehmigung und Überwachung der Anlage ist die Bezirksregierung Arnsberg.

 

Die Bezirksregierung Arnsberg erließ am 11.09.2008 und am 30.11.2009 eine Ordnungsverfügung und ordnete Maßnahmen zur Geruchsreduzierung an.

 

Da auch nach Erlass der Ordnungsverfügung weiterhin zahlreiche Anwohnerbeschwerden eingingen, wurde von der Bezirksregierung in Absprache mit den Anwohnern und den Städten Bochum und Herne ein Geruchsgutachten beim TÜV-Nord in Auftrag gegeben.

 

Das Ergebnis dieses Gutachtens und die weitere Vorgehensweise wurde am 23.01.2013 mit den Anwohnern und Vertretern der Städte Bochum und Herne sowie Vertretern der Firma ARG-DAR bei der Bezirksregierung besprochen. Politische Vertreter aus Herne waren zu diesem Termin auch geladen.

 

Der Gutachter, Herr Leisegang, stellte den Endbericht vom 07.12.2012 vor.

 

Das Gutachten wurde durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW auf Plausibilität geprüft.

 

 

 

Ergebnis:

 

In dem Überprüfungszeitraum von Februar 2011 bis Mai 2012 wurden 104 Rasterbegehungen vorgenommen. Damit sollte entsprechend den Vorgaben der GIRL die kalte und die warme Jahreszeit abgedeckt werden.

 

Es wurden folgende Geruchsquellen festgelegt:

 

-          entsorgung herne

-          Firma Sita Bodenaufbereitung

-          Lidl Außenlager (Pappe)

-          Waschstraße./Tankstelle

-          Firma Kost

 

 

Bei der Art der Gerüche wurde wie folgt differenziert:

 

-          A NaWaRo (nachwachsende Rohstoffe)

-          B Holzaufbereitung

-          C Ersatzbrennstoffe

-          D Außenlager

-          E Bodenaufbereitung (teerhaltig)

-          Sonstige Gerüche (Verkehr, Hausbrand usw.)

 

 

Die Geruchshäufigkeit betrug

 

-          in der Gartensiedlung 2 % - 3 %

-          südlich der Firma Kost 1 % - 6 %

-          Siedlungsgebiet nordöstlich der Fa. Kost 0 % - 5 %

-          Riemker Straße 8 %

 

 

Damit wurde der Grenzwert von 10% deutlich unterschritten.

 

 

Lediglich an dem Einzelpunkt „Südstraße“ gab es mit 19 % (Grenzwert 15 %) weiterhin Überschreitungen.

 

Die Vertreter der Firma AGR-DAR erläuterten, dass sie die Firma Kost zum 1.1.2012 vollständig übernommen haben. Die Grünabfallbehandlung am Standort wurde ab dem 18.01.2012 eingestellt. Es findet lediglich das Lagern und das Aussortieren von Störstoffen statt. Ferner wird eine Mengenreduzierung von 22.000 t bis 25.000 t auf 5.000 t bis 6.000 t der NaWaRo vorgenommen.

 

Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Geruchsreduzierung und Vermeidung geplant, wie z. B. technische Maßnahmen  (automatische Schließeinrichtungen  an den Türen).

 

Auf Basis der Ergebnisse der ermittelten Geruchsimmissionen werden die zukünftigen Aktivitäten endgültig geplant. Dies wird Gegenstand eines Antrages gemäß § 16 BImSchG werden. Inhalt des Antrages wird auch der Umgang mit Grünabfällen sein, wie er ab dem 18.01.2012 stattfindet. Der Antrag wird eine Geruchsimmissionsprognose enthalten.
 

Nach Durchführung der genehmigten Änderungen werden die Geruchsimmissionen im Rahmen einer erneuten Begehung gemäß GIRL NRW über einen Zeitraum von 6 Monaten an noch zu definierenden Immissionspunkten überprüft.

 

Der Gutachter, Herr Leisegang, stellte die Geruchssituation nach Einstellung der NaWaRo – Behandlung dar. Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse ermittelte der Gutachter die Kenngrößen der Gesamtbelastung (Südstraße = 11 %, Riemker Straße = 3 %) und prognostiziert die Einhaltung der Immissionswerte.

 

Die Nachbarschaft wird an dem Genehmigungsverfahren beteiligt und auch die Gutachterbeauftragung wird durch die Bezirksregierung mit der Nachbarschaft abgestimmt.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs

 

 

Anlagen:

- drei Auszüge aus dem Geruchsgutachten


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 20121207_endbericht_tüv_seite_101 (766 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage_1_Vergleich_2009_20012 (94 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anlage_2_prognose_tüv_gesamtbelastung (809 KB)