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Vorlage - 2015/0093  

Betreff: 3. Herner Kinder- und Jugendförderplan - Fortschreibung 2015 - 2020
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:1. Sarah Gentilini, Tel.: 3533
2. Elisabeth Popp-Heimken, Tel.: 3497
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Kreß, Ursula
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Vorberatung
26.02.2015 
des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie ungeändert beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
11.03.2015 
des Integrationsrates ungeändert beschlossen   
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
17.03.2015 
des Haupt- und Personalausschusses ungeändert beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
24.03.2015 
des Rates der Stadt ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Rat der Stadt stimmt dem 3. Herner Kinder- und Jugendförderplan - Fortschreibung 2015 - 2020gemäß der Anlage 1 zu.

 

  1. Der Rat der Stadt beschließt: Die Bereitstellung der städtischen Mittel für die Kinder- und Jugendarbeit erfolgt unter den geltenden haushaltsrechtlichen Bedingungen einer Kommune, die am Stärkungspakt des Landes Nordrhein-Westfalen teilnimmt.

 

 

 


Sachverhalt:

Strategisches Ziel des Fachbereiches Kinder-Jugend-Familie:

 

„Kindern und Jugendlichen stehen ein kostenloses niederschwelliges Freizeit- und Bildungsangebot sowie entsprechende Einrichtungen unter Beibehaltung der Trägervielfalt zur Verfügung.“

 

Die Verwaltung legt mit dieser Vorlage den Entwurf des 3. Herner Kinder- und Jugendförderplans als Arbeitsergebnis der Projektgruppe „Förderplan“ vor.

 

Hintergrund dieser Fortschreibung stellt das Kinder- und Jugendförderungsgesetz des Landes Nordrhein Westfalen dar (3. Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, 3. AG-KJHG NRW - KJFöG), welches zum 01.01.2005 in Kraft getreten ist. Das Gesetz verpflichtet die Kommunen, einen Förderplan auf der Grundlage der kommunalen Jugendhilfeplanung zu entwickeln und diesen für die Dauer einer Legislaturperiode der Vertretungskörperschaft festzuschreiben. Mit dem aktuell vorgelegten Entwurf des 3. Herner Kinder- und Jugendförderplans kommt die Stadt Herne dieser gesetzlichen Verpflichtung nach.

 

Zentrales Anliegen der kommunalen Förderpläne stellt gemäß der Intention des Gesetzgebers die finanzielle Absicherung der örtlichen Kinder- und Jugendarbeit dar. Zudem betont das Kinder- und Jugendförderungsgesetz die Planungs- und Gewährleistungsverpflichtung des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe und schreibt die Beteiligung der Freien Träger an diesem Planungsprozess verbindlich vor.

 

Die Erarbeitung des vorliegenden Entwurfs erfolgte durch die Projektgruppe „Förderplan“, die gemäß Beschluss des Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie für die Weiterentwicklung des zweiten Förderplans eingesetzt wurde. Hintergrund dieses Beschlusses war der Antrag des Herner Stadtjugendringes, der auf die positiven Erfahrungen der Projektgruppenarbeit aus den Erarbeitungsphasen der beiden bisher vorliegenden kommunalen Förderpläne der Stadt Herne verwies (vgl. hierzu Kapitel 1).

 

Neben der inhaltlichen Erarbeitung wurde gleichzeitig auch die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Freien Träger an diesem Planungsprozess umgesetzt. Mit der personellen Zusammensetzung der Projektgruppe war zudem gewährleistet, dass die verantwortlichen Personen im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie sowie der Vorstand des Stadtjugendrings Herne als Vertreter aller Jugendverbände in Herne und hierdurch gleichzeitig in Personalunion die Repräsentanten aller großen örtlich tätigen Jugendorganisationen in der Arbeitsgruppe vertreten waren.

 

Das Kapitel 2 enthält die gesetzlichen Grundlagen, Vorgaben und Empfehlungen, die für die Entwicklung eines kommunalen Kinder- und Jugendförderplans maßgeblich sind.

 

Die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen der vorliegenden Fortschreibung des Herner Förderplans erfolgen in den Kapiteln drei bis fünf:

 

 

  • Es wird die qualitative Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes der Kinder- und Jugendarbeit in der zurückliegenden Legislaturperiode dargestellt. Beispielhaft zu nennen sind hier die Erarbeitung von Vereinbarungen zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung sowie die Erarbeitung von Vereinbarungen zur Umsetzung des § 72 SGB VIII, die Aktualisierung der Richtlinien zur Förderung der Arbeit Freier Träger und der Einstieg in die Aktualisierung und Standardisierung der Konzeptionen der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (vgl. Kap. 3).
  • Es werden die neuen Herausforderungen und Entwicklungen für die Kinder- und Jugendarbeit diskutiert und eingeschätzt. Der Fokus lag hier auf der Auseinandersetzung mit den im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie entwickelten strategischen Zielen. Zu diesen Leitzielen hat sich das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit im 3. Herner Förderplan positioniert (vgl. Kap. 4).
  • Des Weiteren wurden die Perspektiven für die inhaltlichen Akzente bis zum Jahr 2020 (Laufzeit des 3. Herner Kinder- und Jugendförderplans) erarbeitet. Hier lassen sich beispielhaft die Themen „Inklusion“, „Interkulturelle Öffnung der Kinder- und Jugendarbeit“ sowie das „Bildungsverständnis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und die Kooperation mit Schulen“ anführen (vgl. Kap. 5)

 

 

Das Abschlusskapitel (vgl. Kap. 6) beinhaltet die „Finanzierung und Laufzeit“ des vorliegenden Förderplans. Auf eine Besonderheit hinsichtlich der finanziellen Absicherung der örtlichen Kinder- und Jugendarbeit soll bereits an dieser Stelle hingewiesen werden:

 

Bereits vor der Beschlussfassung des vorliegenden Entwurfs des 3. Herner Kinder- und Jugendförderplans wurde im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2015 in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie am 26. November 2014 sowie in der Sitzung des Rates der Stadt Herne am 2. Dezember 2014 die Aufstockung des zur Verfügung stehenden Gesamtvolumens für die Kinder- und Jugendarbeit im Produkt 36.02 um 69.000,- Euro im beschlossen.

 

Für die Folgejahre 2016 - 2020, dies entspricht der Laufzeit des vorliegenden Förderplans, wurden die finanziellen Auswirkungen ebenfalls schon im Rahmen der Haushaltsplanberatungen mit berücksichtigt. Es wurde für diesen Zeitraum eine jährliche Erhöhung der kommunalen Zuschüsse an die Jugendverbände um 23.000,- Euro eingeplant.

 

Damit wird die Arbeit der Freien Träger vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten bis zum Jahr 2020 auf ein solides finanzielles Fundament gestellt. Die Mittelverteilung auf die einzelnen Kostenarten wurde im Rahmen des Erarbeitungsprozesses des vorliegenden Förderplans vorgenommen und ist im Detail im Kapitel 6 dargestellt.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

Gudrun Thierhoff

Stadträtin

 

 

 


Anlagen:

Entwurf | 3. Herner Kinder- und Jugendförderplan - Fortschreibung 2015 - 2020 (Anlage 1)

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage_Entwurf_3. Herner Kinder- und Förderplan2015-2020 (1357 KB)