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Vorlage - 2013/0267  

Betreff: Bebauungsplan Nr. 236 -Kreisverkehr Castroper Straße / Kirchstraße-
Stadtbezirk Sodingen
Aufstellungsbeschluss und Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffent-lichkeit
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Lökenhoff, Tel. 3009
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Fortnagel, Bettina
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
30.04.2013 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
08.05.2013 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
15.05.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung
28.05.2013 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:              ./.

Bez.:

Nr.:            ./.

Bez.:

               ./.

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:              ./.

Bez.:

Nr.:          ./.

Bez.:

                ./.

 


Beschlussvorschlag:

 

1.              Der Haupt- und Finanzausschuss beschließt

 

die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 236 Castroper Straße / Kirchstraßegemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB).

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 2 dargestellt.

 

 

2.              Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die frühzeitige Beteiligung               der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB.


Sachverhalt:

 

A. Geltungsbereich

 

Der Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans liegt im Stadtbezirk Sodingen östlich des Betriebsstandorts der HCR und umfasst die Flurstücke bzw. Teile der Flurstücke Gemarkung Börnig, Flur 9 Flurstücke 352, 390, 467, 497 und 724, sowie Gemarkung Börnig, Flur 11, Flurstücke 556, 1223, 1224 und 1225.

 

 

B. Planungsanlass und –erfordernis

 

Die Stadt Herne beabsichtigt, den zurzeit per Lichtsignalanlage gesteuerten Knotenpunkt Castroper Straße / Kirchstraße zu einem Kreisverkehr umzubauen, damit die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes künftig verbessert wird.

 

Zur Untersuchung der verkehrstechnischen Machbarkeit wurde das Büro Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH Brilon / Bondzio / Weiser beauftragt. Der Schlussbericht der Machbarkeitsuntersuchung kommt zu folgendem Ergebnis:

 

Im Umfeld des Knotenpunktes sind zwei Wohngebiete geplant, die bei der Untersuchung des Sachverhalts berücksichtigt wurden. Es handelt sich hierbei um ein Wohngebiet mit rund 30 Wohneinheiten an der Castroper Straße (Bebauungsplan Nr. 229) und ein Wohngebiet mit rund 36 Wohneinheiten an der Straße An der Linde (Bebauungsplan Nr. 215), welches an die Kirchstraße angebunden werden soll.

 

Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wurden die verkehrlichen Auswirkungen einer zusätzlichen Zufahrt zum HCR-Betriebshof unter Berücksichtigung einer möglichen Erweiterung des Busbetriebshofs und der beiden geplanten Wohngebiete im Umfeld des Betriebshofes sowie die Leistungsfähigkeit und Kapazität eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Castroper Straße / Kirchstraße untersucht.

 

Zunächst wurde auf Grundlage einer Verkehrszählung ermittelt, welche Verkehrsbelastungen an der vorhandenen Kreuzung bereits vorliegen. Anschließend wurde das zu erwartende zusätzliche Verkehrsaufkommen (Neuverkehr) berechnet und mit der zu erwartenden allgemeinen Verkehrsnachfrage überlagert.

 

Im nächsten Schritt wurden anhand der im Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen HBS vorgegebenen Verfahren verkehrstechnische Berechnungen für den Kreisverkehr durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass dieser in der Lage ist, die zukünftigen Verkehrsbelastungen jederzeit leistungsfähig und mit einer sehr guten Verkehrsqualität abzuwickeln. Die Befahrbarkeit wurde mit Hilfe dynamischer Schleppkurven nachgewiesen.

 

Die mögliche zukünftige Gestaltung des Knotenpunktes wurde in zwei Varianten dargestellt. Die Herstellungskosten betragen in Abhängigkeit von der Variante rund 610.000 € netto bzw. rund 650.000 € netto.

 

Bei einem Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr sind keine Probleme hinsichtlich der Verkehrssicherheit für den Fußgänger- und Radverkehr zu erwarten.

 

Die Verkehrserschließung der bereits vorhandenen und der noch geplanten Nutzungen im Umfeld des Knotenpunktes ist gewährleistet.

 

Da der in den Planvarianten vorgeschlagene Kreisverkehrsausbau die Einbeziehung privater Grundstücksteilflächen bedingt, ist zur Ausübung eventuell notwendiger Vorkaufsrechte die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.

 

 

C. Voraussichtliche Inhalte der Planung

 

Der Bebauungsplan Nr. 236 soll zur planungsrechtlichen Sicherung des geplanten Umbaus des Knotenpunktes zu einem Kreisverkehr ausschließlich „Öffentliche Verkehrsflächen“ festsetzen und somit die Qualität eines „einfachen Bebauungsplans“ bekommen.

 

 

D. Weitere Vorgehensweise

 

Als nächster Verfahrensschritt zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 236 ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB vorgesehen.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

 

(Friedrichs)

   Stadtrat


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BP236_Pläne_Grundlage Aufstellungsbeschluss (982 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich BP236_Pläne_Übersichtsplan (644 KB)