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Vorlage - 2013/0092  

Betreff: Inklusionsplan Schule
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Die Linke
Verfasser:Ixert, Andreas
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Gnörk, Markus
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
21.02.2013 
des Schulausschusses zurückgezogen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

 

1.      Der Rat der Stadt Herne beauftragt die Verwaltung ein Inklusionsplan zu erstellen.

Der Inklusionsplan soll unter anderem enthalten:

 

  • Verbindliche Aussagen über die erforderlichen personellen, sächlichen und räumlichen Standards für inklusive Schulen,
  • einen Fortbildungsplan für Kollegien aller Schulformen
  • sowie einen zeitlichen und organisatorischen Ablaufplan zur vollständigen Umsetzung der UN-Konventionen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Herner Schulwesen

 

Der erste Entwurf wird dem Schulausschuss nach den Sommerferien zur Kenntnis gegeben.

 

 

2.              Der Teilplan „Förderschulen“ des Schulentwicklungsplan Herne wird in die anderen Teilpläne sukzessive integriert.


Begründung:

 

Drei Jahre nach der Rechtswirksamkeit der UN-Konventionen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist der Stand der Umsetzung im Schulwesen mehr als enttäuschend. Es wird keine Perspektive aufgezeigt, unter welchen konkreten Bedingungen und in welchem Zeitfenster die Umgestaltung des gesamten Schulsystems geschehen soll, in der als Ergebnis längeres gemeinsames Lernen Regelfall ist.

 

Daraus resultiert gegenwärtig ein hohes Maß an Verunsicherung sowohl an den Schulen als auch bei den Eltern. Ob Eltern, die ihr Kind an der Schule anmelden wollen, in die es gehen würde, wenn es keine Behinderung hätte, im kommenden Schuljahr tatsächlich in jedem Fall einen barrierefreien Zugang im inklusiven Sinne erhält, ist nicht gewährleistet, obwohl faktisch ein Rechtsanspruch darauf besteht.

 

Die Einrichtung von integrativen Lerngruppen allein entsprechen nicht dem Anspruch einer inklusiven Schule. Mögen sie für eine kurze Übergangszeit sinnvoll sein, so dürfen sie aber nicht inklusiven Unterricht ersetzen.