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Vorlage - 2014/0195  

Betreff: Bericht und Diskussion zur Situation der Baudenkmäler in Herne im Spannungsfeld zwischen Baukultur und Wirtschaftlichkeit
- Vorschlag AL-Gruppe vom 05.03.2014 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorschlag TOP - AL
Verfasser:SVO Heidinger, Ingo
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Vorberatung
25.03.2014 
des Rates der Stadt zur Kenntnis genommen   
Kultur- und Bildungsausschuss Vorberatung
18.09.2014 
des Kultur- und Bildungsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

die Ratsgruppe der AL Herne bittet Sie, den folgenden Tagesordnungspunkt
auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates zu setzen:

Bericht und Diskussion zur Situation der Baudenkmäler in Herne im
Spannungsfeld zwischen Baukultur und Wirtschaftlichkeit

Dazu wird hiermit vorgeschlagen, den Bericht vom zuständigen Fachamt
beim LWL halten zu lassen.

Begründung:
In der letzten Zeit konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Thema
Denkmalschutz in Herne in erster Linie etwas für den „Sonntagsanzug“
ist. Wenn es dann um die alltägliche Umsetzung im „Blaumann“
geht, sind die hehren Bekenntnisse zur Baukultur wieder vergessen und
simple – manchmal auch etwas zu simple –
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bestimmen das Bild. Dabei betrifft das
keineswegs nur Baudenkmale in öffentlicher Hand, sondern etwa auch die
evangelische Kirche und andere institutionelle Immobilienbesitzer geben
eher Negativbeispiele ab.

Die Liste der Abrisse und der geplanten Abrisse ist lang. Schon von der
Bildfläche verschwunden: Das alte Baukauer Rathaus, der „Krumme Hund“,
der letzte verbliebene Ringlokschuppen an der Hunbergstraße in der
Eisenbahnerstadt Herne, das alte Finanzamt an der Markgrafenstraße. Vom
Abriss bedroht: die ehem. Verwaltung der Zeche „Friedrich der Große“
(Kreiskirchenamt) die Königin-Luisen-Schule, des Teutoburgia-Förderturms
und zuletzt auch der Althoff-Bau von Emil Fahrenkamp. Wobei
bemerkenswert ist, dass bei Letzterem der Ruf nach dem Abriss aus Teilen
der Kommunalpolitik kam und nicht etwa vom Eigentümer.

Eine Information über die Leitlinien beim Denkmalschutz in Westfalen
scheint also geboten und kann vielleicht der Auftakt zu einem
kreativeren Umgang mit der Baukultur in Herne sein.