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Vorlage - 2015/0179  

Betreff: Gestaltungshandbuch A 43
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Weichmann-Jaeger, 3017
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Böhnke, Bianca
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
14.04.2015 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

    

Die A 43 zwischen Münster und Wuppertal ist in ihrem Verlauf durch das Ruhrgebiet als hochbelastet anzusehen. Bis zu 100.000 Kraftfahrzeuge passieren täglich diesen Autobahnabschnitt. Geplant ist deshalb der 6-streifige Ausbau eines 22,5 km langen Teilstücks zwischen den Autobahnanschlussstellen Recklinghausen/Herten im Norden und Bochum – Querenburg im Süden in vier Streckenabschnitten. Das Planfeststellungsverfahren für den ersten ca. 7 km langen nördlichen Abschnitt bis zur Stadtgrenze Herne bzw. bis zum Rhein-Herne-Kanal wurde im Kern abgeschlossen. Der offizielle Baubeginn für diesen Teilabschnitt fand – nach Klärung umfänglicher Finanzierungsfragen – letztendlich im Herbst 2014 statt.

In den nächsten Jahren folgen werden nach Abschluss der jeweiligen Planfeststellungsverfahren südlich anschließend der 4,2 km lange Streckenabschnitt Herne mit dem Herne Kreuz und dann zwei weitere Teilabschnitte auf Bochumer Gebiet.

 

Analog zu den im Rahmen der Aktivitäten zur Kulturhauptstadt 2010 entwickelten Gestaltungsleitlinien für die A 40/B1 und A 42 (Parkautobahn) wurde bereits Ende 2012 angeregt, angesichts des geplanten Ausbaus dieser Hauptmagistrale für den Nord-Südverkehr durch das Ruhrgebiet auch für die A 43 ein Gestaltungshandbuch zu erarbeiten.

 

Vom zuständigen Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) als auch vom mit der Bauausführung betrauten Landesbetrieb Straßenbau NRW (Regionalniederlassung Bochum) wurde diese Idee positiv bewertet und unterstützt. In Gesprächen mit Vertretern der Anrainerkommunen Recklinghausen, Herne und Bochum verständigte man sich auf die Durchführung eines beschränkten Ideenwettbewerbs unter Federführung des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Eine Arbeitsgruppe und eine Auswahlkommission - jeweils bestehend aus Vertretern der beteiligten Institutionen - begleitete sowohl den Vergabeprozess als auch die daran anschließende Erarbeitung des Gestaltungshandbuchs durch das siegreiche Büro Orange Edge – Stadtplanung und Mobilitätsforschung aus Hamburg.

 

Im Vordergrund der Bearbeitung stand die Frage, wie der in weiten Streckenabschnitten insbesondere in Herne durch Lärmschutzwände geprägte Verkehrsraum der A 43 einerseits ästhetisch aufgewertet und im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“ gestaltet werden kann und gleichzeitig unter dem Aspekt der Orientierung der durchfahrene Siedlungsraum verdeutlicht werden kann. Auf Grund der engen Vorgaben bei der Finanzierung des Ausbaus waren weiterhin die Kostenneutralität der Gestaltungsvorschläge aber auch Verkehrssicherheitsaspekte zu beachten.

 

Eine abschließende Bearbeitung des Gestaltungshandbuchs erfolgte Ende letzten Jahres.

 

Unterschieden werden die Gestaltungsmaßnahmen in Standard-, Betonungs- und Sonderelemente.

 

Standardelemente betreffen die Lärmschutzwände und -wälle, die Farbgestaltung der Brückenbauwerke sowie die Grünbereiche in Anschlussstellen.

 

Betonungselemente sollen nur auf bestimmten Streckenabschnitten nach weitergehender Prüfung zur Anwendung kommen. Es handelt sich hierbei z.B. um Sichtfenster, Logos, Piktogramme oder reflektierende Folien.

 

Sonderelemente können – sofern die Finanzierung durch Dritte gewährleistet ist – zum Einsatz kommen. Eine Finanzierung durch den Straßenbaulastträger ist ausgeschlossen. In Frage kommen z.B. Illumination von Brücken oder Kunstwerke in Ausfahrtsbereichen.

 

Während der überwiegende Teil der Gestaltungselemente - namentlich die Standardelemente - im Sinne einer durchgängigen Gestaltung der Ausbauabschnitte als gesetzt zu betrachten sind wurden einige gestalterische Detailfragen nicht abschließend geklärt.

 

Hierzu zählen insbesondere die Benennung des Logos sowie die durch Dritte zu finanzierenden und umzusetzenden Gestaltungselemente wie spezielle Farbgestaltung an den gerade in Herne zahlreichen Brückenbauwerken und ggfs. Lichtinstallationen.

 

Die Verwaltung wird zum gegebenen Zeitpunkt diese Fragestellungen erneut thematisieren.

 

Frau Dr. Bremer vom Büro Orange Edge wird die Inhalte des Gestaltungshandbuchs in der Sitzung näher erläutern.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

 


Anlagen:

 

Gestaltungshandbuch A 43 Recklinghausen Herne Bochum

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich GHBA43_web (5210 KB)