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Vorlage - 2015/0237  

Betreff: Leitlinien / Standards zum wirtschaftlichen Bauen
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Wiedeholz
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Tuttas, Claudia
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Entscheidung
05.05.2015 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

    

Aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen werden derzeit notwendige Sanierungsmaßnahmen prioritätsbezogen umgesetzt und gliedern sich in die Dringlichkeitsstufen, Verkehrssicherungspflicht, Brandschutz, Vermeidung drohender Nutzungsausfälle, Vermeidung von Folgeschäden und die grundsätzliche Instandsetzung im Rahmen der Unterhaltung des Gebäudebestandes.

 

Beim Bauen ist künftig noch mehr Know-how der Architekten und Ingenieure sowie aller am Baugeschehen Beteiligten gefordert.

Auch die Effizienz im Einsatz von Ressourcen und Energie wird zu einem wesentlichen Qualitätsmerkmal.

Die ökologische aber auch ökonomische Qualität eines Gebäudes muss sich zukünftig stärker am Unterhalt hinsichtlich der Betriebs- und Instandhaltungskosten, an Fragen der Umnutzungsfähigkeit im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen sowie den mit dem Einsatz von Materialien verbundenen zukünftigen Entsorgungswegen messen lassen.

Dieser ganzheitliche Ansatz unterscheidet sich deutlich von dem üblichen Investitionsansatz für die Errichtung eines Gebäudes.

Ein weiterer Aspekt ist die angespannte Finanzsituation der Stadt Herne, die es erforderlich macht Prozesse neu zu definieren und festzulegen.

 

 

 

Lösungsansatz

 

Den Grundsätzen und Sachverhalten, aber auch Entwicklungen Rechnung tragend, sollen die „Leitlinien / Standards zum wirtschaftlichen Bauen“ ein Beitrag sein, um die jährlichen Gesamtkosten, d.h. die Summe aus Kapitalkosten, Betriebskosten und ggf. Umweltfolgekosten bei gegebener Nutzungsqualität zu minimieren.

Die in den Leitlinien festgeschriebenen Standards, Grundsätze und Qualitätsgrundlagen spiegeln den aktuellen Stand der Technik wieder, die in der Regel wirtschaftlich umgesetzt werden können. Sie soll für die Verantwortlichen einen grundsätzlichen Rahmen setzen, der die gültige Gesetzgebung, Verordnungen, DIN-Normen und Richtlinien ergänzt.

 

Die Leitlinien sollen keine Nachrüstpflicht implizieren, soweit dies nicht durch gesetzliche Vorgaben (z.B. Energieeinsparverordnung) gefordert wird.

Die Standards dieser Leitlinie sind als Sollvorgaben zu verstehen, die grundsätzlich umzusetzen sind. Generell kann bei erwiesener Unwirtschaftlichkeit, unter Abwägung der Investitions- und Folgekosten, von den Leitlinien und Standards abgewichen werden.

 

Die Leitlinien sollen einen wesentlichen Beitrag leisten, die internen / externen Architekten und Fachplaner zu einem ökonomischen und standardisierten Planungsansatz auszurichten.

Ziel ist eine integrierte und umfängliche Konzeption, die die Teilaspekte Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Architektur, Behaglichkeit und Qualität nachhaltig beinhalten.

Die Leitlinie wird zur Grundlage für alle internen und externen Architekten– und Ingenieurleistungen in Bezug auf die Planung und die Durchführung aller zukünftigen Baumaßnahmen und Teil eines jeden Planungsauftrages.

Ziel ist es, durch die Standards die Investitionskosten für Bau- und Technikmaßnahmen zu senken, jedoch zusätzliche Investitionen bei nachweislich rentierlichen Maßnahmenerweiterungen zuzulassen.

Des Weiteren wird erwartet, dass die Bauunterhaltung für das betriebstechnische Personal vereinfacht wird und sich Zeitkontingente für andere Aufgabenstellungen ergeben.

 

Anlage

 

 


Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BA 05.05.2015Leitlinien gmh Stand 18.02.2015 (1261 KB) PDF-Dokument (428 KB)