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Vorlage - 2013/0700  

Betreff: Sachstandsbericht Recklinghauser Straße
Aktueller Stand Überschreitungstage PM10 / Großräumiges Verkehrskonzept

Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krüwel
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Thielemann, Annette
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
06.11.2013 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Wanne Anhörung
26.11.2013 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Im Zusammenhang mit der Luftbelastungssituation im Bereich der Recklinghauser Straße gibt es zwei aktuelle Sachverhalte. Die Verwaltung gibt hierzu nachfolgend eine kurze Sachdarstellung:

 

 

 

1. Stand der Überschreitungshäufigkeit Tagesmittelwert PM10

Der Tagesmittelwert für Feinstaub PM10 von 50 µg/m³ darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Nach Stand vom 21. Oktober sind in 2013 an der Messstation in der Recklinghauser Straße 33 Überschreitungstage aufgetreten. Im Vorjahr war es bis zu diesem Zeitpunkt bereits an 60 Tagen zu Überschreitungen des Tagesmittelwertes gekommen. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die vorläufigen - noch nicht validierten - Daten.

 

 

                       

          Abb.1:   Summe der Überschreitungstage 2013 im Vergleich zu den Vorjahren

(Daten für 2013 müssen noch abschließend validiert werden.)

 

Während in den Vorjahren bereits im April die zulässigen 35 Tage überschritten waren, traten im März/April 2013 deutlich weniger Überschreitungen des Tagesmittelwertes auf. Eine der Ursachen hierfür dürfte sein, dass in diesem Frühjahr keine lang anhaltenden Perioden mit austauscharmen Wetterlagen auftraten.

 

 

 

2. Verkehrsuntersuchung zu den Möglichkeiten einer Verlagerung von Schwerverkehr

     (> 3,5 t) aus der Recklinghauser Straße in Herne

Aus Sicht des Umweltministeriums NRW sollte eingehender geprüft werden, ob für die Recklinghauser Straße eine teilweise Verlagerung des LKW Schwerlastverkehrs erreicht werden kann. Im Vordergrund der Überlegungen steht dabei ein großräumiges Verkehrskonzept, das die stärkere Nutzung anderer Autobahn-Anschlussstellen etwa zur A2 oder zu A43 vorsieht.

 

Zur Bewertung möglicher großräumiger Verkehrslenkungsmaßnahmen ist eine entsprechende verkehrstechnische Untersuchung erforderlich. Nachdem die Stadt Herne signalisiert hat, dass eine Kostenübernahme nicht möglich ist, hat das Land die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt. Auftraggeber ist die Bezirksregierung Arnsberg.

 

Der Inhalt und der Umfang der Untersuchung wurden von der Bezirksregierung Arnsberg mit der Stadt Herne und der Bezirksregierung Münster abgestimmt. Die Bezirksregierung Münster wurde deshalb beteiligt, weil von einem großräumigen Verkehrskonzept die Städte Herten, Recklinghausen und ggf. Gelsenkirchen betroffen sind.

Aufbauend auf der vorliegenden Verkehrsuntersuchung Recklinghauser Straße aus dem Jahr 2009 soll in einem größeren Untersuchungsrahmen

 

-              im ersten Schritt eine umfassende Erhebung der derzeitigen Verkehrsbelastungen, insbesondere des Schwerverkehrs und seiner Quell- und Zielbeziehungen bzw. seiner Durchgangsverkehrsanteile durchgeführt werden.

 

-              im zweiten Schritt anhand der Analyse der erhobenen Verkehrsdaten Maßnahmen zur Reduzierung der verkehrsbedingten Belastungen entwickelt werden. Dabei sind die Wirksamkeit der Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz zu untersuchen.

 

 

Als wesentliche Randbedingungen für die Entwicklung von Maßnahmen wurde vereinbart, dass:

 

-              der Ziel- und Quellverkehr für das Gewerbegebiet „Am Westhafen“ (Güterverkehrszentrum) und das Gewerbegebiet „Resser Straße“ weiterhin uneingeschränkt die Anschlussstelle „Herne-Wanne“ zur A42 nutzen kann.

 

-              keine Verkehrsverlagerung auf die Dorstener Straße im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Herne-Crange und Kreuzung mit der Recklinghauser Straße erfolgen darf.

 

Die Auftragsvergabe ist erfolgt, die Ergebnisse der verkehrstechnischen Untersuchung sollen im Januar 2014 vorliegen.

 

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs