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Vorlage - 2014/0033  

Betreff: Korbacher Resolution
- Antrag DIE LINKE.Ratsgruppe Herne/Wanne-Eickel vom 17.01.2014 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Verfasser:SB Scholz, Klaudia - DIE LINKE
Federführend:Büro Dezernat V Beteiligt:FB 54 - Umwelt
Bearbeiter/-in: Decker, Helene   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
29.01.2014 
des Ausschusses für Umweltschutz abgelehnt   
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umweltschutz empfiehlt dem Rat der Stadt Herne folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Rat unterschreibt die Korbacher Resolution gegen Fracking und fordert, Bund, Länder und die Europäische Union auf, einzutreten für

  • ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger,
  • ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern,
  • ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer,
  • eine Novellierung des Bergrechts, der höchste Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit im Fokus hat
  • ein konsequentes Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende, d.h. Abkehr von fossilen Brennstoffen, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Eneergieeffizienz.

 


Sachverhalt:

In der Sitzung des Ausschuss für Bürgereingaben vom 10.7.2013 sprachen sich alle vertretenen Fraktionen und Gruppen beim Tagesordnungspunkt 3: „Energiewende ohne Fracking“ für die Eingabe aus. Inhalt dieser Eingabe war die Unterstützung der „Korbacher Resolution gegen Fracking“.

 

Beim Fracking werden sogenannte „unkonventionellen Gasvorkommen“ in Tiefen von mehreren Tausend Metern erschlossen. Dabei wird mit hohem Druck ein Gemisch von Wasser, Sand und Chemikalien in das Gestein gepresst. Durch die entstehenden Risse kann das Gas dann fließen. Damit sich die Klüfte bei nachlassendem Druck nicht wieder schließen, wird das Wasser mit Stützmitteln und Chemikalien vermischt.

 

Die Chemiegemische bestehen aus gesundheitsschädlichen Stoffen wie z.B. Korrosionsschutzmittel, Oxidationsmittel, Blei, Quecksilber oder Benzol. Diese Fördermethode stellt ein unbeherrschbares Umweltrisiko und eine große Gefahr für Gewässerhaushalt und Boden dar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Klaudia Scholz