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Vorlage - 2014/0655  

Betreff: Bebauungsplan Nr. 243, Gelsenkircher Straße / Zechenweg,
Stadtbezirk Wanne
Aufstellungsbeschluss und Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffent-lichkeit
Beschluss über die Anordnung des Umlegungsverfahrens gem. § 46 Abs. 1 Bauge-setzbuch (BauGB) in Verbindung mit § 45 Nr. 1 BauGB.
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herrr Menke, Tel. 3010
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Fortnagel, Bettina
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
30.10.2014 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
05.11.2014 
des Ausschusses für Umweltschutz ungeändert beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
11.11.2014 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne ungeändert beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
25.11.2014 
des Haupt- und Personalausschusses geändert beschlossen   
Rat der Stadt Vorberatung
02.12.2014 
des Rates der Stadt geändert beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:                ./.

Bez.:

Nr.:              ./.

Bez.:

                  ./.

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:              ./.

Bez.:

Nr.:             ./.

Bez.:

              ./.

 


Beschlussvorschlag:

 

1.               Der Haupt- und Personalausschuss beschließt

 

die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr.243, Gelsenkircher Straße / Zechenweg, gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB).

 

2.               Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB.

 

3.      Der Rat der Stadt beschließt

 

die Anordnung des Umlegungsverfahrens gem. § 46 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit § 45 Nr. 1 BauGB. Das Umlegungsgebiet umfasst im Wesentlichen den Geltungsbereich des Bebauungsplanes und erhält die Bezeichnung U / 243 Zechenweg.


Sachverhalt:

 

A. Geltungsbereich

Das Bebauungsplangebiet wird-

  • im Norden durch die nördliche Begrenzung der Gelsenkircher Straße-
  • im Osten durch die westliche Begrenzung de Stöckstraße
  • im Süden durch nördliche Begrenzung der Berliner Straße
  • und im Westen durch östliche Begrenzung der Wakefieldstraße

begrenzt

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 2 dargestellt.

 

B. Planungsanlass und –erfordernis

Das nördlich der ehemaligen Zechenbahn ansässige Transport- und Logistikunternehmen beabsichtigt, mittelfristig eine Betriebsaufgabe bzw. eine Standortverlagerung vorzunehmen.

Eine Weiterführung gewerblicher Nutzungen ist in diesem Bereich aufgrund des bestehenden, ausschließlich von Wohnnutzungen geprägten Umfeldes nicht erwünscht. In der Vergangenheit gab es häufig, von Anwohnerbeschwerden begleitete, immissionsschutzrechtliche Problemstellungen. Mit Aufgabe der bestehenden gewerblichen Nutzung wird der Weg frei für eine geordnete städtebauliche Entwicklung.

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

Auf Grund der Lagegunst des Areals hinsichtlich der Nähe zur Wanner Innenstadt wird für diesen Bereich Wohnbebauung favorisiert. Wegen der bestehenden Grundstücksgrenzen (tiefe und schmale Grundstücke) ist die Realisierung einer sinnvollen Bebauung ohne Bodenordnung  nicht möglich ist. Daraus folgernd soll die verbindliche Bauleitplanung (Aufstellung eines Bebauungsplanes) in Verbindung mit einem Umlegungsverfahren (§ 45 ff. BauGB) erfolgen. Durch die Einbeziehung der Bodenordnung werden die Grundstücke so geordnet, dass sie nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes bebaut werden können.

 

Die für die Bebauung zur Verfügung stehenden Areale werden anteilig nach der Größe des jeweiligen Einwurfs zugeteilt. Den Grundstückseigentümern werden baureife Grundstücksflächen, die gegenüber den in die Umlegungsmasse eingebrachten Flächen („Einwurfsflächen“) verringert sind, zugeordnet. Bedingt durch den Umstand, dass diese Flächen entgegen ihrer ursprünglichen planungsrechtlichen Charakteristik („nicht überbaubare Grundstücksflächen / Gartenland“) zukünftig Baulandqualität haben, erfahren sie eine erhebliche Grundstückswertsteigerung.

 

D. Voraussichtliche Inhalte der Planung

Das unter „A. Geltungsbereich“ bezeichnete Quartier soll einer ausschließlichen Wohnnutzzung vorbehalten werden. Es soll im Rahmen verdichteter Strukturen planerischer Spielraum sowohl für Mehrfamilienwohnhäuser als auch für Reihen- und Doppelhäuser geschaffen werden.

Die Erschließung der neu zu bildenden Baugrundstücke soll unter Nutzung vorhandener Erschließungen in Verbindung mit einer Ost-West ausgerichteten ergänzenden Erschließung erfolgen. Die im Plangebiet liegende ehem. Erzbahntrasse könnte als Fuß- und Radwegeverbindung ausgebaut werden.

Im Vorfeld der Bebauungsplanaufstellung sind im Auftrag der Stadt Herne -Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung- durch ein externes Planungsbüro [Büro Post & Welters, Dortmund) 3 städtebauliche Entwurfsskizzen (siehe Anlagen: Varianten 1-3) erarbeitet worden, die jeweils das zuvor als Grundvoraussetzung genannte Umlegungsverfahren berücksichtigen.

 

 

 

Variante 1:

Hier ist eine an die Gelsenkircher Straße angeschlossene Ringerschließung mit einem ergänzenden Stich nach Süden zu der im Eigentum der Stadt Herne befindlichen im südwestlichen Planbereich gelegen Grünflächen geplant. Neben einer Innenhofbebauung mit Reihen- und Doppelhäusern ist für den südlich der Ringerschließung gelegenen Bereich eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern vorgesehen.

 

Variante 2:

Bei dieser Variante ist die parallel zur ehem. Zechenbahn geführte Ringerschließung nach Süden verlängert und durch einen Stich in den Blockinnenbereich ergänzt. Die auch hier verdichteten Strukturen lassen ebenfalls eine Bebauung mit sowohl Mehrfamilienhäusern als auch Reihen- und Doppelhäusern zu.

 

Variante 3:

Neben der in den Varianten 1 und 2 ebenfalls geplanten Ringerschließung wird der innere Baublock durch eine von der Gelsenkircher Straße aus vorgesehene Stichstraße geteilt. In Verlängerung derselben ist eine Wegeverbindung zur ehem. Zechenbahn vorgesehen. Die südwestliche Grünfläche soll erhalten werden.

 

Die als Anlage beigefügten Entwurfsskizzen sind als planerische Ideen zu betrachten und nicht mit zukünftig verbindlichen Inhalten des Bebauungsplanes gleichzusetzen.

 

 

E. Weitere Vorgehensweise

Die nächsten durchzuführenden Verfahrensschritte sind die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 BauGB und die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 BauGB.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

 

 

 

(Friedrichs)

  Stadtrat


Anlagen:

 

1. Lage des Plangebiets im Stadtgebiet (A4, Stadtplan, Maßstab 1:10000)

2. Geltungsbereich des Bebauungsplans (ALK, ohne Maßstab, DIN A 3)

3. Entwurfsskizze Büro Post & Welters, Variante 1

4. Entwurfsskizze Büro Post & Welters, Variante 2

5. Entwurfsskizze Büro Post & Welters, Variante 3

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BP 243 Gelsenkircher Str_Zechenweg unmaßstäblich auf DINA 3-unmaßstäblich auf DINA 3 (487 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Übersicht BP 243 Gelsenkircher Str_Zechenweg (808 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Variante 1 (1120 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Variante 2 (1056 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Variante 3 (1100 KB)