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Vorlage - 2014/0410  

Betreff: Abschlussbericht Parkplatzsituation und Alternativen zur Parkplatzerweiterung an der Akademie Mont-Cenis
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Frau Martin
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Teering, Anna
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
12.06.2014 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
18.06.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Der öffentliche Parkplatz an der Akademie wird von Seminarteilnehmern der Fortbildungsakademie des Landes (FAH), Spaziergängern und Besuchern der Altenbegegnungsstätte, Anwohnern der nahen Wohnbebauung sowie Mitarbeitern der FAH, der Stadt Herne und des Restaurantbetreibers genutzt. Es wurde eine Baulast zugunsten der Akademie eingetragen, die besagt, dass die Stellplatzanlage für die Benutzer der Akademie ständig freizuhalten ist. Die öffentliche Widmung erfolgte nahezu zeitgleich.

 

Durch die Fortbildungsakademie wurde in den letzten Jahren vermehrt Bedarf für den Seminarbetrieb angemeldet, da durch geänderte Rahmenbedingungen durch Verkürzung der Seminardauer und vermehrte Tagesveranstaltungen ein erhöhter Parkdruck entstanden ist.

 

Eine geplante Erweiterung des bestehenden Parkplatzbereiches um weitere 93 Stellplätze, die das Fällen von ca. 50 Bäumen erforderlich gemacht hätte wurde durch die Bezirksvertretung Sodingen abgelehnt.

 

Stattdessen wurde beschlossen, die verschiedenen unterbreiteten Vorschläge zur Lösung des Parkplatzproblems einschließlich der im Ausschuss für Umweltausschuss beschlossenen Ergänzungen prüfen zu lassen und die  Ergebnisse in einer der nächsten Sitzungen darstellen zu lassen.

 

Darüberhinaus sollte in einer angemessenen Testphase überprüft werden, in welcher Größenordnung bei einer ausschließlichen Nutzung des Akademie-Parkplatzes durch angemeldete Seminarteilnehmer und Besucher Bedarf an weiteren Stellplätzen besteht.

 

Die insgesamt 17 Vorschläge konnten in die 4 Gruppen

        Neubau/Erweiterung der vorhandenen Flächen

        Umwidmung von Flächen im Umfeld der Akademie, die zur Zeit nicht als Parkfläche genutzt werden

        Optimierte Nutzung des bestehenden Parkraumes und des Parksuchverkehres.

        Bewirtschaftung/Anmietung bereits vorhandener Flächen

 

eingeordnet werden und wurden in der Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen vom 26.11.2013 in einem Zwischenbericht mit Vor-und Nachteilen vorgestellt.

Die Testphase „Bewirtschaftung der Stellplätze“ wurde im Zeitraum September bis Dezember 2013 durchgeführt. Nach einigen Anlaufproblemen bei Anwohnern und Seminarteilnehmern wurde die Beschilderung gut angenommen.

 

Für Veranstaltungen im Bürgersaal konnten ebenfalls Ausnahmegenehmigungen beantragt werden, so dass diese Besucher auch von der Regelung profitierten.

 

Durch den Ausweis der 12 Plätze „Parken mit Parkscheibe 2 Stunden“ konnte sichergestellt werden, dass auch Kurzparker ohne großen Suchaufwand Stellplätze vorfinden.

 

Es wurde festgestellt, dass mit Ausnahme einiger weniger Tage die Parkplätze für Seminarteilnehmer und Besucher der Akademie ausreichten.

 

Seitens der Fortbildungsakademie ist das Fazit durchweg positiv. In der Testphase konnte eine deutliche Entspannung des Parkdrucks festgestellt werden.

 

Aus Sicht der Fortbildungsakademie ist die Bewirtschaftung aufgrund der gemachten Erfahrungen fortzuführen, obwohl die Ausgabe der Ausnahmegenehmigungen mit Aufwand verbunden ist. 

 

Um auch den Interessen der Anwohner besser Rechnung tragen zu können, wurden in einem gemeinsamen Termin am 18.2.2014 zwischen der Fortbildungsakademie, der Bezirksbürgermeisterin und der Verwaltung einige modifizierende Änderungen zur Prüfung durch die Verwaltung vorgeschlagen: 

  1. Aufhebung des Verkehrszeichen 325.1 (Spielstraße) vor Beginn der Parkflächen, um die Zahl der Parkmöglichkeiten zu vergrößern
  2. Ausweitung der mittels Parkscheibe bewirtschafteten Flächen
  3. Zeitliche Reduzierung der mittels Parkscheibe bewirtschafteten Flächen auf 8 – 16 Uhr, damit die Anwohner vor und nach ihrer Arbeitszeit dort parken können.
  4. Die Aufhebung der Bewirtschaftung in der seminarfreien Zeit.

 

Zu 1.: Die Aufhebung des VZ 325.1 ist aus verkehrsbehördlicher Sicht nicht zu empfehlen, da die in diesem Bereich lebenden Anwohner nicht zusätzlich belastet werden sollen. Weiterhin ist zu bedenken, dass die Fläche baulich nicht als Parkraum ausgelegt ist (Oberfläche und Unterbau).

Zu 2.: Eine Ausweitung der bewirtschafteten Flächen erscheint nicht empfehlenswert, da dies die Zahl der Dauerparkplätze weiter reduzieren würde.

Zu 3.: Eine Änderung der Zeitzusätze ist ab Mai 2014 in Kraft gesetzt, um die Anwohner weiter zu entlasten.

Zu 4.: Eine Aufhebung der Parkraumbewirtschaftung wurde bereits in der Winterpause durchgeführt und ist auch zukünftig in den Weihnachts- und Sommerferien möglich.

 

 

 

Fazit:

Die derzeitige Regelung hat sich nach einigen anfänglichen Anlaufproblemen  bewährt. Der Erhalt des Wäldchens konnte sichergestellt werden. Anwohner und Kurzparker erhalten durch die Parkraumbewirtschaftung zusätzliche Kurzparkplätze.

Im Großteil der Fälle erhalten sowohl Seminarteilnehmer als auch Besucher von Veranstaltungen im Bürgersaal durch die Ausgabe der Parkausweise einen Parkplatz. In seminarfreien Zeit kann der Parkplatz schnell und ohne großen organisatorischen Aufwand freigegeben werden.

Der Betriebsleiter

 

(Bruns)