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Vorlage - 2013/0673  

Betreff: Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 4 , Diedrichstraße,
Stadtbezirk Sodingen
1. Entscheidung über die im Rahmen der Beteiligungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen
2. Entscheidung über die redaktionellen Änderungen und Ergänzungen
3. Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB)
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Menke 3010
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Menke, Armin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
05.11.2013 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
06.11.2013 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
26.11.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
03.12.2013 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
10.12.2013 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:      keine

 

    keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:    keine

 

   keine

 

 

 

 


Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt nimmt zur Kenntnis, dass alle Anlagen dieser Beschlussvorlage vollständig zur Verfügung stehen und beschließt-

 

1.      Dem Abwägungsvorschlag der Verwaltung zu den im Rahmen der Beteiligungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen wird zugestimmt.

2.      Der geänderten bzw. ergänzten Begründung vom 16.09.2013 wird zugestimmt.

3.      Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 4 -Diedrichstraße- vom 16.09.2013 (mit den in violetter Farbe eingetragenen Änderungen) wird gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit § 7 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) als Satzung beschlossen.

 


Sachverhalt:

A. Geltungsbereich

Der Geltungsbereich wird begrenzt durch die Gneisenaustraße im Norden, dem Gebäude Gneisenaustraße 6 (Jugendtreff) und dem Flurstück 579 im Osten, der Diedrichstraße im Süden, den Grundstücken Diedrichstraße 5 (Kindertagesstätte, Flurstücke 430 und 916) und Horsthauser Straße 152 im Südwesten und der Horsthauser Straße im Westen.

 

B. Planungsanlass und – erfordernis

Mit der Zusammenlegung der Grundschulen an der Diedrichstraße und der Langfortstraße in das Gebäude der Hauptschule am Jürgens Hof wird der Schulstandort an der Diedrichstraße mit Ende des Schuljahres 2012/2013 aufgegeben. Am 27. März 2012 hat der Rat der Stadt Herne beschlossen, das ca. 6.250 m² große, städtische Grundstück an die Firma Löer Verbrauchermarkt Herne GmbH & Co. KG zu veräußern.

Die Firma Löer Verbrauchermarkt Herne GmbH & Co. KG beabsichtigt an diesem Standort einen großflächigen Lebensmittelmarkt (Vollsortimenter) mit Bäckerei und einem Sitzcafé zu errichten. Ergänzt werden soll der Lebensmittelmarkt durch einen weiteren Shop für Nahversorgung und Dienstleistung. Insgesamt sollen etwa 2.000 m² Verkaufsfläche in ca. 3.000 m² Bruttogeschossfläche entstehen. Mit diesem Angebot soll die Nahversorgung in Horsthausen nachhaltig verbessert werden.

Die Ansiedlung muss mit dem Masterplan Einzelhandel, der im Juli 2012 vom Rat der Stadt beschlossen wurde, konform sein. Ein Verträglichkeitsgutachten, mit dessen Erstellung das Büro Stadt + Handel, Dortmund, beauftragt wurde, belegt die geeignete Integration in das Gesamtkonzept .

 

Das Vorhaben befindet sich in einem unbeplanten Innenbereich gemäß § 34 Baugesetzbuch. Aufgrund des großflächigen Einzelhandels besteht für dieses Vorhaben kein Vorbild, so dass mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes dem gegebenen Planerfordernis Rechnung getragen wird.

Die Firma Löer Verbrauchermarkt Herne GmbH & Co. KG hat schriftlich beantragt, das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes einzuleiten. Vor dem Hintergrund einer Entwicklung im bisherigen Innenbereich wird der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 4 im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB durchgeführt.

Eine Umweltprüfung sowie ein Umweltbericht sind entbehrlich. Die Vorprüfung des Einzelfalls im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung -durchgeführt vom Büro Bosch & Partner, Herne, bestätigt die erwartete Unbedenklichkeit des Vorhabens.

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

Die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ermöglicht eine städtebaulich sinnvolle Nachfolgenutzung des bisherigen Schulgrundstücks. Mit diesem Vorhaben kann die Nahversorgung im Ortsteil Horsthausen komplettiert werden.

 

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 4 wird ein „Sondergebiet-Großflächiger Einzelhandel“ im Sinne von § 11 Abs. 3 BauNVO festsetzen. Darüber hinaus werden Festsetzungen hinsichtlich der Größenordnung der Verkaufsfläche sowie den Warensortimenten getroffen, die den Vorgaben des Masterplans Einzelhandel entsprechen.

 

D. Bisheriges Planverfahren

Da die Grundvoraussetzungen des § 13a BauGB (Bebauungspläne der Innenentwicklung) vorliegen, wird der vorhabenbezogene Bebauungsplan nach den Maßgaben dieser Vorschrift

erarbeitet.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 26. Juni 2012 die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr.4 - „Diedrichstraße“- Stadtbezirk Sodingen -

im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB beschlossen. Die öffentliche Bekanntmachung des v.g. Beschlusses erfolgte am 16. August 2012.

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am 24. Mai 2012 die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB beschlossen, die am 21. November 2012 im Rahmen der Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen erfolgte. Die öffentliche Bekanntmachung bezüglich der Einladung zur Bürgeranhörung erfolgte am 08.11.2012  Mit gleicher Bekanntmachung  wurde die Öffentlichkeit dahingehend informiert, dass ihr bis zum 7. Dezember 2012 Gelegenheit gegeben ist, sich zu der Planung schriftlich zu äußern.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sind keine Anregungen und / oder Bedenken vorgetragen worden, die Anlass zu einer Ergänzung oder Änderung der Planung gegeben hätten.

Auch in der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB, durchgeführt in der Zeit vom 06. Dezember 2012 (Datum des Anschreibens) bis 11. Januar 2013 sind keine Einwendungen vorgetragen worden, die Anlass zu einer Änderung der Planung gegeben hätten.

Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden mit Schreiben vom 16. Mai 2013 gemäß § 4 Absatz 2 BauGB aufgefordert, Stellungnahmen zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und zur Begründung bis zum 21. Juni 2013 abzugeben. Im Rahmen der Beteiligung sind keine Stellungnahmen eingegangen, die zu einer Änderung der Planung geführt haben.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 2 BauGB wurde vom 22. Juli 2013 bis zum 21. August 2013 durchgeführt.

Der Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 4 -Diedrichstraße- wird dem Rat der Stadt am 15. November zur Beschlussfassung vorgelegt und nachfolgend durch den Vorhabenträger sowie durch den Oberbürgermeister und Stadtrat Friedrichs unterzeichnet.

 

E. Änderungen nach der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 bzw. der Beteili-

    gung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB

 

Änderungen im Textteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes

Im Textteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 4 wird nach den Beteiligungen gemäß § 3 Absatz 2 und § 4 Abs. 2 BauGB folgende Änderung erforderlich:

 

Im Abschnitt II. Hinweise wird der Pkt. 2. Bodendenkmalschutz wie folgt geändert:

Die Entdeckung von Bodendenkmälern ist der Stadt / Gemeinde als Unterer Denkmalbehörde und/oder dem westfälischen Museum für Archäologie / Amt für Bodendenkmalpflege der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe (Tel.: 02761/ 93750; Fax:02761/2466 Fax:02761/937520)

Streichungen und Ergänzungen sind in violetter Farbe vorgenommen.

 

Änderungen im Planentwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan (VBP)

Im Planentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 6 werden nach der Beteiligung gemäß § 3 Absatz 2 BauGB und § 4 Abs. 2 BauGB folgende Änderungen erforderlich:

 

1.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan erhält die ergänzende Bezeichnung „Plan zum Satzungsbeschluss“ und das Ausfertigungsdatum 16.09.2013

 

2.

Die westliche Abgrenzung des Plangebiets, parallel zur Horsthauser Straße ist korrigiert worden. In der Planfassung zur öffentlichen Auslegung war ein Teil der öffentlichen Verkehrsfläche (Gehweg) als Bestandteil des Plangebiets festgesetzt. Der Gehweg ist jedoch nicht Bestandteil des Vorhaben-bzw. Vertragsgebiets. Die Änderung der Plangebietsabgrenzung ist rein redaktioneller Art und hat keinen Einfluss auf die Durchführung des  Vorhabens.

 

Unter „Festsetzungen und Darstellungen“,  sind die neue Grenze und die nicht mehr gültige Grenze des räumlichen Geltungsbereiches unter „6. Sonstige Darstellungen“ kenntlich gemacht.

 

Die Änderungen / Ergänzungen im VBP sind in violetter Farbe vorgenommen.

 

 

Änderungen im Planentwurf zum Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP)

  1. Teilplan 1: Lageplan

 

1.

Der Plan erhält die ergänzende Bezeichnung „Plan zum Satzungsbeschluss“ und das Ausfertigungsdatum 16.09.2013

 

2.

Die westliche Abgrenzung des Plangebiets, parallel zur Horsthauser Straße ist korrigiert worden. In der Planfassung zur öffentlichen Auslegung war ein Teil der öffentlichen Verkehrsfläche (Gehweg) als Bestandteil des Plangebiets festgesetzt. Der Gehweg ist jedoch nicht Bestandteil des Vorhaben-bzw. Vertragsgebiets. Die Änderung der Plangebietsabgrenzung ist rein redaktioneller Art und hat keinen Einfluss auf die Durchführung des  Vorhabens.

 

In der Legende zum Teilplan 1, -Lageplan- des VEP  sind die neue Grenze und die nicht mehr gültige Grenze des räumlichen Geltungsbereiches kenntlich gemacht.

 

  1. Teilplan 2: Ansichten

Der Plan erhält die ergänzende Bezeichnung „Plan zum Satzungsbeschluss“ und das Ausfertigungsdatum 16.09.2013

 

  1. Teilplan 3: Schnitte

Der Plan erhält die ergänzende Bezeichnung „Plan zum Satzungsbeschluss“ und das Ausfertigungsdatum 16.09.2013

 

Die Änderungen / Ergänzungen im VEP sind in violetter Farbe vorgenommen.

 

Änderungen in der Begründung

In der Begründung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 4 werden nach den Beteiligungen gemäß § 3 Absatz 2 BauGB und § 4 Abs. 2 BauGB folgende Änderungen erforderlich:

 

1.

Die Begründung erhält die ergänzende Bezeichnung (Fassung zum Satzungsbeschluss gemäß § 10 BauGB) und das Ausfertigungsdatum 16.09.2013

 

2.

Kapitel 1, Pkt. 1.2 Anlass und Erforderlichkeit der Planung wird wie folgt ergänzt:

Die Durchführung eines  vorhabenbezogenen Bebauungsplanes impliziert den Abschluss eines Durchführungsvertrages gemäß § 12 Abs. 1 BauGB.

Der Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 4 -Diedrichstraße- Stand 30. Juli 2013 - ist in der Ratssitzung am 15.10.2013 beschlossen und nachfolgend durch den Vorhabenträger, Herrn  Oberbürgermeister Schiereck und Stadtrat Friedrichs unterzeichnet worden. Rechtliche Grundlage für diesen Vertrag bilden § 12 BauGB sowie § 54 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen in der zurzeit gültigen Fassung.

Die Wirksamkeit des Durchführungsvertrags ist an die Rechtskraft des vorhabenbezogenen Bebauungsplans oder an die Erteilung einer Baugenehmigung gemäß § 33 BauGB – Zulässigkeit von Vorhaben während der Planaufstellung – geknüpft. Gegenstand des Vertrages ist das Vorhaben „Errichtung eines großflächigen Verbrauchermarktes mit Bäckerei und Sitzcafe, ergänzt durch 2 weitere Shops für Nahversorgung und Dienstleistung“. Der Vertrag schließt alle im Zusammenhang mit dem Vorhaben erforderlichen Maßnahmen ein.

Kern des Vertrages ist die Durchführungsverpflichtung nach der der Vorhabenträger sich verpflichten muss, das Vorhaben innerhalb einer bestimmten Frist fertig zu stellen, es sei denn die Fertigstellung verschiebt sich auf Grund von gerichtlichen Streitverfahren oder sonstigen Verzögerungen, die nicht in der Verantwortung des Vorhabenträgers liegen. Der Vorhabenträger verpflichtet sich,

        3 Monate nach In-Kraft-Treten des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 4 einen vollständigen und genehmigungsfähigen Bauantrag für das Vorhaben einzureichen.

        12 Monate nach Rechtskraft der Baugenehmigung mit dem Vorhaben zu beginnen und es innerhalb von 12 Monaten fertig zustellen.

Das fertigzustellende Vorhaben ist im Durchführungsvertrag beschrieben.

 

3.

Kapitel 2, Pkt. 2.1. Regionaler Flächennutzungsplan wird wie folgt geändert:

3.1

2009 2010 (Rechtskraftdatum 2. Mai 2010)

3.2

Die geplante Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters, der gemäß der durchgeführten zusätzlichen Verträglichkeitsstudie (Stadt + Handel 2012) hinsichtlich seiner städtebaulichen und raumordnerischen Verträglichkeit als positiv und als zur Versorgung des nördlichen Stadtgebietes als notwendig beurteilt wurde, stimmt somit mit den Zielvorgaben des Regionalen Flächennutzungsplanes überein.

Gemäß der im Rahmen des Bauleitplanverfahrens durchgeführten Verträglichkeitsstudie (Stadt + Handel 2012) wurde die geplante Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters hinsichtlich seiner städtebaulichen und raumordnerischen Verträglichkeit als positiv und als zur Versorgung des nördlichen Stadtgebietes notwendig bewertet. Das Vorhaben führt nicht zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zentraler Versorgungsbereiche und kann aufgrund seiner Angebotsstruktur (Anteil nahversorgungsrelevanter Sortimente weniger als 10 % der Gesamtverkaufsfläche), seiner integrierten und verbrauchernahen Lage, seines lokalen Einzugsbereiches als atypisch im Sinne von Ziffer 2.8 des Einzelhandelserlasses NRW angesehen werden. Es unterliegt somit nicht den Zielen des Regionalen Flächennutzungsplanes und des Entwurfs zum Landesentwicklungsplan NRW – Sachlicher Teilplan Großflächiger Einzelhandel.

 

4.

Kapitel 3, Pkt. 3.4.  Verkehrliche Erschließung wird wie folgt geändert:

Horststraße    Horsthauser Straße

 

5.

Kapitel 3, Pkt. 3.7.  Artenschutz wird wie folgt geändert:

Um die Wahrscheinlichkeit für die Tötung von Fledermäusen zu minimieren, sollte ein geeigneter Zeitraum für den Abriss der Bestandsgebäude gewählt werden. Um eine qualifizierte Aussage dazu zu treffen, sind waren jedoch die Ergebnisse der im Mai geplanten Untersuchung mit Bat-Detektor abzuwarten. 

Am 14./15. Juni 2013 erfolgte in der Zeit von 21:30h bis 00:30 eine Untersuchung des Umfeldes der beiden Schulgebäude hinsichtlich fliegender Fledermäuse mittels Bat-Detektor. Die Bedingungen für die Untersuchung waren optimal: milde Abendtemperaturen und sehr ruhige Windverhältnisse.

Fazit

Für den Abriss der Gebäude muss ein Zeitraum gewählt werden, der die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass Fledermäuse bei der Maßnahme ums Leben kommen. Fatal, und mit dem Tötungsverbot des nicht vereinbar wäre es, wenn Fledermauswochenstuben, die aufgrund der Juni-Untersuchung durchaus denkbar sind, von der Abbruchmaßnahme betroffen wären. In den Wintermonaten Dezember bis Februar kann dies ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit für Winterquartiere ist sehr gering. Sollte es dennoch im Rahmen der Maßnahme zum Verlust einzelner Zwergfledermäuse kommen, so würde dies den Erhaltungszustand der lokalen Population, die vom Gutachter aufgrund eigener, langjähriger Erfahrungen als stabil bewertet wird, nicht verschlechtern. Ein Konflikt mit §44 BNatschG (1) 2 kann durch die Maßnahmenausführung im Winter vermieden werden. Da der Abriss der aufstehenden Gebäude in den Wintermonaten durchgeführt wird, stehen der Durchführung des Vorhabens auch unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Artengruppe der Fledermäuse keine Bedenken entgegen.

 

6.

Kapitel 6, Pkt. 6.1.6. Flächen für Stellplätze und Nebenanlagen wird wie folgt geändert:

ca. 100 96

 

7.

Kapitel 6, Pkt. 6.2.2. Bodendenkmalschutz wird wie folgt geändert:

Die Entdeckung von Bodendenkmälern ist der Stadt / Gemeinde als Unterer Denkmalbehörde und/oder dem Westfälischen Museum für Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege, der LWL-Archäologie für Westfalen Außenstelle Olpe (Tel: 02761/ 93750; Fax: 02761/ 2466  Fax: 02761/ 937520) …….

8.

Kapitel 6, Pkt. 6.2.4. Gutachten wird wie folgt geändert:

Biologische Station Östliches Ruhrgebiet: Neubau eines Verbrauchermarktes (Lebensmittel-Vollsortimenters) in Herne »Horsthauser Straße«, Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Herne, 2012. (Fledermausuntersuchung wird ergänzt)

Bosch & Partner: Neubau Verbrauchermarkt »Horsthauser Straße« in Herne Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Herne, 2013b, ergänzt durch »Artenschutzrechtliche Betrachtungen der Artengruppe Fledermäuse«, Biologische Station Östliches Ruhrgebiet, Herne, 2012 und 2013.

Ergänzen: Bodenuntersuchung inkl. Sanierungskonzept,  Entwässerungskonzept

Geotec Albrecht: Gutachten über orientierende Bodenuntersuchung zur Erkundung von Untergrundverunreinigungen im Bereich des Bauvorhabens, Herne 2013

Geotec Alrecht: Möglichkeiten der Versickerung von Niederschlagswasser, Herne 2013

 

9.

Kapitel 7, Pkt. 7.1. Flächenbilanz wird wie folgt geändert:

Nutzung

Fläche in qm

in %

Geltungsbereich

6.240,63  6.169,4

100

Sondergebiet »Großflächiger Verbrauchermarkt«

6.240,63 6.169,4

100

Überbaubare Flächen/Baugrenzen

2.878,27

46,12  46,6

Stellplätze/Nebenanlagen

2.738,43

43,88 44,4

Pflanzflächen

215,21 219,2

3,45  3,5

Sonstige nicht überbaubare Grundstücksflächen (incl. vorhandener, zu erhaltender Fußweg)

408,72 337,5

 

6,55 5,5

10.

Kapitel 8, Anlagen, wird wie folgt geändert:

 

Bosch & Partner: Neubau Verbrauchermarkt »Horsthauser Straße« in Herne Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Herne, 2013b, ergänzt durch »Artenschutzrechtliche Betrachtungen der Artengruppe Fledermäuse«, Biologische Station Östliches Ruhrgebiet, Herne, 2012 und 2013.

 

Ergänzungen in der Begründung gegenüber der Fassung zur Beteiligung gemäß §§ 3(2) und 4(2) BauGB vom 27. Februar 2013 sind in kursiver Schrift vorgenommen. Entfallende Textpassagen sind durch Streichung kenntlich gemacht.

Sämtliche Änderungen in der Begründung sind grau schattiert kenntlich gemacht.

 

Die zuvor beschriebenen Änderungen berühren die Grundzüge der Planung nicht. Eine erneute Beteiligung gemäß § § 3 und 4 Absatz 2 BauGB ist nicht erforderlich.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

 

 

 

(Friedrichs)

  Stadtrat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen: Siehe nächste Seite

 

 

 

 

    


Anlagen:

  1. Übersichtsplan , Maßstab 1:5000
  2. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 4, Maßstab 1:500              (Planstand: 16.09.2013
  3. Vorhaben- und Erschließungsplan – Teilplan 1 [Lageplan]                  (Planstand: 16.09.2013     
  4. Vorhaben- und Erschließungsplan – Teilplan 2 [Ansichten]   (Planstand: 16.09.2013
  5. Vorhaben- und Erschließungsplan – Teilplan 3 [Schnitte]      (Planstand: 16.09.2013
  6. Vorhabenbeschreibung
  7. Begründung i. d. F. (16.09.2013) zum Satzungsbeschluss nach § 3 Abs. 2 BauGB

 

Die folgenden Anlagen der Begründung bzw. der Sitzungsvorlage (Nr. 8 bis Nr. 14)sind der Sitzungsvorlage im Ausdruck als Zusammenfassungen beigefügt. Die vollständigen Anlagen werden allen Mitgliedern der beratenden und beschließenden Gremien digital im Ratsinformationssystem sowie jeder Fraktion auf CD zur Verfügung gestellt:

 

  1. UVP-Vorprüfung (Screening), Büro Bosch & Partner, Herne

 

  1. Schalltechnisches Prognosegutachten,

ro Graner + Partner, Bergisch-Gladbach

 

  1. Städtebauliche und raumordnerische Verträglichkeitsanalyse,

ro Stadt + Handel, Dortmund

 

  1. Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Büro Bosch & Partner, Herne /

      ergänzt durch artenschutzrechtliche Betrachtungen  der Artengruppe Fledermaus,

      erstellt durch die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet, Herne

 

  1. Verkehrsuntersuchung , Büro Generalplaner Infrastruktur Dr. Ing. H. Leßmann GmbH, Dortmund / Bergische Univ. Wuppertal -Univ.-Prof. Dr. Ing. B. Leerkamp

 

  1. Gutachten über orientierende Bodenuntersuchungen zur Erkundung von Bodenverunreinigungen, Büro Geotec Albrecht, Herne

 

  1. glichkeiten der Versickerung von Niederschlagswasser ,Büro Geotec Albrecht, Herne

 

  1. Abwägungsvorschlag der Verwaltung zu den im Rahmen der Beteiligungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen wird

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 Uebersichtsplan (666 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage 2 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 4 (16.09.2013) (2354 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anlage 3 - Vorhaben- und Erschließungsplan TP 1 (16.09.2013) (959 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Anlage 4 -Vorhaben- und Erschließungsplan TP 2 (16.09.2013) (5217 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Anlage 5 Vorhaben- und Erschließungsplan TP 3 (16.09.2013]) (431 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich Anlage 6 - Vorhabenbeschreibung (120 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich Anlage 7 - Begruendung (16.09.2013) (2053 KB)      
Anlage 8 8 öffentlich Anlage 8 - UVP Vorpruefung (2944 KB)      
Anlage 9 9 öffentlich Anlage 9 Schalltechnische Prognosegutachten (4828 KB)      
Anlage 10 10 öffentlich Anlage 10 - städtebauliche und raumordnerische Verträglichkeitsanalyse (1660 KB)      
Anlage 11 11 öffentlich Anlage 11 - Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag (6252 KB)      
Anlage 12 12 öffentlich Anlage 12 - Verkehrsuntersuchung (7786 KB)      
Anlage 13 13 öffentlich Anlage 13 Gutachten über orientierende Bodenuntersuchungen zur Erkundung von Bodenverunreinigungen (1011 KB)      
Anlage 14 14 öffentlich Anlage 14 - Möglichkeiten der Versickerung von Niederschlagswasser (504 KB)      
Anlage 15 15 öffentlich Anlage 15 Abwägungsvorschlag der Verwaltung (99 KB)