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Vorlage - 2015/0155  

Betreff: Bauliche Schutzmaßnahme Shoah-Mahnmal
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Mono
Federführend:Bereich 10 - Büro Oberbürgermeister Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin
Beratungsfolge:
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
17.03.2015 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
24.03.2015 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:   1111

Bez.: Grundstücksverkehr

Nr.:   54

Bez.: Sonstige ordentliche
          Aufwendungen

- 90.000 €

 

 


Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Herne beauftragt die Verwaltung, den Lösungsansatz 2 (der Stein mit den Okularen erhält eine Glashülle) für eine dauerhafte bauliche Schutzmaßnahme für das Shoah-Mahnmal umzusetzen.

 

 


Sachverhalt:

 

Im Frühjahr 2014 wurde das Shoah-Mahnmal  der Stadt Herne von unbekannten Tätern mehrmals verunreinigt und stark beschädigt. Durch die Farb- und Kunstharzanschläge in unterschiedlicher Qualität und mittels Einwirkung stumpfer Gewalt wurden Betonteile und Glasokulare zerstört.

Im Herbst/Winter 2014 sind die Spuren der Beschädigungen beseitigt worden. Der Stein mit den Glasokularen wurde vollständig saniert. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (in Herne: Shoah-Gedenktag) am 27.01.2015 konnte das sanierte Mahnmal wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Anschließend wurde das Mahnmal im Bereich des aufrechten Steins mit den Glasokularen durch eine vorrübergehende bauliche Maßnahme (Denkmalschutzsystem) vor möglichen Beschädigungen geschützt. Zusätzlich ist die gesamte Anlage derzeit eingezäunt und verstärkt gesichert.

 

Problemstellung

Der derzeitige Zustand der Umzäunung mit verstärkter Sicherung der Elemente und Einhausung des Steins durch ein undurchsichtiges Denkmalschutzsystem kann nur als Übergang betrachtet werden.

In diesem Zustand steht das Mahnmal in seiner Funktion als öffentlicher Gedenkstein der Bevölkerung nicht zur Verfügung.

Welche Form eines dauerhaften baulichen Schutzes gegenüber möglichen zukünftigen Beschädigungen des Mahnmals gewählt werden soll, obliegt nun der Entscheidung des Rates der Stadt Herne.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass eine verstärkte Überwachung des Willi-Pohlmann-Platzes mittels Videokameras aus rechtlichen Gründen nicht durchführbar ist. Ein ständiger Schutz durch entsprechendes Wachpersonal ist kostenintensiv und angesichts der derzeitigen Haushaltssituation nicht zu finanzieren.

Die Verwaltung hat verschiedene Lösungsansätze geprüft und bewertet, die in der beigefügten Anlage im Detail vorgestellt werden.

 

Fazit/ Empfehlung

Die Verwaltung empfiehlt dem Rat der Stadt Herne, die in der beigefügten Anlage unter Lösungsansatz 2 vorgestellte bauliche Schutzmaßnahme für das Shoah-Mahnmal umzusetzen.

 

Die Mittel für den baulichen Schutz werden aus dem Instandhaltungsbudget des GMH zur Verfügung gestellt. Das Instandhaltungsbudget des GMH ist ein Bestandteil der Nutzungsentgelte für städtische Gebäude, die der Fachbereich 22 - Stadtentwicklung an das GMH zahlt.

 

 


Anlagen:

  • Bericht des GMH mit Erläuterung der Lösungsansätze 1 4
  • Architektenplan für den Lösungsansatz 2
  • Konzeptzeichnungen für den Lösungsansatz 3

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage zur Beschlussvorlage HUF 17. 03._Rat 24.03.2015_ Shoah-Mahnmal Schutzmaßnahmen_4 Lösungsansätze (40 KB) PDF-Dokument (116 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich Lösung_2_Glashülle für Stein mit Okularen_Architektenplan (1012 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Lösung_3_Glastunnel für das ShoahMahnmal_Konzeptentwurf (1907 KB)