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Vorlage - 2013/0144  

Betreff: Verwendung von grundwassergefährdenden Materialien im Tiefbau
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Frau Schnepel, 2884
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
13.03.2013 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Verwaltung hat je eine Probe genommen unter dem Parkplatz an der Barbarakirche und von einer Baustelle/ Miete am Südfriedhof. Das Material das beprobt wurde, war optisch und nach Analytik eindeutig Schlackenmaterial. Die Ergebnisse der Beprobung liegen der Verwaltung nun vor.

 

Das vorliegende Material an der Barbarakirche unter einer Pflasterfläche entspricht dem vorgelegten Prüfbericht. Die Analysenwerte liegen deutlich unter den zulässigen Werten des Verwertererlasses. Das Material kann aufgrund der Ergebnisse und der Verwendung als Bettungsmaterial unter einer Pflasterfläche baulich so verbleiben

 

Bei dem Material auf dem Südfriedhof ergab die Analyse deutlich schlechtere Zinkwerte im Eluat (449 µg/l). Die Werte des Verwertererlasses werden damit überschritten. (max. 200 µg/l, Einzelwert bis max. 260 µg/l)

 

Die Blei- und Kupfergehalte waren mit kleiner als 4 µg/l bzw. 8 µg/l unter den Werten des Verwertererlasses.

 

Das Material vom Südfriedhof ist damit nach den Sicherheitsbestimmungen, die die Verwertererlasse vorgeben, nicht einbaufähig.

 

Eine akute Grundwassergefährdung ist mit diesen Werten allerdings nicht zu besorgen.

 

 

 

 

 

Weiteres Vorgehen

 

Nach Bekanntwerden der Prüfergebnisse wurde von dem Fachbereich Stadtgrün beschlossen, keinerlei Schlackengranulate dieser Art mehr zu verwenden und die vorhandene Lagermiete am Südfriedhof auch nicht mehr zu verwerten. Die Lagermiete ist zwischenzeitlich mit einem Bauzaun eingezäunt und mit einer Abdeckplane versehen worden. Im Rahmen eines Erstgespräches mit dem Baustofflieferanten hat dieser Bereitschaft signalisiert das Material zurückzunehmen. Sobald die Witterung es zulässt, wird der Fachbereich Stadtgrün das auf dem Friedhof bereits verbaute Material wieder entnehmen, der Lagermiete hinzufügen und den Abtransport durch den Lieferanten organisieren.

 

Sollte an einigen Stellen die Schlacke nicht mit verhältnismäßigem Aufwand entnommen werden können und somit Materialreste verbleiben, werden die Flächen dokumentiert, damit bei späteren Arbeiten das Material getrennt behandelt werden kann. Im Einzelfall müßte dann über die Notwendigkeit von zusätzlichen Maßnahmen, z.B. Abdeckung mit undurchlässigem Material, entschieden werden.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs