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Vorlage - 2013/0686  

Betreff: Errichtung eines "Kolumbarienpfades" auf dem Südfriedhof an der Wiescherstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Klein, Matthias
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Schulz, Susanne
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
26.11.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
05.12.2013 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:    5502

Bez.: Kolumbarien Südfried-

         hof

Nr.:   14

Bez.:bilanzielle Abschreibung

2014:              500 €

2015:              4.000 €

2016:              6.000 €

2017 u. Folgejahre:              8.000 €

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:    i.5502.S.00006

Bez.: Errichtung von Kolum-

          barien Südfriedhof

Nr.:   8

Bez.: Auszahlung für Tiefbau-

          maßnahmen

2014:              - 200.000 €

2015:              - 200.000 €

2016:              - 200.000 €

2017:              - 200.000 €

 


Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die Errichtung eines Kolumbarienpfadesauf dem Südfriedhof an der Wiescherstraße in Herne auf Grundlage der Planung des Fachbereichs Stadtgrün und Sport vom 25.09.2013.

 

 


Sachverhalt:

Der damalige Ausschuss für Beteiligungen und optimierte Regiebetriebe hat in seiner Sitzung vom 14.10.2008 die Einführung von Kolumbarien als Grabart beschlossen, als Standort wurde der Südfriedhof an der Wiescherstraße ausgewählt.

 

Seit dem 01.06.2010 werden auf dem Südfriedhof Bestattungen in Kolumbarien angeboten. Die Resonanz der Bevölkerung auf diese Form der Urnenbeisetzung ist erwartungsgemäß sehr hoch. Nach Fertigstellung des dritten und letzten Bauabschnitts stehen insgesamt 819 Urnennischen zur Verfügung. Laut Berechnungen, anhand der Fallzahlen, kann man davon ausgehen, dass diese Kapazitäten bis zum Spätsommer 2014 reichen werden.

 

Da auf dem Südfriedhof auch weiterhin diese Form der Bestattung angeboten werden soll, müssen zu diesem Zeitpunkt bereits neue Kolumbarien vorhanden sein. Mit den Vorbereitungen und Planungen für den Bau ist deshalb frühzeitig begonnen worden, um im Jahr 2014 die notwendigen Bautätigkeiten durchführen zu können.

 

Der Bau dieser neuen Kolumbarien soll in unmittelbarer Nähe zu der bereits bestehenden Anlage, die sich auf den Abteilung 47 A - K, im östlichen Bereich des Friedhofs, befindet realisiert werden.

 

Das gesamte Umfeld liegt im Randbereich des denkmalgeschützten Areals, eine erforderliche Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde ist bereits erfolgt.

 

Planerische Vorgaben / Anforderungen an die Planung

 

Mit einem großen Zuspruch auf die Kolumbarien in Herne ist nach wie vor zu rechnen, deshalb ist die neue Anlage in einer ähnlichen Größenordnung wie die vorherige zu planen. Um die Finanzmittel möglichst effektiv einzusetzen und um auf steigende und sinkende Bestattungszahlen optimal reagieren zu können, ist eine abschnittsweise Bauausführung zweckmäßig.

 

Der Friedhofsbetrieb darf durch diese Vorgehensweise nicht übermäßig gestört werden.

 

Die Anlage soll optisch einen Bezug zu der bereits vorhandenen haben.

 

 

Erläuterung der Planung / Erschließung und Gestaltung

 

Die bestehende Planung ist das Ergebnis von umfangreichen Abstimmungsgesprächen mit der unteren Denkmalbehörde und Recherchen über mögliche Standorte für Kolumbarien auf dem Südfriedhof.

 

Eine besondere Form des Kolumbariums ist der Urnenquader, eine Art Pavillon, bestehend aus 4 Modulwänden, die zu einem Würfel zusammengesetzt sind. Mit Naturstein verblendete Eckpfeiler und ein Schrägdach aus Beton runden das Gesamtbild ab. Der Quader wird, anders als die Urnenwand, in der Mitte eines Platzes aufgestellt und ist an allen vier Außenflächen mit Urnennischen versehen. Insgesamt hält ein Quader 48 Nischen vor, an jeder Seite 12. Im Zuge des dritten Bauabschnitts sind bereits in der vorhandenen Kolumbarienanlage des Südfriedhofs Urnenquader aufgestellt worden.

 

Da sich in der unmittelbaren Umgebung der Anlage mehrere geeignete Standorte für Urnenquader befinden, die durch das dicht verzweigte Wegenetz des Friedhofes miteinander verbunden sind, entstand die Idee des „Kolumbarienpfades“.

 

Die Urnenquader werden entlang des Pfades in kleineren Gruppen aufgestellt, jeder Quader ist jedoch eine Einheit für sich und wird mit einem ca. 1,50 m breiten umlaufendem, gepflasterten Weg und Sammelstellen für Blumen, Kränze und Grabkerzen ausgestattet.

 

Anfangs und Endpunkt des Pfades ist die bereits vorhandene Kolumbarienanlage, die aufgrund ihrer Größe und Ausstattung einen hohen Aufenthaltswert besitzt und somit immer noch das Zentrum der Gesamtanlage darstellt.

 

Ein weiterer Vorteil des Konzepts ist die optimale Möglichkeit der abschnittsweisen Bauausführung, zu einem belegten Kolumbarium wird während der Bauphase ausreichend Abstand gehalten.

 

Die Urnenquader sind aus Beton gefertigt und werden als Modulsysteme aufgestellt. Für die Oberfläche ist eine Verblendung aus Naturstein vorgesehen. Als Material wurde der heimische Ruhrsandstein gewählt. Dieser hochwertige Baustoff hat einen zeitlosen Charakter, passt sich hervorragend an die unmittelbare denkmalgeschützte Umgebung des Südfriedhofs an und stellt eine Verbindung zu anderen Bauwerken her. Anlagen aus Natursteinmauern, Denkmäler und Mausoleen aus gleichem Material prägen das Erscheinungsbild dieses Friedhofsteils.

Für den „Kolumbarienpfad“ sind insgesamt 16 Urnenquader mit insgesamt 768 Nischen vorgesehen, in jeder Nische können maximal 2 Schmuckurnen untergebracht werden.

 

Die gesamte Baumaßnahme soll in mehreren Ausbauschritten durchgeführt werden.

 

Kosten und Finanzierung

 

Die Kosten für den gesamten „Kolumbarienpfad“ sind mit 800.000 € vorkalkuliert.

 

Hierbei handelt es sich um eine Kostenschätzung, die mit der Durchführungsplanung weiter konkretisiert wird.

 

Die Kosten sind wie folgt auf die nächsten Haushaltsjahre verteilt:

 

Haushaltsjahr 2014:                                          200.000 €

Haushaltsjahr 2015:                                          200.000 €

Haushaltsjahr 2016:                                          200.000 €

Haushaltsjahr 2017:                                          200.000 €

 

Folgekosten

 

Die anfallenden Lohn-, Sach-, Fahrzeug- und Maschinenkosten werden auf ca. 3.000 €/ pro Jahr geschätzt.

 

Realisierung

 

Nach Beschlussfassung durch den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung kann mit einem Beginn der Baumaßnahme nach dem Ausschreibungsverfahren zum 2. Quartal 2014 gerechnet werden, erste Belegungen in den neuen Kolumbarien könnten dann ab Spätsommer 2014 stattfinden.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

 


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 0202 ENTWURF KOLUMBARIENSTANDORTE AUSSCHNITT-Model (447 KB)