Ratsinformationssystem

Vorlage - 2013/0271  

Betreff: Prüfraster zur Bewertung städtebaulicher Projekte in Bezug auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit
- Antrag der SPD-Fraktion vom 18.04.2013 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag SPD
Verfasser:Manuela Lukas
Federführend:Büro Dezernat V Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
30.04.2013 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beauftragt die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Prüfrasters zur Bewertung städtebaulicher Projekte in Bezug auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit.

Das Prüfraster soll auf geeignete Stadtentwicklungsprojekte von besonderer Bedeutung angewendet werden.  Die Ergebnisse sind im Erarbeitungsprozess von städtebaulichen Verfahren, insbesondere in verbindlichen Bauleitplanverfahren zu berücksichtigen und der Politik vorzulegen.

 


Sachverhalt:

 

Aufgrund der rückläufigen Bevölkerungszahlen werden sog. weiche Standortfaktoren bei der Wohnortwahl immer wichtiger. Die Schaffung guter Rahmenbedingungen insbesondere für Familien mit Kindern durch die Bereitstellung einer guten Betreuungsinfrastruktur und auch durch die Entwicklung familienfreundlicher Wohngebiete wird in der Stadt Herne bereits seit langem als wesentlicher Bereich der Kommunalpolitik bewertet.

 

Im Juni 2008 beauftragte der Rat der Stadt Herne die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Handlungsprogramms zur kommunalen Familienförderung in Herne auf Grundlage des Familienberichts 2007. Das Programm wurde dem Rat der Stadt Herne im Juni 2009 vorgelegt und dort einstimmig als Grundlage für den weiteren Ausbau Hernes zur familienfreundlichen Stadt beschlossen (Beschlussvorlage Nr.: 2009 / 0346).

 

Leitziel des Programms ist die Unterstützung und Entlastung von Familien durch die Stärkung des unmittelbaren Lebensalltags von Familien und die Schaffung entsprechender Bedingungen. Da Familienpolitik als Querschnittsaufgabe verstanden wird, umfasst das Handlungsprogramm die drei Handlungsfelder

 

1.                    Familienförderung,

2.                    Bildung sowie

3.                    Wohnen und Lebensumwelt.

 

Die Siedlungsstruktur in Herne variiert von einer städtisch geprägten Baustruktur mit dichter und mehrgeschossiger Bebauung bis hin zu Einfamilienhäusern mit großzügig bemessenen Gärten.  Wesentliche Maßnahmen im Handlungsfeld Wohnen und Lebensumwelt in den freiflächenarmen Stadtteilen müssen vor allem die Schaffung adäquater Angebote von wohnungsnahen Frei-, Spiel- und Aufenthaltsflächen sein. Neben der Verbesserung der Versorgung mit diesen Flächen, ist das Angebot geeigneter Baugrundstücke selbst ein relevanter Baustein einer familiengerechten Stadtentwicklung.

 

Neben zielgruppenspezifischen Angeboten kann daher eine Vielzahl von Kriterien in einem Katalog zusammengefasst und geprüft werden, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen und berücksichtigt werden sollen. Ihre  Beteiligung ist wichtig für eine zukunftsfähige Planung. Über die Beteiligung dieser Altersgruppe können auch die Erwachsenen besser erreicht werden. Eine neue Dynamik für mehr Bürgerbeteiligung kann dadurch entstehen. 

Die Verwaltung wird daher beauftragt, Prüfkriterien für eine kinder- und jugendgerechte Entwicklung von Siedlungsbereichen zu entwickeln und zu einem Prüfraster zusammenzufassen.

 

Für die SPD Fraktion

 

Manuela Lukas

Stadtverordnete