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Vorlage - 2015/0082  

Betreff: Schließung der Trauerhalle auf dem Ostfriedhof
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Riedel, Andreas
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Schulz, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
19.02.2015 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
04.03.2015 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
12.03.2015 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
17.03.2015 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
24.03.2015 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt beschließt, die Trauerhalle auf dem Ostfriedhof bis auf Weiteres zu schließen. Bei einem Einbau von Indoor-Kolumbarien wird die Öffnung der Halle für Trauerfeiern erneut geprüft.

 

 


Sachverhalt:

Der Ostfriedhof wurde im Rahmen der Gesamtkonzeption „Senkung der Friedhofsgebühren“ zum 01.01.2006 geschlossen. Seit diesem Zeitpunkt ist die Zahl der Trauerfeiern in der Kapelle des Ostfriedhofes ständig gesunken und liegt mittlerweile bei 5 Trauerfeiern in 2014.

 

Die Gebühr für die Nutzung der Trauerhalle beträgt 111,40 Euro, so dass bei 5 Trauerfeiern eine jährliche Gesamteinnahme von 557 Euro erzielt wird. Demgegenüber stehen extrem hohe Kosten für das Betreiben der Halle. Allein die veraltete elektrische Fußbodenheizung hat im Mittelwert der letzten 5 Jahre jährliche Kosten von rund 6.300 Euro verursacht.

Die so anfallenden Mehrkosten können durch vertretbare Gebühren nicht aufgefangen werden und fallen dadurch dem allgemeinen Haushalt zur Last.

 

Die Friedhofsverwaltung schlägt daher vor, die Trauerhalle auf dem Ostfriedhof bis auf Weiteres zu schließen. Die Raumtemperatur soll soweit reduziert werden, dass die Bausubstanz keinen Schaden nimmt. Für den Fall, dass Angehörige für eine Beisetzung auf dem Ostfriedhof eine Trauerfeier abhalten wollen, stellt die Friedhofsverwaltung eine Trauerhalle auf einem anderen Friedhof zur Verfügung. Zu berücksichtigen ist auch, dass viele Bestatter inzwischen über eigene Abschiedsräume verfügen.

 

Für den Fall, dass in der Trauerhalle die geplanten Indoor-Kolumbarien eingebaut werden, ist eine erneute Öffnung der Halle für Trauerfeiern wahrscheinlich. Die Trauerhalle wird dann für die Besucher zu bestimmten Zeiten zugänglich sein.

 

Durch die Kolumbarien ist von einer erhöhten Nachfrage von Trauerfeiern auszugehen. Darüber hinaus kann ein Teil der laufenden Betriebskosten den Nutzungsrechten für die Kolumbarien angerechnet werden. Dies hat insgesamt zur Folge, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Halle erheblich verbessern dürfte. Im Zuge der notwendigen Umbauarbeiten ist auch beabsichtigt, die bestehende Heizungsanlage zu modernisieren und dadurch Betriebskosten einzusparen.

 

In Vertretung

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat