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Vorlage - 2013/0399  

Betreff: Bebauungsplan Nr. 215 -An der Linde / Börniger Aesche-
Stadtbezirk Sodingen

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Lökenhoff, Tel. 3009
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Fortnagel, Bettina
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
26.06.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

 

Sachverhalt:

 

A. Geltungsbereich

 

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 215 wird begrenzt durch die Straße An der Linde im Osten und das Landschaftsschutzgebiet 7.2.2.1. „An der Linde“ im Westen. Im Norden verläuft der Geltungsbereich entlang der Verlängerung der Straße An der Linde in West-Ost-Richtung und im Süden entlang der Verlängerung der Straße Baueracker.

 

 

B. Planungsanlass und – erfordernis

 

Das bereits im Jahr 1996 beschlossene „Integrierte Gesamtkonzept Herne-Sodingen“ beinhaltete zum einen, auf dem Areal der früheren Schachtanlage „Mont-Cenis l/lll“ eine „Neue Mitte“ zu schaffen, die aus dem Stadtteil Sodingen einen voll funktionierenden, attraktiven und lebenswerten Stadtteil macht. Zum anderen sollten Teilbereiche der nördlich der „Neuen Mitte“ gelegenen Landwirtschaftsflächen aufgrund ihrer bereits bestehenden integrierten Lage zu Wohnbauland entwickelt werden.

 

Am 01.06.2010 hat der Haupt- und Finanzausschuss den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 215 gefasst, mit der Zielsetzung, die wohnbauliche Entwicklung dieser Fläche planungsrechtlich vorzubereiten. Vor dem Hintergrund der stadtentwicklungspolitischen Ausrichtung der Stadt Herne, dem Gedanken des Klimaschutzes künftig deutlich mehr Gewicht zu geben, sollte angestrebt werden, mit der Wohnbauentwicklungsfläche in das Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“ aufgenommen zu werden. Die zwischenzeitlich erfolgte Vorstellung der in einem ausführlichen planerischen Entwicklungsprozess erarbeiteten städtebaulichen Planung bei der zuständigen Auswahlkommission des Landes NRW war erfolgreich, so dass das geplante Wohnbaugebiet den Zuschlag für das ehrgeizige Klimaschutzprojekt verliehen bekommen hat.

 

Die geplante Klimaschutzsiedlung kann mit geringfügiger Ergänzung der vorhandenen Wohnstraßen erschlossen werden, so dass bestehende Erschließungsanlagen voll genutzt und Kosten gespart sowie andere Flächen geschont werden können. Daher versteht sich die beabsichtigte wohnbauliche Entwicklung der Fläche als städtebauliche „Innenentwicklung“. Nicht nur der ehemalige Flächennutzungsplan der Stadt Herne sondern auch der aktuelle für das Gebiet der Stadt Herne gültige Regionale Flächennutzungsplan der Planungsgemeinschaft und Städteregion Ruhr stellen den Bereich als „Wohnbaufläche“ dar.

 

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

 

Die Klimaschutzsiedlung soll sich in drei Wohnquartiere gliedern, deren Häuser quartiersweise baugestalterisch klar erkennbar aufeinander abgestimmt werden sollen, so dass ein harmonisches und in sich geschlossenes Quartiersbild entsteht.

 

Sämtliche Wohnhäuser sollen zwei- bis dreigeschossig errichtet und mit Flachdächern versehen werden, so dass auch hierdurch ein hohes Maß an städtebaulicher Gestaltqualität sichergestellt und optimale Voraussetzungen zur Nutzung von Solarenergie erzielt werden.

 

Zur Schaffung der bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen und Sicherung der Gestaltqualität der Klimaschutzsiedlung soll der Bebauungsplan Nr. 215 aufgestellt werden.

 

 

D. Voraussichtliche Inhalte der Planung

 

Es besteht die Absicht, im Bebauungsplans „Reine Wohngebiete“ gemäß § 3 BauNVO festzusetzen, so dass dem Wohnen absoluter Vorrang eingeräumt und ausreichender Schutz vor störenden Beeinträchtigungen gewährleistet wird. Darüber hinaus sollen Festsetzungen getroffen werden, die den gestellten städtebaulichen Anforderungen an die Klimaschutzsiedlung Rechnung tragen, aber auch einen harmonischen Übergang zwischen Siedlungsbereich und Landschaftsraum sicherstellen.

 

 

E. Weitere Vorgehensweise

 

Im nächsten anstehenden Verfahrensschritt zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 215 ist vorgesehen, die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die öffentliche Auslegung gemäß den §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

 

 

(Friedrichs)

   Stadtrat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

 

?  Übersichtsplan M 1:10.000 mit Lage des Geltungsbereiches des Bebauungsplans Nr. 215

?  Plangrundlage (ohne Maßstab) mit Eintragung des Geltungsbereichs des Bebauungsplans Nr. 215

?  Städtebaulicher Entwurf M 1:1.000


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BP215_Pläne_Plangrundlage Aufstellungsbeschluss (1122 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich BP215_Pläne_Städtebaulicher Entwurf_Bürgerbeteiligung_Juni 2013 (1999 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich BP215_Pläne_Übersichtsplan (365 KB)