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Vorlage - 2014/0483  

Betreff: Baugebiet Bromberger Straße
- Anfrage der Grüne-Fraktion vom 14.07.2014 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Rolf Ahrens
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Beteiligt:Büro Dezernat V
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Entscheidung
11.09.2014 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Kirchengemeinde Sodingen verfolgt seit gut 3 Jahren das Ziel, ihr Grundstück an der Bromberger Straße als Wohnbauland zu vermarkten; die aufstehenden Bauten sollen komplett abgerissen werden.

Auf der Homepage des Bauträgers Skiba ist das Gelände bereits mit der angedachten Bebauung als Animation und kurzer Vorstellung anzuschauen. Aus der Darstellung auf der Homepage und dem genannten Bauumfang kann geschlossen werden, dass offensichtlich das gesamte Gelände bis zum Waldrand als Bauland vermarktet werden soll.

Aus unserer Sicht bestehen Zweifel an der offenbar zugrundeliegenden Einschätzung des Bauträgers, die Fläche sei in der Gesamtheit als Innenbereich nach § 34 BauG zu werten. Aufgrund der bestehenden Bebauung, die keineswegs das gesamte Gelände umfasst, sehen wir nur eine Teilfläche unzweideutig als Innenbereich an; ein großer Teil der Fläche ist unseres Erachtens Außenbereich und eine Bebauung bedarf daher eines Bebauungsplanes als Rechtsgrundlage.

Hinzu kommt, dass das Gelände im Geltungsbereich des Landschaftsplanes liegt. Mit dieser Festsetzung hat die Stadt ja eigentlich schon festgestellt, dass das Gelände Außenbereich ist. Vor einer Bebauung müsste die Fläche ohnehin aus dem Landschaftsplan genommen werden.

Unabhängig von einer offenkundig unterschiedlichen Einschätzung der baurechtlichen Grundlage die dann zunächst von der Verwaltung im Baugenehmigungsverfahren zu bewerten sein wird - legt die Animation nahe, dass die Bebauung sehr nahe an den Waldrand heranrückt, so dass sowohl eine Entwicklung des Baumbestandes gefährdet ist, als auch der geforderte Sicherheitsabstand auf der Grundlage bestehender Baumhöhen nicht gegeben ist.

Hierzu stellen wir folgende Fragen:

  1. Wo sieht die Verwaltung die Abgrenzung von Innen- und Außenbereich im fraglichen Gebiet?
  2. Welchen Abstand müsste eine Bebauung auf jeden Fall vom Waldrand einnehmen?

 

Für die Grüne Fraktion

 

Rolf Ahrens