Ratsinformationssystem

Vorlage - 2013/0723  

Betreff: Familienbildung in Herne - Gesamtkonzept -
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Sylvie Jansen, Tel.: 3389
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Kreß, Ursula
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
27.11.2013 
des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Strategisches Ziel des Fachbereichs Kinder – Jugend – Familie:

Eltern sind kompetent und nutzen die Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote im Sozialraum.

 

Handlungsziel zum Leitbild Bildung:

Es gibt ein bedarfsgerechtes und sozialraumorientiertes Familienbildungsangebot.

 

Bereits 2007 hat sich die Stadt Herne mit Erstellung des Familienberichts (2008) und der anschließenden Erarbeitung und Umsetzung des Handlungskonzepts „Kommunale Familienförderung“ zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen von Familien nachhaltig zu verbessern und zugleich die Attraktivität der Stadt Herne für junge Familien zu erhöhen. Seitdem wurde in Herne ein deutlicher Schwerpunkt auf den Bereich der Familien-, Jugend- und Bildungspolitik gelegt. Bei der Entwicklung der strategischen Ziele für den Fachbereich Kinder – Jugend – Familie und der Handlungsziele zum Leitbild Bildung (siehe oben) sind Familien und Familienbildung ebenfalls in den Blick genommen worden. Die zweite Herner Familienkonferenz im September 2012 hat sich zudem den Bedarfen von jungen Familien genähert.

 

Familienbildung ist im Rahmen des Handlungskonzepts „Kommunale Familienförderung“ und innerhalb des Förderprogramms „Lernen vor Ort“ ein wichtiger Angebotsbaustein für Familien in Herne.

 

Ein planvolles und koordiniertes Familienbildungsangebot hat für Kommunen vielfältige Wirkungen: Familienbildung reduziert Effekte sozialer Herkunft und verbessert dadurch Bildungschancen, indem sie Eltern als Wegbereiter ihrer Kinder so fördert, dass sie diese Aufgabe angemessen wahrnehmen können. Sie ist identitätsstiftend, stärkt die Persönlichkeit, motiviert und unterstützt die gesellschaftliche Teilhabe sowohl der Eltern als auch der Kinder. Der Bildungserfolg der Kinder hat aufgrund des demographischen Wandels und der Kosten durch Sozialleistungen zusätzlich an Wert gewonnen. Familienbildung ist ein wichtiger Bestandteil wirksamer Präventionskonzepte, die kostenintensivere Interventionsmaßnahmen reduzieren.

 

Es existiert jedoch in Herne keine zentrale Familienbildungsstätte, die diesen Auftrag erfüllen kann. Es hat sich eine vielfältige und dezentrale Familienbildungsstruktur mit zahlreichen  Akteuren und Familienbildungsangeboten herausgebildet. Eine ausreichende Transparenz über die verschiedensten Angebote und Maßnahmen der Familienbildung in Herne gibt es bislang jedoch noch nicht hinreichend. Die Angebotsstruktur ist unübersichtlich und nicht aufeinander abgestimmt. Dies hat zur Folge, dass weder Familien passgenaue Angebote ausfindig machen können, noch dass die Akteure in den Hilfssystemen für Familien über das gesamte Familienbildungsangebot informiert sind, um Familien hier entsprechend beraten zu können.

 

Der 2010 gegründete kommunal koordinierte Arbeitskreis Familienbildung spricht alle Akteure der Familienbildung in Herne an und vernetzt diese untereinander. Die Mitglieder kommen aus den Bereichen Bildung, Familienbildung, Gesundheit, Betreuung und Beratung von Familien und arbeiten gemeinsam am Auf- und Ausbau eines bedarfsgerechten Familienbildungsangebots. Hierzu wurden bereits Bestandserhebungen der Anbieter durchgeführt und die Ergebnisse im Arbeitskreis diskutiert.

 

Ebenfalls seit 2010 wurde das Angebot der Familienbildung mit Unterstützung durch Lernen vor Ort in den Herner Familienzentren auf- und ausgebaut. Diese Erfahrungen dienen als Grundlage für die Ausweitung des Familienbildungsangebots in weitere Bildungseinrichtungen, z. B. werden derzeit Angebote an Grundschulen erprobt.

 

Aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit an den beschriebenen Handlungssträngen ist im Rahmen von Lernen vor Ort eine Bestands- und Sozialraumanalyse der Familienbildung in Herne durchgeführt worden. Hieraus wurden gemeinsam mit dem Arbeitskreis Familienbildung Handlungsempfehlungen für eine kommunale Koordinierung des Familienbildungsangebots erarbeitet.

 


Ausblick

Auf der Grundlage der Handlungsempfehlungen des Arbeitskreis Familienbildung sollen Elemente (Basis- und zielgruppenspezifische Angebote) und Rahmenbedingungen für ein  zielgruppenspezifisches, bedarfsgerechtes und sozialraumorientiertes Familienbildungsangebot näher beschrieben werden.

 

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

Gudrun Thierhoff

Stadträtin

 

 

 

 

 

 

    


Anlagen:

Bestands- und Sozialraumanalyse

Handlungsempfehlungen des Arbeitskreises Familienbildung

Präsentation für den Jugendhilfeausschuss

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Bestands- u. Sozialraumanalyse (589 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Übersicht Handlungsempfehlungen_2013-10-17ak (268 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich PPP_JHA_Nov13 (516 KB)